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Kyritz verhandelt über Wäscherei-Kauf

Entscheidung für Klosterviertel in Sicht? Kyritz verhandelt über Wäscherei-Kauf

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit haben sich die Kyritzer Stadtverordneten am Mittwoch mit dem beabsichtigten Kauf der alten Wäscherei am Klosterviertel befasst. Über Details will man sich nicht äußern, aber eine Entscheidung sei in Sicht.

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Die bisherigen Klosterpläne beziehen die Wäscherei mit ein.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Die Stadt Kyritz verhandelt offenbar weiter über den Ankauf des Grundstücks der ehemaligen Brennerei und Wäscherei in der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Das geht zumindest aus dem Titel einer Beschlussvorlage hervor, über die die Stadtverordneten am Mittwoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit berieten: „Klosterviertel – Ankauf Flurstücke 313/1 und 313/2, Flur 25, Gemarkung Kyritz - Johann-Sebastian-Straße 2 (ehemalige Wäscherei)“.

Worum es in der Vorlage konkret geht, dazu war am Donnerstag auf Nachfrage weder von der Stadtverwaltung, noch von Stadtverordneten etwas zu erfahren. Die Verhandlungen mit den Eigentümern seien eine ebenso komplexe wie vertrauliche Angelegenheit, erklärte beispielsweise der Vorsitzende der CDU-Fraktion Jürgen Freier. Er könne momentan nur so viel verraten: „Wir bleiben dran.“ Und: Eine endgültige Entscheidung stehe nach wie vor aus. Er erwarte aber zumindest, dass es dazu in absehbarer Zeit kommt: „Wir hoffen auf Fortschritt innerhalb der nächsten Wochen.“

Der Ankauf des Grundstücks zwischen Pritzwalker Straße und Klostergebäude galt bislang als eine der entscheidenden Voraussetzung für die künftige Gestaltung des Klosterareals. Unabhängig von den in der Stadt über Monate heiß diskutierten Bebauungsvarianten, wurde bislang immer davon ausgegangen, dass das Areal für die künftige Nutzung des Klosterrests von maßgeblicher Bedeutung ist.

Auf der einen Seite empfindet man die jetzige Bebauungssituation als doch eher unbefriedigend für das Stadtbild an dieser exponierten Stelle. Zum anderen gibt es diverse Ideen, wie sich vor allem das im 19. Jahrhundert errichtete Brennereigebäude eventuell nutzen ließe: einzeln als Bibliothek und Stadtarchiv oder im Zusammenhang mit weiteren Gebäuden, die es um Raum für Sanitäranlagen, Veranstaltungsräume, Empfang und ähnliches erweitern.

Zugleich ist davon auszugehen, dass die Kaufverhandlungen recht aufwendig sind. Um das Grundstück ansehnlich herzurichten, wird einiger Aufwand nötig sein – wie hoch, das ließ sich offenbar lange Zeit nur äußerst grob schätzen. Über den Zustand speziell des Brennereigebäudes lagen kaum Informationen vor. Und da das Gelände über Jahrzehnte für den Wäschereibetrieb genutzt worden war – unter anderem mit chemischer Reinigung, machte sich auch die Überprüfung auf eventuelle Altlasten erforderlich.

Von Alexander Beckmann

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