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Ostprignitz-Ruppin Kyritz: „Stella maris“ feiert Geburtstag
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz: „Stella maris“ feiert Geburtstag
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00:18 15.04.2016
Der Kyritzer Shantychor „Stella maris“ tritt zu Weihnachten traditionell im Kulturhaus auf. Quelle: privat
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Kyritz

Shantys sind nichts für zart besaitete Kammermusikvirtuosen. Dieser Satz aus dem Vorwort eines Buches mit Notensätzen für historische Shantys spricht Hartmut Paschen aus der Seele. Er leitet seit zehn Jahren den Kyritzer Shantychor „Stella maris“. Und der feiert am 20. April sein zehnjähriges Bestehen. Das Jubiläumskonzert, das gleichzeitig das traditionelle Frühlingskonzert ist, findet am kommenden Sonntag, 17. April, statt. Der Chor tritt an dem Ort auf, an dem er am 20. April 2006 gegründet wurde: im Kyritzer Hotel und Restaurant „Waldschlösschen“.

Den Namen hat sich Hartmut Paschen damals ausgedacht. Er hatte zuvor im Logbuch des bekannten Seefahrers Christoph Kolumbus Zeilen über den „Stern des Meeres (Stella maris)“ gelesen. „Das klang für mich wie Musik“, erzählt er. Und so kam der Chor zu seinem Namen.

Mitgliederzahl hat sich verdoppelt

16 Mitstreiter hatte Paschen gleich nach der Gründung. Heute sind es 33. Mitglieder aus verschiedenen Chören der Kleeblattregion kamen im Shantychor „Stella maris“ zusammen. Alles Männer. „Zunächst haben wir nur geprobt“, erzählt Paschen. Er hatte sich vorgenommen, seine eigene Art zu entwickeln. Für ihn gehört dazu eine Rhythmusgruppe und eine Bläserbesetzung. Auch wenn letztere in der Vergangenheit immer wieder für Verwunderung beim Publikum, aber auch bei Fachleuten sorgte, wie Paschen erzählt. „Wir sind damit aber sehr erfolgreich und die Zuhörer fanden unsere Art der Interpretation von Anfang an toll“, weiß der Chorleiter. Traditionspflege und Unterhaltung sind ihm sehr wichtig. Grundsätzlich gilt für Paschen: Keine Normen, keine Dogmen. Er sagt, dass jedes Stilmittel erlaubt ist, wenn es dem Ziel dient, Menschen zu unterhalten und gleichzeitig ein wertvolles Stück musikalischer Weltkultur zu erhalten. Deshalb erweiterte der Chorleiter die Gruppe auch um Saxofon und Trompete für einige Lieder.

Die Fangemeinde der Shantysänger wächst

Gern erinnert sich Paschen an den ersten Auftritt des Shantychors ein gutes Jahr nach der Gründung in Warnemünde zurück, als die Rhythmusgruppe auch dabei war. Schon damals bekam der Chor viel Applaus. Der Erfolg und die wachsende Fangemeinde geben Paschen Recht, von seiner Überzeugung und von seinem Konzept nicht abzuweichen. Für ihn ist es aber auch wichtig, andere Chöre zu erleben und zu sehen, wie sie singen. Die meisten dieser Chöre gibt es in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und an der Ostsee. Shantys werden aber auch am Bodensee, in der Schweiz, in England und Holland gesungen, weiß Paschen.

Shantyfestival ins Leben gerufen

Man trifft sich auf Festivals wie in Warnemünde oder Zingst. Es gibt auch ein Shantyfestival in Rathenow. Paschen rief es beim Stadtfest im Jahr 2011 in Kyritz gemeinsam mit RBB-Moderatorin Marina Ringel ins Leben. Sie ist heute Pressesprecherin im Sozialministerium, den Shantysängern aber treu geblieben. Am 7. Mai moderiert sie das mittlerweile dritte Brandenburger Shantyfestival in Rathenow. Erleben kann man den Chor auch am 5. Juni beim Stadtfest in Wusterhausen oder am 30. Juli beim Warnemünder Kuttersingen. Alte Hasen sind die Kyritzer bereits bei der Grünen Woche in Berlin. „Wir wollen es bei etwa 25 Auftritten im Jahr belassen“, so Paschen. Sie finden ja meist am Wochenende statt. Die Partnerinnen der Sänger bringen dafür viel Verständnis auf. Als Dankeschön dafür fahren sie im September mit nach Zingst. Das ist dann sozusagen die vereinsinterne Jubiläumsfeier. Das Jubiläumskonzert am Sonntag ist schon seit langem ausverkauft.

Von Sandra Bels

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