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Ostprignitz-Ruppin Kyritz und Walcz sind zehn Jahre Partner
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz und Walcz sind zehn Jahre Partner
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02:15 16.06.2016
Helmut Wagner und Angela Städeke haben die Ausstellung für das Museum in Walcz erstellt. Quelle: Sandra Bels
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Kyritz

Zehn Jahre währt sie nun schon, die Partnerschaft zwischen Kyritz und dem polnischen Walcz. Das soll dort gebührend gefeiert werden. Eine Kyritzer Delegation weilt am Wochenende 25. und 26. Juni in Polen, wo es ein umfangreiches Programm zum Jubiläum gibt.

Dazu gehört auch die Eröffnung einer Ausstellung im Walczer Museum, die Angela Städeke und Helmut Wagner vom Historischen Heimatverein Kyritz und Ostprignitz erarbeitet haben. Die Stadt hat sie in Auftrag gegeben und das Erstellen der Tafeln finanziell gefördert. Die Schau wird die Knatterstadt und ihre Entwicklung vorstellen. Dabei geht es um die Entwicklung von der Hanse- zur Ackerbürgerstadt, um die Garnisonsgeschichte und natürlich um den Raubritter Kurt von Bassewitz. „Die Geschichte erzählen wir in zwei Teilen“, sagt Angela Städeke. Im ersten Teil geht es um das Jahr 1381, als die Kyritzer Bassewitz vertrieben hatten. Der zweite Teil beschreibt seine Rückkehr im Jahr 1411 und seine Hinrichtung mit seinem eigenen Schwert.

Auch die Stadtbrände wurden nicht vergessen. Sie sind bis in die heutige Zeit aufgelistet worden. Es gibt eine Chronik von Kyritz zu sehen. „Wir haben sie auf fünf Seiten reduziert“, so Helmut Wagner. Eine andere Tafel beschreibt die Lage, Umgebung und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Modelle vom Klausurflügel des Klosters, aber auch von einigen prägnanten Häusern sind ebenfalls Bestandteile. Am Anfangsbild der Schau wurde bis zuletzt gefeilt. Ende dieser Woche kommen die Polen nach Kyritz, um die Ausstellung abzuholen, zu der auch 20 alte und neue gerahmte Stadtansichten gehören.

Der Klausurflügel des Klosters und andere Häuser werden gezeigt. Quelle: Sandra Bels

Helmut Wagner und Angela Städeke begannen im Februar mit der Erstellung. „Wir haben erst einmal alle Texte formuliert und dann ins Polnische übersetzt. Die beiden merkten schnell, dass sie mit einem Online-Übersetzer nicht weiterkommen. So kam der Kontakt zum Walczer Museum zustande, wo die Texte übersetzt wurden. „Mittlerweile hat sich eine gute Zusammenarbeit mit dem Museum entwickelt“, sagt Angela Städeke. Sie lernt ihre polnische Kollegin nun das erste Mal von Angesicht zu Angesicht kennen und freut sich sehr darauf. „Wir haben sonst nur telefoniert und ­E-Mails geschrieben“, sagt Angela Städeke.

Auf die Frage, was die Partnerschaft der Stadt Kyritz bisher gebracht hat, sagt Bürgermeisterin Nora Görke: Wir haben viele interessante Einblicke bekommen und arbeiten gut zusammen.“ Man verstehe einander besser und wolle weiterhin im Gespräch bleiben, auch in Anbetracht der aktuellen Situation in Europa. Polen zähle schließlich dazu und wolle den Teil leisten, der dazu gehört, so Görke.

Es war am 21. April 2006, als der damalige Kyritzer Bürgermeister Hans-Joachim Winter und sein inzwischen verstorbener polnischer Amtskollege Zdzislaw Tuderek die Partnerschaftsurkunde im Walczer Rathaus bei einem Festakt unterzeichneten. Mit dabei war damals auch eine Delegation aus der Kyritzer Partnerstadt Werne. Ein Brief vom Deutschen Botschafter in Polen wurde verlesen. Reinhard Schweppe erinnerte daran, dass es die frühere Kyritzer Bürgermeisterin Margit Fulde war, die die Partnerschaft der beiden Städte auf den Weg gebracht hatte. Auch sie ist inzwischen gestorben, war vor zehn Jahren aber dabei und kam auch zu Wort. Ihr Wunsch war, dass beide Städte und ihre Bürger den Willen und die Bereitschaft erklären, die Partnerschaft mit voller Überzeugung zu tragen, mit Leben zu erfüllen und ein friedliches Zusammenleben der Menschen in Europa zu sichern. Zu den Unterzeichnern von damals gehörten auch der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Jürgen Freier sowie der Stadtrat von Walcz Zbigniew Drobny. Nach der feierlichen Übergabe der Urkunden tauschten Rainer Kruschel, damaliger Vize-Bürgermeister von Kyritz, und Andrzej Pakulski, Stadtabgeordneter in Walcz, die Stadtfahnen.

Von Sandra Bels

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