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Vater nach Böllerwurf am Auge verletzt

Kyritz Vater nach Böllerwurf am Auge verletzt

Wie gefährlich Böller sein können, zeigt ein Fall aus Kyritz im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Dort ist ein Vater von einem Böller am Auge verletzt worden, als er seinen Sohn (4) vor einem Böllerwurf beschützte. Trotz des Vorfalls in Kyritz hat die Polizei in Ostprignitz-Ruppin einen recht ruhigen Jahreswechsel registriert.

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Demolierte Briefkästen.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Ein Dutzend Strafanzeigen wegen Körperverletzungen musste die Ostprignitz-Ruppiner Polizei mit Bezug zur Neujahrsnacht aufnehmen. „Damit verlief der Jahresübergang im Landkreis relativ ruhig“, bewertete Polizeioberkommissar Hannes Tolander von der Inspektion in Neuruppin dieses Aufkommen. Es verteilte sich laut Tolander über die gesamte Region. So gab es Vorfälle in Neuruppin, Fehrbellin und Rheinsberg wie auch in Gühlen-Glienicke, Wittstock, Neustadt und Wusterhausen.

Vater beschützt seinen Sohn und wird selbst verletzt

In Kyritz kam es zu einer von zwei Körperverletzungen wegen laut Polizei „unsachgemäßen Umgangs mit Pyrotechnik“. Dabei wurde am Vormittag des Neujahrstages gegen 11 Uhr in der Werner Straße aus einer Gruppe von mindestens drei etwa acht- bis zehnjähriger Kindern ein Böller auf einen Vater mit einem Kleinkind geworfen. Beide spazierten gerade am Bereich eines Garagenkomplexes entlang, als der Böller angeflogen kam und sich in der Jacke des vierjährigen Kindes verfing. Der 33-jährige Vater griff laut Polizei „geistesgegenwärtig zu und entfernte den Knaller“. Doch beim Wegwerfen detonierte er. Der Mann wurde am Auge verletzt. Er musste zur ambulanten Behandlung ins Klinikum. Anschließend erstattete er Strafanzeige gegen Unbekannt.

Sachbeschädigungen mittels Pyrotechnik wurden der Polizei bis zum Sonntag zehn Mal angezeigt. Bei fast allen ging es um zerstörte Briefkästen. Demnach traf es sowohl private als auch die der Deutschen Post und Bungalows. Aber auch das Grünlicht einer Ampel in Neuruppin wurde beschädigt.

Hund reist aus – Suche über Facebook

Die Meldungen besorgter Hundebesitzer, die ihr Tier vermissten, endeten indes schon gegen Mittag des Neujahrstages. In der Regel hatten sich laut Kommissar Tolander die Suchenden schnell mit denen zusammenbringen lassen, die das jeweilige Tier fanden. Derweil suchte ein Zernitzer am frühen Sonntag noch immer seinen Vierbeiner. Er bat über eine Kyritzer Facebook-Seite öffentlich um Mithilfe. Der Hund „Elli“ riss demnach in der Nacht zum 1. Januar in Zernitz Bahnhof aus. Später meldete sich aber jemand, wonach der Hund in Schönermark abzuholen sei. Der Fall sollte sich also zum Guten wenden.

Eine andere gute Nachricht hatte dann auch noch die Polizei parat: Es ereigneten sich nicht nur keine schweren Unfälle rund um Neujahr, sondern es musste „im Landkreis niemand den Jahreswechsel in einer unserer Zellen verbringen“, informierte Kommissar Tolander. Das wäre „durchaus nicht selbstverständlich“.

Von Matthias Anke

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