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Kyritz-West soll schöner werden

Sozialer Brennpunkt Kyritz-West soll schöner werden

Rund 20 Einwohner aus dem Stadtteil Kyritz-West kamen zu einer Versammlung, auf der sie sich über ihr Viertel äußern sollten. Doch es waren allesamt nur ältere Menschen dabei und keine Familien, keine Jugendlichen und auch so gut wie kein Gewerbetreibender. Aber es gibt bereits einen nächsten Termin – schon kommende Woche.

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Das Prignitz-Center in Kyritz-West ist in aller Munde, seitdem im Herbst bekannt wurde, dass es weggerissen und neu errichtet werden soll. Die Bürger fragen sich, welche Geschäfte anschließend noch da sind.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Es gibt sie allerorten, die sogenannten Problemviertel. Maßgeblich sind es die „Neubaublocksiedlungen“, dort, wo dicht gedrängt viele Menschen leben. Und wo viele Menschen sind, gibt es Reibungspunkte. Doch was genau sind die Probleme? Gibt es sie überhaupt, und wenn ja, wie können sie gelöst werden? Wer ist wofür verantwortlich? Diesen Fragen wird in Kyritz derzeit professionell nachgegangen. Für den Stadtteil West hat das Rathaus dabei auch ein Fördergeldprojekt unter dem Titel „Soziale Stadt“ im Auge. Im Herbst wurde Antrag auf Aufnahme in dieses Bund-Länder-Programm gestellt. Ziele: Verbesserung der Wohn- und Arbeitsverhältnisse, Förderung der Nachbarschaften und Generationengerechtigkeit. Um weitere Grundlagen dafür zu erarbeiten, waren die Einwohner vom Rathaus für Dienstagabend zu einer entsprechenden Versammlung bei der Wohnungsbaugesellschaft eingeladen.

Rund 20 Bürger kamen, um sich über ihr Viertel zu äußern. Gut, aber nicht gut genug, sagt Sarah Reinecke: „Es waren nur Rentner, schade, keine Familien, keine Jugendlichen. Bis auf die Sparkasse war auch kein Gewerbetreibender dabei, so weit ich das erkennen konnte. Dabei wäre das eine Chance gewesen.“ Die Streetworkerin der Stadt ist seit Kurzem in einem Büro im Prignitz-Center ansprechbar. Der Anfang in Sachen Entwicklung von Kyritz West wurde damit bereits gemacht.

Welche Missstände beseitigt werden müssen, wurde nun also zunächst nur von Senioren erklärt, wie Sarah Reinecke berichtet: kaputte Bürgersteige und Straßen erneuern, Häuserfassaden verschönern, mehr Fahrradunterstände errichten, etwas gegen stinkende Gullys unternehmen. Zudem gebe es Sorgen um die Geschäfte im Prignitz-Center, das bekanntlich in absehbarer Zeit weggerissen und neu errichtet werden soll. Zumindest Post, Bank, Apotheke und Ärzte müssten dem Stadtteil unbedingt erhalten bleiben, hieß es. Ein anderes, offenbar heikles Thema ist der Zustand der Garagenkomplexe. Dieser soll an anderer Stelle erneut diskutiert werden. Über Kriminalität oder Flüchtlinge wurde nicht gesprochen.

Zur Sozialstruktur referierte die Stadtsanierungsgesellschaft EWS. Sie erarbeitet im Auftrag der Stadt ein integriertes Entwicklungskonzept und wird auch bei der nächsten Runde zum Thema dabei sein und über die bestehende Situation und Entwicklungsziele informieren: nächste Woche Dienstag ab 14 Uhr im Rathaussaal. Es ist ein Workshop, zu dem dann erneut euch die drei großen Wohnungsvermieter Wohnungsbaugesellschaft, Dosse-Immobilien und Wohnungsbaugenossenschaft eingeladen sind. Letztere zwei waren am Dienstag laut Sarah Reinecke „ebenso leider nicht dabei“. Hinzu kommen sollen dann explizit auch mehr Vertreter von Vereinen und Sozialträgern und ausgewählte Gewerbetreibende.

Von Matthias Anke

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