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Vollsperrung: B 167 muss erneuert werden

Flickenteppich auf dem Asphalt soll für knapp 1,8 Millionen Euro repariert werden Vollsperrung: B 167 muss erneuert werden

Die Kraftfahrer in der Region müssen sich ab diesem Jahr auf gleich mehrere umfangreiche Straßenbaustellen gefasst machen. Neben der kompletten B 5 entlang Kyritz sowie der B 167 durch Dabergotz bis zur Autobahn betrifft das auch den gesamten Abschnitt der Bundesstraße 167 zwischen Bückwitz und Wildberg.

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Zwischen Bückwitz und Metzelthin schlängelt sich der Flickenteppich s-förmig durch ein Feuchtgebiet.

Quelle: Matthias Anke

Bückwitz/Wildberg. Wie Frank Schmidt als Bereichsleiter des Landesbetriebs Straßenwesen in Kyritz auf MAZ-Nachfrage bestätigt, muss die komplette Fahrbahndecke der B 167 erneuert werden. Dabei wird die Straße teils verbreitert, laut Schmidt jedoch „optisch eher unmerklich“. Und in einigen Kurven wird sie so weit wie möglich gerade gezogen. Entlang dieser fast zehn Kilometer langen Strecke entsteht überdies ein Radweg. „Die Umleitung erfolgt während der Arbeiten über die Kreisstraße, da unter Vollsperrung gebaut wird“, informiert Schmidt.

Mit dem ersten Teil wird bereits in diesem Juli begonnen, und zwar von Wildberg bis Ganzer. Im nächsten Jahr folgt das Stück von Ganzer bis Metzelthin. Und im Jahr darauf ist der Abschnitt zwischen Metzelthin und Bückwitz an der Reihe – laut Schmidt womöglich aber auch erst 2017. Denn dort hat diese Strecke, die ansonsten fast ausschließlich von weitläufigen Ackerflächen flankiert wird, ihren Knackpunkt: Im Brückenbereich über den Rohrlacker Graben mangelt es an Platz für den Radweg. Nördlich beginnt nach wenigen Metern schließlich das Feuchtgebiet des Bückwitzer Sees. Und nach Süden hin ist das Gelände ebenso sumpfig, und auch dort schließt sich zusätzlich zum Rohrlacker Graben ein Gewässer an. Dieser südliche Bereich ist nach ersten Einschätzungen jedoch der von beiden geeignetere, um den Radweg zu bauen.

Für genauere Berechnungen wurde dieses Nadelöhr, durch das sich die Straße zudem in Form einer langen S-Kurve schlängelt, in der vergangenen Woche vermessen. Bei diesem letzten Abschnitt stehen neben der Planung überhaupt auch noch der Grundstückserwerb entlang der Straße und die naturschutzrechtliche Genehmigung aus. Weiter vorangeschitten ist man da laut Landesbetrieb schon beim zweiten Abschnitt. Und das in diesem Jahr anstehende erste Stück ist schon durchgeplant.

Die Planungskosten werden vom Land Brandenburg übernommen. Den Straßenbau bezahlt der Bund. Insgesamt kostet die Erneuerung auf den ersten 3,5 Kilometern nach Angaben Schmidts rund 1,8 Millionen Euro. Für den Radweg werden 650.000 Euro ausgegeben.

Gerne hätte Schmidt, wie er sagt, ein paar Euro draufgelegt – doch man scheiterte auf einer Länge von 200 Metern am Grundstückseigentümer: Weil er sein Land nicht veräußern möchte, muss der Radweg unterbrochen werden. „Es ist äußerst bedauerlich, dass wir eine so große Lücke in dem Radweg haben werden, nur weil der Landbesitzer seinen zehn Meter breiten Ackerstreifen nicht verkaufen will“, ärgert sich Schmidt.

Zur Freude aller indes dürfte nach dem Straßenausbau für eine ganze Weile erstmals wieder Ruhe einkehren. Rückten doch in den vergangenen Jahren regelmäßig Bautrupps an, um die jeweils erheblichen Frostschäden zu beseitigen. Mittlerweile gleich die B 167 einem einzigen Flickenteppich.

Von Matthias Anke

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