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Kyritz ist Vorreiter beim Gelenkersatz

Zertifikat überreicht Kyritz ist Vorreiter beim Gelenkersatz

Die Klinik für Orthopädie des Kyritzer KMG-Krankenhauses hat sich zum Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifizieren lassen. Die Klinik ist eine von vier im Land Brandenburg mit dieser Spezialisierung. Sie zeigt damit unter anderem vollkommene Transparenz in den Abläufen und bietet den Patienten ein hohes Maß an Sicherheit.

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Senior-Operateur Ralf Schaeffer (r.) und sein Team bei der Implantation eines künstlichen Hüftgelenks.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Vollkommene Transparenz zeigt das Kyritzer Krankenhaus mit der Zertifizierung zum Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung der Klinik für Orthopädie. Damit ist das Haus eins von vier im Land Brandenburg, das diese speziellen Leistungen auf dem Gebiet des Gelenkersatzes anbietet.

„Für den Patienten bedeutet es unter anderem, dass jeder Schritt seines Aufenthaltes in der Klinik dokumentiert und für Jahre festgehalten wird“, erklärt der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Fred Gätcke. Die Dokumentation erfolge nicht erst nach der Entlassung, sondern direkt nach dem jeweiligen Schritt. Der Patient zeichne gegen und erhalte dann die Protokolle. Das trage dazu bei, die Behandlungsqualität zu sichern und Komplikationsraten zu minimieren. Damit erhöhe sich die Sicherheit für die Patienten.

Die Klinik wird jährlich überprüft

„Wir unterliegen einer jährlichen externen Überprüfung, damit diese hohe Qualität dauerhaft gewährleistet bleibt“, so Schade. „Alle Verfahren, die der Patient durchläuft, sind standardisiert beschrieben und in einem Handbuch zusammengefasst worden“, erklärt der Leiter der Klinik für Orthopädie, Ralf Schade. Er zeichnete bei der feierlichen Übergabe des Zertifikates den langen Weg bis dorthin nach. Demnach sei die Neugründung der orthopädischen Klinik im Jahr 1995 die Grundlage gewesen. In den vergangenen 20 Jahren hätten sich die Operationszahlen beim Gelenkersatz stabilisiert und die Klinik habe eine hohe Behandlungsqualität erreicht. Deshalb folgte 2013 der Beschluss, das umfangreiche und enorm zeitaufwendige Zertifizierungsverfahren anzugehen.

Hilfreich dabei waren unter anderem der Bau des neuen OP-Traktes mit Intensivtherapie sowie des Bettenhauses. „Damit hatten wir optimale Bedingungen geschaffen“, so Schade. Der Zertifizierungsprozess sei eine enorme Aufgabe für alle Mitarbeiter und Kooperationspartner gewesen. Das Zertifikat gilt drei Jahre.

Alleinstellungsmerkmal für das Krankenhaus

Für Fred Gätcke ist die Übergabe ein besonderer Tag und ein großer Schritt nach vorn für die Klinik. Sie habe jetzt ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. Zudem sichere die Zertifizierung den dauerhaften Erhalt des Standorts und der Arbeitsplätze. Ein solches Kompetenzzentrum fehlte laut Gätcke bisher im Norden und im Westen Brandenburgs. Das Haus sei nun eine wichtige regionale und überregionale Anlaufstelle sowohl für den ersten Einsatz als auch für den Wechsel von künstlichen Hüft- und Kniegelenken bei jedem Schweregrad. Ohne die Teamarbeit sei das alles jedoch nicht zu schaffen gewesen.

Verwaltungschefin Diana Möller drückte es pragmatischer aus. „Es ist ein Riesending, was wir zusammen gestemmt haben“, sagte sie. Die entstandenen Unterlagen seien unter anderem wichtig für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Für Diana Möller war es der letzte öffentliche Auftritt als Verwaltungschefin. Sie verlässt die KMG und widmet sich neuen Aufgaben.

380 Implantationen von Gelenken pro Jahr

Das Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung wurde nach Vorgaben der Initiative Endocert vom internationalen Zertifizierungsinstitut Clarcert zertifiziert. Pro Jahr werden in Kyritz mehr als 380 Gelenkprothesen für Knie und Hüfte implantiert. Rund 60 Eingriffe davon sind Wechseloperationen zum Austausch von künstlichen Gelenken. „Das Krankenhaus liegt damit deutlich über der geforderten Mindestzahl, die erreicht werden muss, um die nötige Erfahrung bei Gelenkoperationen nachzuweisen, die zusammen mit der Verwendung hochwertiger Implantate eine hohe, gleichbleibende Ergebnisqualität gewährleistet“, so Ralf Schade. Die Klinik hält verschiedene Endoprothetiksysteme vor, um auch in schwierigen Fällen optimale Implantate anbieten zu können.

„Von der Vorsorge und Diagnostik über die operative Versorgung und Therapie bis hin zur Nachsorge im Anschluss an die Rehabilitation bieten wir eine qualitativ hochwertige und umfassende Betreuung unserer Patienten mit Erkrankungen der Knie- und Hüftgelenke an“, sagt Fred Gätcke. Damit sei das Krankenhaus weit über die Grenzen des Landkreises Ostprignitz-Ruppin hinaus für Betroffene medizinisch von Bedeutung.

Ralf Schade (l) erhält das Zertifikat vom Ärztlichen Direktor Fred Gätcke

Ralf Schade (l.) erhält das Zertifikat vom Ärztlichen Direktor Fred Gätcke.

Quelle: Sandra Bels

Von Sandra Bels

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