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Aufgabe gelöst und trotzdem unzufrieden

Übung für Kyritzer Feuerwehren zeigte Schwachstellen Aufgabe gelöst und trotzdem unzufrieden

In Teetz, da geht’s – ließe sich vermuten. Nur nicht gestern Vormittag: Als kurz nach halb elf die Sirenen heulen, bleibt das Teetzer Tanklöschfahrzeug, das 2000 Liter Wasser fasst, unbewegt. Die Feuerwehrleute aus dem Dorf bilden mit den Kyritzer Ortsteilen Lellichow und Drewen einen Löschzug. Doch selbst aus Lellichow kommen nur zwei Leute zum Einsatz.

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Die erste Puppe wird herausgetragen. Person Nummer eins ist gerettet.

Quelle: Matthias Anke

Lellichow. Dabei lautet die Meldung „Brand eines Lagers neben dem Hotel ,Landhaus Lellichow’. Zwei Personen sind in Gefahr.“ „Das geht einfach nicht“, sagt der Kyritzer Stadtbrandmeister Meinhard Giese. „Aber genau so etwas sollte sich ja herausstellen. Wir machen so eine Übung schließlich mindestens einmal im Jahr, um uns selbst zu überprüfen. Inwieweit sind wir in der Lage, tagsüber zur Arbeitszeit Einsätze zu bewältigen, wenn zugleich Ferien- und Urlaubszeit ist und einige verreist sind?“

Einsatzleiter Meinhard Giese.

Quelle: Matthias Anke

Neben den Lellichowern und Drewenern eilen Kötzliner, Rehfelder und Gantikower herbei sowie die Kyritzer selbst mit sogar sechs Fahrzeugen. Insgesamt helfen 34 Feuerwehrleute. „Berlitt ist unterwegs und baut die Wasserentnahmestelle auf“, funkt Giese zu seinem Einsatzleitwagen. Kurz darauf kommt von dort zurück: „Pumpe am Obersee läuft mit sechs Bar.“ Unterdessen ist die erste von zwei Personen aus dem fiktiv brennenden Lager geholt. Zwei im unweiten Herzsprung stationierte Rettungssanitäter sind ebenso längst in Lellichow und versorgen den Verletzten.

Auch einbezogen: Sanitäter.

Quelle: Matthias Anke

Doch dann erwischt es einen Feuerwehrmann – ohnmächtig. Zwei Trupps aus je zwei Leuten müssen nachrücken. Diese Atemschutzgeräteträger kommen aus unterschiedlichen Wehren. Da meldet sich ein Kyritzer zum Einsatz bereit. „Soll er nachbeordert werden?“, knarzt es aus Gieses Funke. „Ja! Sofort!“ Und auch die Wusterhausener Wehr rückt an, wie der einzelne Kyritzer allerdings nur auf dem Papier. Tatsächlich müssen nicht auch noch sie zur Übung eilen. „Aber gut zu wissen, dass wir auf sie hätten zählen können“, sagt der Einsatzleiter. Denn plötzlich sieht das Szenario eine Explosion vor. Der Dachstuhl fängt Feuer. Dank einer Drehleiter ist es bald unter Kontrolle. Alle Personen gerettet, Aufgabe gelöst.

„Das nahm aber viel Zeit in Anspruch“, resümiert Giese. Zufrieden ist er daher nicht. Vor allem Atemschutzgeräteträger müssten für so einen Einsatz schneller da sein. In Teetz hätte es eine Handvoll befähigter Leute gegeben.
Dennoch helfe auch diese Übung dabei, einmal mehr zu erfahren, wie es ist, sich am Einsatzort zu sammeln, zu sortieren und auf immer wieder neue Begebenheiten zu reagieren. Wie im Ernstfall. Zu dem kam es gestern Nachmittag dann tatsächlich: ein Waldbrand bei Lellichow – diesmal mit Hilfe Teetzer Feuerwehrleute.

Von Matthias Anke

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