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Nasses statt Bares für Kyritz

Technik für Löschwasserentnahmestellen Nasses statt Bares für Kyritz

Dafür, dass die Stadt Kyritz einem Solarparkinvestor erlaubt, ein Stromkabel durch stadteigenen Boden zu ziehen, bekommt sie kostenlos dieselbe Bohrtechnik für zwei neue Löschwasserentnahmestellen zur Verfügung gestellt. Diese „Spende“ ist 35 000 Euro wert.

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Wie beim Gantikower See könnte es bald auch am Untersee aussehen: Eine gelbe Boje markiert die Löschwasserentnahmestelle.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Für die Erlaubnis, durch Kyritzer Stadtboden eine Stromleitung zu legen, zeigt sich der diese Leitung benötigende Investor eines unweit entfernten Solarparks spendabel. Wie Bauamtsleiterin Angela Schulz jetzt informierte, dürfe die Stadt sich an der vor Ort dann vorhandenen Bohrtechnik bedienen – und damit zwei Löschwasserentnahmestellen bauen. „Wenn wir das alleine machen wollen würden, kostet das für beide Entnahmestellen 35 000 Euro“, sagte sie am Dienstagabend vor den Mitgliedern des Hauptausschusses der Stadtverordnetenversammlung.

Diese Idee ist laut Angela Schulz das Ergebnis einer Nachverhandlung mit dem Investor des Solarparks auf der Bantikower Seite des Untersees. Weil dort keine Einspeisemöglichkeit mehr für den erzeugten Strom besteht, soll dieser über ein Mittelspannungskabel unter dem stadteigenen See hindurch auf die Kyritzer Seite gebracht werden. Das Kabel erreicht dort über einen jetzt ebenso erst genau festgelegten Weg die Trafostation in der Nähe des Strandbadparkplatzes.

Möglicherweise muss das Trafohaus am Untersee selbst auch umgebaut werden

Möglicherweise muss das Trafohaus am Untersee selbst auch umgebaut werden.

Quelle: Matthias Anke

Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses hatten dieses Vorhaben bereits befürwortet, jedoch verlangt, die Entschädigung für den Weg über stadteigenes Land nachzuverhandeln. „Mehr als die einmalig angebotenen fünf Euro pro laufenden Meter waren jedoch nicht ansetzbar“, erklärte Angela Schulz. Daher sei es eine erfreuliche Lösung, im Gegenzug diese nach ihren Worten „Spende“ zu erhalten, die ohnehin vorhandene, zugleich teure Bohrtechnik für die Stadt unentgeltlich verwenden zu dürfen.

Hinsichtlich solcher Löschwasserentnahmestellen aus dem See sprach der Stadtverordnete Thomas Settgast (SPD) von einer „genialen Sache“. Bei ihm in Gantikow sei dies seit Kurzem auch möglich, aus dem See Löschwasser zu ziehen. „Am Ufer ist jetzt lediglich ein Hydrant zu sehen. Der Ansaugstutzen im See ist mit einer gelben Boje markiert.“

Der Solarpark, das Kabel und die Entschädigung

Der Achte Solarkraftwerk BNT-Gesellschaft aus Nauen liegt nach eigenen Angaben die Baugenehmigung für einen Solarpark auf dem Bantikower PVA-Gelände vor.

Das 5-Megawatt-System soll jährlich eine Strommenge erzeugen, die ausreicht, um 1700 bis 1800 Vier-Personen-Haushalte zu versorgen.

Um den Strom ins Netz einzuspeisen, soll ein Mittelspannungskabel mit einer Leistung von 15 000 bis 20 000 Volt unter dem Untersee hindurch zur Kyritzer Uferseite gezogen werden.

Das Kabel würde mittels Horizontalbohrverfahrens eingebracht werden und dann mindestens fünf Meter unterhalb des Gewässerbodens liegen. Weil es bis zum Trafo stadteigene Grundstücke sind, hat Kyritz einen Anspruch auf Entschädigung.

Von Matthias Anke

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