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Kyritz begrüßt seine Neugeborenen

Geburtenzahlen Kyritz begrüßt seine Neugeborenen

In Kyritz werden Babys an zwei Terminen im Jahr offiziell von Bürgermeisterin Nora Görke begrüßt. Dann gibt es knallbunte, mit allerhand Nützlichem gefüllte Taschen für die Eltern. In den Nachbarkommunen geht man etwas andere Wege. Alle Orte haben derzeit dafür eine andere bemerkenswerte Gemeinsamkeit.

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Nora Görke am Wochenende im Mehrgenerationenhaus.

Quelle: Stadt Kyritz

Kyritz. Das Jahr nähert sich in großen Schritten seinem Ende. Die Zeit für Statistisches kommt. Eine solche Aussage lässt sich aber auch schon jetzt treffen, und zwar unter anderem für Kyritz: Die Zahl der Neugeborenen im Stadtgebiet wird 2015 wieder das Niveau erreichen, das bereits für die vergangenen gut fünf Jahre galt. So lange gibt es nun auch schon die Aktion „Ruppi Bag“. Diese Tasche voller kleiner Willkommensgeschenke und Infomaterial gab und gibt es alljährlich für die jeweils etwa 60 bis 70 Babys von der Stadt.

Initiiert über das „Netzwerk gesunde Kinder“ und genäht in den Werkstätten der Stephanus-Stiftung, konnten sich jetzt die Eltern weiterer 32 Kinder über eine solche quietschbunte Tasche freuen. So viele Neugeborene gab es im vergangenen halben Jahr in Kyritz. Und etwa die Hälfte von ihnen wiederum lernte Bürgermeisterin Nora Görke am Wochenende im Mehrgenerationenhaus kennen. In der Regel übernimmt schließlich sie diese Babybegrüßung, und das an zwei Tagen im Jahr. Zumeist bieten sich dafür bestimmte Anlässe an, wie im Mai zumeist der Internationale Familientag. Im Herbst 2013 beispielsweise war es eine Feier anlässlich 100 Jahre Bankgebäude am Marktplatz.

In die Heimat zurückgekehrt

„Es ist wichtig, dass wir uns sehen, uns kennenlernen und darüber unterhalten, welche Bedingungen Sie brauchen, um hier in Kyritz gut leben zu können“, betonte Nora Görke nun auch gegenüber den Eltern im Mehrgenerationenhaus. Das dort tätige Awo-Familienzentrum „Oase“ und das Netzwerk gesunde Kinder stellten ihre Angebote vor. Die Bürgermeisterin freute sich zudem darüber, wie viele junge Kyritzer sich gern für ein Kind in ihrer Heimat entscheiden. Einige zog es aus diesem Grund aus der Großstadt zurück nach Kyritz, erfuhr sie in ihren Gesprächen. Und auch: Viele der Eltern hoffen auf einen Betreuungsplatz in der neuen Kita in der Prinzenstraße und auch, dass die Einrichtung im kommenden Jahr pünktlich fertiggestellt wird.

Bis Anfang dieser Woche wurden 2015 genau 46 Kyritzer Babys geboren. Gut möglich also, dass die Zahl am Ende wieder 60 erreicht. Deren Eltern erhalten die Taschen dann bei der nächsten Begrüßungsrunde im Frühjahr. Wer bei diesen Terminen jeweils nicht dabei ist, kann sich seine Babytasche auch direkt im Rathaus im Büro von Christian Boldt abholen.

Ursprünglich sollte die Babytasche eine gemeinsame Aktion für die Kleeblatt-Kommunen werden. Dazu kam es bislang noch nicht. Jeder Ort begrüßt seinen Zuwachs damit nach wie vor auf andere Art und Weise. So gibt es in Wusterhausen über das Netzwerk gesunde Kinder gehäkelte Söckchen und Infobroschüren. Das doch laufe demnächst nur noch über das Krankenhaus in Neuruppin, wie Matthias Neumann vom Einwohnermeldeamt sagt. „Von der Gemeinde gibt es aber weiterhin einen Gutschein per Post und dazu vom Bürgermeister ein Glückwunschschreiben.“ In den vergangenen beiden Jahren wurden im Gemeindegebiet laut Neumann jeweils knapp etwas mehr als 40 Kinder geboren. In diesem Jahr liegt man schon jetzt bei 43.

Je 43 Babys in Neustadt und Wusterhausen

Im Neustädter Amtsgebiet, wo Frank Jeschke von der Verwaltung in den vergangenen Jahren stets zwischen 50 und 60 Babys zählte, sind es bis jetzt ebenso wie in Wusterhausen schon 43. Doch in Neustadt gibt es keine besondere Beachtung dessen seitens des Amtes. Man sei aber dabei, sich etwas einfallen zu lassen, hieß es.

Auch in Gumtow gibt sich die Verwaltung zurückhaltender als in Kyritz. Dabei gibt es in der B-5-Gemeinde den größten Anstieg: Erhöhten 2014 genau 21 Babys die Einwohnerzahl, sind es dort in diesem Jahr nun schon 26.

Bei dieser Gelegenheit fiel den Einwohnermeldestellen aller vier Kommunen die interessanteste Veränderung in der genau entgegengesetzten Altersgruppe auf – da es dies zuvor so noch nicht gab: Aktuell lebt in der Region niemand, der 100 Jahre oder älter ist.

Von Matthias Anke

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