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Kyritz will Kunst auf dem Kreisverkehr

Bauausschuss gibt Empfehlung ab Kyritz will Kunst auf dem Kreisverkehr

Die Mitglieder des Kyritzer Bauausschusses haben sich für die Installation von künstlerischen Elementen auf dem neuen Kreisverkehr an der Europakreuzung ausgesprochen. Drei Vorschläge eines Planungsbüros stehen dafür zur Auswahl.

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Anfang Juli soll die erste Hälfte des neuen Kreisverkehrs fertig sein. Dann zieht die Baustelle auf die östliche Seite der Kreuzung um.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Der neue Kreisverkehr an der Kyritzer Europakreuzung (B 5, Wittstocker Straße) nimmt Gestalt an. Die eine Hälfte des Bauwerks ist fast fertiggestellt. Voraussichtlich ab 11. Juli sollen dort wieder Fahrzeuge rollen. Darüber wurde der Kyritzer Stadtentwicklungsausschuss bei seiner Sitzung in der vergangenen Woche informiert. Auch die Graf-von-der-Schulenburg-Straße wäre dann zumindest stadteinwärts wieder befahrbar. Die Baustelle zieht auf die östliche Seite der Kreuzung um. Der Verkehr aus Richtung Wittstock wird über die Schönermarkstraße und die Seestraße zur B 5 umgeleitet.Weiterhin werden Baustellenampeln den Verkehr regeln.

„Besondere öffentliche Wahrnehmung“

Während der Kreisverkehr laut Plan im Oktober komplettiert sein soll, hat sich der Stadtentwicklungsausschuss schon jetzt mit der künstlerischen Gestaltung des Bauwerks befasst. Im Auftrag der Stadtverwaltung hat ein Planungsbüro aus Wulkow drei vorläufige Entwürfe für die Insel im Kreisverkehr erarbeitet. „Da der Knotenpunkt mit dem geplanten Kreisverkehr für die Stadt Kyritz ein Gegenstand besonderer öffentlicher Wahrnehmung ist und er sich innerhalb der Ortslage befindet, wurde an eine markante und einprägsame Gestaltung der Fläche gedacht“, heißt es in der Begründung der Stadtverwaltung.

Drei Vorschläge stellten die Wulkower Planer bislang zur Auswahl. Variante 1 sieht die Installation von stilisierten Segeln auf dem Kreisverkehrsplatz vor. Sie (und entsprechende Wegweiser) sollen auf den für Auswärtige bislang stets etwas versteckt liegenden Untersee verweisen. Variante 2 schlägt eine stilisierte Stadtsilhouette aus einem Stahlband vor. Als Drittes käme schließlich eine Plastik in Form eines Globus’ infrage: Schließlich ist Kyritz die Geburtsstadt des bekannten Kartographen Carl-Diercke. Allzu massiv dürfen die Installationen nicht ausfallen: Bei eventuellen Schwerlasttransporten muss eine kurzfristige Demontage möglich bleiben. Ergänzt würden sie durch eine Kombination aus Pflaster und pflegeleichten Grünflächen. Die Planer rechnen mit Kosten von rund 73 000 Euro, die die Stadt als Auftraggeber zu tragen hätte.

Im Stadtentwicklungsausschuss stießen die Vorschläge durchaus auf Gegenliebe. Thomas Michaelis (SPD) schlug sogar vor, alle drei zu realisieren: „Alle drei Entwürfe haben was.“ Und schließlich gebe es mit dem künftigen Kreisverkehr an der B 103/Pritzwalker Straße und mit der Einmündung Perleberger Straße noch zwei weitere wichtige Zufahrten zum Stadtzentrum.

Nur Drei Entwürfe

Jörg Dullin (CDU) erschienen die drei Entwürfe allerdings als zu wenig. Er forderte mehr Varianten. Auch Kyritzer Bürger sollten Vorschläge einreichen können. Bauamtsleiterin Katharina Iredi reagierte skeptisch: „Wir sind ein bisschen in Zugzwang. Der Kreisverkehr ist ja halb fertig.“ Die Entscheidung über die Gestaltung der Mittelinsel müsse bald fallen. Für ein offizielles Wettbewerbsverfahren bleibe keine Zeit mehr.

Der Ausschuss sprach sich letztlich für die Variante mit der Stadtsilhouette aus. Die Segel landeten auf Platz 2. Ob das Vorhaben wirklich realisiert wird, darüber entscheidet die Stadtverordnetenversammlung. Sie tagt am 6. Juli.

Kosten sind gestiegen

Während der Landesbetrieb Straßenwesen den größten Teil der Kosten für den neuen Kreisverkehr übernimmt, leisten die Stadt Kyritz und die Anlieger nach aktuellen Berechnungen einen Beitrag von 774 000 Euro (für Gehwege, Beleuchtung und die Anschlüsse kommunaler Straßen). Das sind knapp 100 000 Euro mehr als ursprünglich geplant und wird vor allem mit den technischen Unwägbarkeiten solch eines Baus begründet. Die Stadt hofft auf Fördermittel für einen Teil der Zusatzkosten.

Von Alexander Beckmann

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