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Kyritz und Werne seit 25 Jahren Städtepartner

Große Feier am Tag der Deutschen Einheit Kyritz und Werne seit 25 Jahren Städtepartner

Im 25. Jahr der Deutschen Einheit feiern die Kyritzer auch das 25. Jahr ihrer Städtepartnerschaft mit dem nordrhein-westfälischen Werne. Besiegelt wurde sie damals im Frühjahr. Gefeiert werden soll nun im Herbst am Tag der Deutschen Einheit – mit einer weiteren Besonderheit.

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Im März 1990 berichtete die „Märkische Volksstimme“ von der Partnerschaft.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Mit einem großen Stadtfest soll am Sonnabend, 3. Oktober, in Kyritz nicht nur der 25. Tag der Deutschen Einheit gefeiert werden. Auch die nunmehr 25-jährige Städtepartnerschaft mit dem nordrhein-westfälischen Werne wird an diesem Tag Beachtung finden. Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gange.

Geplant ist zudem, nicht nur eine Delegation aus Werne zu empfangen, sondern vorab selbst dorthin zu fahren. Wie Veronika Lausch von der Stadtverwaltung informiert, ist eine Gruppe von rund 20 Kyritzern zur diesjährigen Werner Kulturwoche eingeladen. Diese erfolgt vom 17. bis 20. September. Am 19. September ist dort ein offizieller Festakt geplant.

Dabei sind Kyritz und Werne genau genommen nun schon längst 25 Jahre lang Partner mit Brief und Siegel: Am 24. März 1990 wurde die Vereinbarung in Werne und am 20. April 1990 noch Mal in Kyritz unterzeichnet.

Partnerstädte im Überblick

Vier Städtepartnerschaften pflegt Kyritz mittlerweile.

Die erste wurde 1990 Werne (Nordrhein-Westfalen).

Die neueste Partnerschaft wurde 2012 mit Bailleul (Frankreich) besiegelt. Die Beziehungen dorthin bestanden schon länger – über Werne.

Nach Wałcz (Polen), mit denen die Kyritzer seit 2006 verbunden sind, knüpften dafür nun auch die Werner Beziehungen.

Mit Svalöv (Schweden) besteht die offiziell besiegelte Partnerschaft der Kyritzer seit 2004.

Im Zusammenhang mit dieser 25-jährigen Partnerschaft und dem Jubiläumsjahr zur Deutschen Einheit wird derzeit unter den Kyritzer Stadtverordneten auch über die Verleihung eines Ehrenbürgertitels nachgedacht. Jedoch erst, wenn die Entscheidung feststeht, lasse sich der Name laut Hauptamtsleiter Michael Köhn veröffentlichen. Nach seinen Informationen gibt es derzeit zumindest keinen lebenden Kyritzer Ehrenbürger.

Es ist die höchste städtische Würdigung für eine Person. In der entsprechenden Satzung heißt es: „Die Stadt Kyritz kann in Würdigung herausragender Verdienste von überregionaler Bedeutung das Ehrenbürgerrecht an Personen verleihen, die durch ihr öffentliches Wirken entscheidend die Entwicklung der Stadt beeinflusst und bleibende Verdienste um die Stadt erworben haben.“ Und weiter: „Ehrenbürger werden zu festlichen Veranstaltungen und Empfängen der Stadt als Ehrengäste eingeladen.“

Eintrag ins Ehrenbuch

Vor diesem Ehrenbürgerrecht stehen ansonsten noch die Ehrenbucheintragung sowie die Ehrenbezeichnung. Mit dem Ehrenbucheintrag würdigt die Stadt Einwohner, „die sich durch langjährige ehrenamtliche Tätigkeit oder durch vorbildliches bürgerschaftliches Verhalten um die Stadt Kyritz verdient gemacht haben“, oder, „die besondere Leistungen, auf wissenschaftlichem, kulturellem, partnerschaftlichem, wirtschaftlichem, sozialem, karikativem oder sportlichem Gebiet aufzuweisen haben“, oder „die sich durch außerordentliche und vorbildliche Hilfeleistung bei der Rettung eines Menschen vor dem Tode oder bei der Verhütung erheblicher Schäden verdient gemacht haben“. Es heißt: „Mit dem Eintrag in das Ehrenbuch will die Stadt Kyritz die Träger bedeutender Leistungen von regionaler Bedeutung, verdienstvolle Frauen und Männer, Gäste von Rang und Ruf, namhafte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ehren, indem sie ihren Eintrag an kommende Generationen weitergibt.“ Für Mitglieder kommunalpolitischer Gremien, die ihr Mandat insgesamt mindestens 20 Jahre ausgeübt haben, gibt es die sogenannte Ehrenbezeichnung.

Sollte es nun zu der dagegen noch außergewöhnlicheren und damit vorerst einmaligen Ehrenbürgerrechtsverleihung kommen, so erfolgt diese wohl aber nicht „in feierlicher Form in einer regulären Sitzung der Stadtverordnetenversammlung“, wie es die Satzung vorsieht. Anlass in diesem Fall wäre die Festveranstaltung am 3. Oktober.

Von Matthias Anke

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