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Kyritz: Straßenbau für 2,4 Millionen Euro

Sanierung beginnt im Frühjahr Kyritz: Straßenbau für 2,4 Millionen Euro

Die Sanierung der Johann-Sebastian-Bach-Straße in Kyritz soll fast 2,4 Millionen Euro teuer werden. Der Bau wird auf drei Jahre aufgeteilt, beginnend im kommenden Frühjahr. Das erfuhren fast 70 Kyritzer, die zur Informationsveranstaltung am Dienstagabend ins Rathaus gekommen waren. Sie konnten ihre Anregungen einbringen.

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Die Pläne für die dreiteilige Sanierung der Johann-Sebastian-Bach-Straße in Kyritz wurden am Dienstagabend im Rathaus detailliert vorgestellt.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Knapp 2,4 Millionen Euro wird die geplante Sanierung der Johann-Sebastian-Bach-Straße in Kyritz kosten. Gebaut werden soll in drei Abschnitten in den Jahren 2016, 2017 und 2018. Das erfuhren fast 70 Kyritzer, die zur Informationsveranstaltung am Dienstagabend ins Rathaus gekommen waren. Volker Südmeier, Geschäftsführer des Ingenieurbüros Weiland (IBW) Gransee und Planer, erläuterte das Vorhaben im Detail. Er bat die Bürger, ihre Anregungen und Ideen mit einzubringen. „Sie müssen schließlich mit der Straße leben“, sagte er.

Der Abschnitt ist insgesamt 560 Meter lang. Begonnen wird am sogenannten Knotenpunkt Marktplatz/Bahnhofstraße. Dort wird später das Niederschlagswasser der ganzen Straße zusammengeführt und über die Bahnhofstraße abgeleitet. Dieser Teil müsse deshalb zuerst gebaut werden. Zwei Monate etwa soll das laut Bauamtsleiterin Angela Schulz dauern. Dann geht es weiter in Richtung Prinzenstraße. Bis dahin bleibe der Knotenpunkt voll gesperrt, was zum Entstehen von Sackgassen führen kann.

Bereiche, in denen Lastwagen wenden können

Das sehen die Anwohner und Gewerbetreibenden besonders kritisch. Letztere bangen zum Beispiel um ihre Lieferungen. Angela Schulz erklärte, dass zeitweise die Einbahnstraßenregelung aufgehoben werden könnte. Außerdem sollen Bereiche gekennzeichnet werden, an denen Lkws wenden dürfen. Zudem könne die Mittelstraße genutzt werden.

Da die Kosten für die gesamte Baumaßnahme hoch sind, wurde sie auf drei Jahre gesplittet. Die Stadt erhält Fördermittel aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Es sind 80 Prozent. Außerdem würden technische Notwendigkeiten einen dritten Bauabschnitt erforderlich machen, so Volker Südmeier. Alle drei Bauabschnitte sollen in jeweils sieben Monaten fertig sein. Geplant ist, die Fahrbahnbreite auf sechs Meter zu reduzieren. Gegenwärtig ist sie laut Südmeier zwischen sieben Meter und 7,20 Meter, teilweise aber auch zehn Meter breit. Im ersten Teil werden 33 Parkplätze an der Straße entstehen, laut Planung allerdings nicht mehr vor der Kirche. Dafür gab es Unverständnis von den Anwesenden. Gut zwölf Parkplätze seien es damit weniger, vermuten sie.

Kritik am zweiten Bushaltestellen-Standort

Kritik gab es auch am Standort der Bushaltestelle in diesem Abschnitt. Gefragt wurde, warum eine zweite Haltestelle entstehen muss. Es gibt bereits eine am Supermarkt. Beide Anregungen sollen in die Diskussion über die Pläne aufgenommen werden, versprach Angela Schulz. Tino Kornführer, Leiter des Kyritzer Betriebshofes der Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft, sagte, dass besonders ältere Bürger nach einem zweiten Haltepunkt gefragt hätten. Daraufhin kam der Vorschlag, es bei einer Haltestelle zu belassen und sie mittig einzurichten. Auch das soll in den nächsten Wochen diskutiert werden.

Kritisch sahen die Anlieger darüber hinaus auch den Wegfall des Zebrastreifens. Laut Südmeier sei er verkehrsrechtlich nicht erlaubt, wenn die Straße durchgehend mit Tempo 30 ausgewiesen wird, was geplant ist. Beispiele aus anderen Sanierungsgebieten hätten gezeigt, dass die Unfallzahlen dadurch nicht ansteigen würden. Zudem soll es mehrere Bereiche geben, extra zum Queren mit Rollstuhl und Rollator.

Südmeier erklärte weiterhin, dass vorgesehen ist, so viel altes Material wie möglich wieder zu verwenden. Dazu gehören die Granitsteine der Fahrbahn, aber auch die Natursteinborde und das Mosaikpflaster von den Gehwegen. Die Bürger konnten unter anderem abstimmen über die Baumarten, Bankformen und die Gestaltung der Baumscheiben. Sie wurden außerdem aufgerufen, Ende Februar/Anfang März zur Anliegerversammlung zu kommen, wo es dann auch konkret um die Befahrbarkeit der Straße während der Bauphase gehen soll. Willkommen sind sie auch bei den Ausschusssitzungen Anfang des Jahres, wenn die Arbeiten besprochen werden. Auch die Geschäftsleute werden detailliert informiert. Ob einzeln oder in der Gruppe, darüber denkt man im Rathaus noch nach.

Mit dem zweiten Bauabschnitt soll im Frühjahr 2017 begonnen werden. Start ist am Knotenpunkt Marktplatz/Bahnhofstraße. Der Bauabschnitt reicht bis zur Lazarettstraße. 2018 geht es von dort bis zur Pritzwalker Straße weiter.

Von Sandra Bels

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