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Kyritz legt Wert auf Vereinsnachwuchs

Kinder und Jugendliche sollen von neuer Förderrichtlinie profitieren Kyritz legt Wert auf Vereinsnachwuchs

Mit einer neuen Richtlinie zur Vereinsförderung will die Stadt Kyritz vor allem die Nachwuchsarbeit voranbringen. Bei seiner Sitzung am Dienstag hat der Ausschuss für Bildung und Soziales der Stadtverordnetenversammlung das Papier einstimmig zur Annahme empfohlen. Seit August war über die Veränderungen diskutiert worden.

Kyritz. Der Ausschuss hatte eigens Vertreter wichtiger Vereine eingeladen, um sich mit ihnen darüber zu verständigen. "Bei der Bearbeitung der Richtlinie hatten wir festgestellt, dass manche bisherigen Regelungen nicht gerecht waren. Wir wollten das besser machen", erklärt Amtsleiterin Sigrid Schumacher.

Die neue Richtlinie enthält weiterhin eine Grundförderung der Vereinsarbeit. Je nach Mitgliederzahl sind das 100 bis 200 Euro jährlich. Ganz entfallen soll allerdings die bisherige Förderung für die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben. Je nach Tätigkeitsgebiet waren die Gelegenheiten, solch eine Förderung zu erhalten, von Verein zu Verein einfach zu unterschiedlich. Stattdessen können nun alle wieder Betriebskostenzuschüsse für ihre Sportstätten, Treffpunkte und so weiter beantragen.

Ein größerer Teil des Geldes wird speziell Kindern und Jugendlichen zugute kommen. Bisher gewährte die Stadt Vereinen für jedes Kind, jeden Jugendlichen einen Zuschuss von 20 Euro jährlich. Bei Vereinen, in denen mindestens ein Viertel der Mitglieder jünger als 18Jahre ist, wird dieser Betrag nun deutlich auf 45 Euro aufgestockt.

Erhalten bleiben die Zuschüsse zu besonderen Jubiläen. Und auch für besondere Leistungen Einzelner bleibe eine Würdigung natürlich weiterhin denkbar, betont Sigrid Schumacher.

Sollte die Stadtverordnetenversammlung in ihrer nächsten Sitzung Anfang Dezember der veränderten Richtlinie zustimmen, könnte diese bereits für das kommende Jahr wirksam werden. Dabei gelten jedoch drei Maximen: Erstens erfolgt die Vereinsförderung generell "entsprechend der Haushaltslage", wie es aus dem Rathaus heißt. Sprich: Die Kommunalpolitiker planen eine gewisse Summe für jedes Haushaltsjahr ein und entscheiden dann über jeden Antrag nach Sachlage. Immerhin soll es nach aktuellem Stand bei der Gesamtsumme für 2014 kaum Veränderungen zum laufenden Jahr geben.

Zweitens gilt laut Sigrid Schumacher: "Wer keinen Antrag einreicht, bekommt auch nichts." Bis zum 31. März 2014 haben die Kyritzer Vereine Zeit, ihren Bedarf anzumelden. Drittens erfolgt die Förderung nicht ganz umsonst. In der Richtlinie steht ausdrücklich: "Förderung erhalten die Vereine, die sich bereit erklären, im Rahmen ihrer Möglichkeiten an den jährlichen örtlichen Veranstaltungen mitzuwirken und selbst oder gemeinsam mit anderen Vereinen öffentliche Veranstaltungen durchzuführen, um das gesellschaftliche Leben zu bereichern und finanzielle Mittel für den Verein zu erarbeiten."

Von Alexander Beckmann

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