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Kyritz Lagerhaus setzt auf die Schiene
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Lagerhaus setzt auf die Schiene
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15:04 25.02.2019
Die Firma Baro Lagerhaus will das Werksgleis an ihrem Kyritzer Standort reaktivieren und Transporte auf die Schiene verlagern. Quelle: Foto: Beckmann
Kyritz

Mehr Güter auf die Schiene! Diese Forderung stellen Politik und genervte Straßenanlieger seit vielen Jahren. In Kyritz will ein Unternehmen jetzt ernsthaft einen Schritt in diese Richtung machen.

Schon 2013 hatte die Firma Baro Lagerhaus, die das große Getreidelager an der Kyritzer Hagenstraße betreibt, die Reaktivierung des seit Jahrzehnten ungenutzten Gleisanschlusses vertraglich mit der Stadt Kyritz vereinbart. 2014 wurde der bestehende Bebauungsplan so geändert, dass er den Neubau einer Lagerhalle direkt am Werksgleis ermöglichte.

Nur der Anschluss fehlt noch

Inzwischen steht die neue Halle schon ein Weilchen. Hardy Kobus, Baro-Gebietsleiter für den Nordwesten Brandenburgs, kündigt nun den nächsten Schritt an: „Der Gleisverlauf muss erneuert werden.“ Sein Unternehmen befinde sich dazu in Verhandlungen mit dem Streckeneigentümer, dem Unternehmen Regioinfra aus Putlitz. „Wir wollen das möglichst noch dieses Jahr fertig machen.“

Regioinfra plant bis 2022 sowieso umfangreiche Investitionen in die Bahnstrecke Neustadt-Kyritz-Pritzwalk-Meyenburg. Allein vom Land Brandenburg stehen sechs Millionen Euro an Fördermitteln bereit. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Bahnübergänge und Haltepunkte in Bölzke und Wutike erneuert werden. Und die technische Modernisierung geht weiter. Auch Kyritz steht mit auf der Liste.

Andere Standort längst am Netz

Da passt die Erneuerung der alten Gleise und Weichen an der Hagenstraße offenbar gut mit ins Konzept. Hardy Kobus betont jedenfalls das Interesse seines Unternehmens an dem Anschluss. „Wir haben an unseren anderen Standorten auch die Schiene. Das ist ein Teil unserer Logistik.“

Für Kyritz hätte das Werksgleis gleich zwei Vorteile. „Damit kommt einiges an Verkehr von der Straße runter“, erwartet der Baro-Gebietsleiter zum einen. Das Lagerhaus schlägt schließlich Jahr für Jahr tausende Tonnen Getreide und Düngemittel um. Und trotz der vor einigen Jahren verlegten Zufahrt müssen die Lkw auf dem Weg zum Lagerhaus noch immer ein Stück durch die Stadt.

Ein Argument für den Streckenerhalt

Zum anderen bedeutet mehr Verkehr für die Bahnstrecke Zukunftssicherheit. Schon bei der Bebauungsplanänderung von 2014 hatte die Stadtverwaltung konstatiert: „Der Schienengüterverkehr stellt einen wesentlichen Faktor bei der langfristigen wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Schienennetzes Neustadt-Kyritz-Pritzwalk-Meyenburg dar. Die Anbindung der Kyritzer Betriebe könnte hierbei richtungsweisend sein.“ Ausdrücklich wurde damals auch die „Möglichkeit zur Nutzung durch andere Unternehmen“ thematisiert.

Die Baro Lagerhaus GmbH & Co. KG ist Teil der vor allem im Agrarhandel agierenden Agravis-Raiffeisen-Gruppe. Baro hat seinen Firmensitz in Bülstringen (Sachsen-Anhalt). Am seit fast 50 Jahren bestehenden Lagerhaus-Standort in Kyritz beschäftigt das Unternehmen derzeit etwa zehn Mitarbeiter. Die Lagerkapazitäten wurden in den vergangenen Jahren erheblich ausgebaut. „Der Betrieb läuft gut“, schätzt Hardy Kobus ein.

Von Alexander Beckmann

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