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Kyritz Ausbau der Inselgaststätte befürwortet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Ausbau der Inselgaststätte befürwortet
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14:40 27.09.2018
Die Kyritzer Inselgaststätte gilt bisher nur im Sommer als beliebtes Ausflugsziel. Der Bebauungsplan soll die ganzjährige Nutzung erleichtern. Quelle: André Reichel
Kyritz

Die mögliche Erweiterung der Kyritzer Inselgaststätte ist ein Stück näher gerückt. Die Stadtverordneten billigten am Mittwoch mehrheitlich den Entwurf eines Bebauungsplanes für die rund 1,3 Hektar große Insel im Untersee und einen zehn Meter breiten Streifen drumherum.

Ganzjähriger Betrieb als Ziel

Das Ziel formulieren die von der Stadt beauftragten Experten so: „Anlass der Planung ist der Wunsch der Stadt Kyritz und der Pächterin der Insel-Gastronomie, bauliche Veränderungen und Erweiterungen zur Ergänzung und Stärkung des Gastronomiebetriebes vor allem auch im Hinblick auf den wirtschaftlich notwendigen Ausbau des Ganzjahresbetriebes vorzunehmen.“

In diesem Sinne soll der Bebauungsplan vor allem die rechtlichen Grundlagen zum Bau von Übernachtungsmöglichkeiten schaffen. Angedacht sind eine Steganlage für bis zu acht Hausboote und eine Seesauna sowie die Einrichtung einer Betriebswohnung für das gastronomische Personal.

Freie Bahn für Investoren

Schon in der Einwohnerfragestunde hatte es dazu Nachfragen gegeben. Wer denn für die Finanzierung von Hausbooten aufkommen werde, wollte Marlies Briege – sachkundige Einwohnerin im Bauausschuss – wissen. Die Stadt werde das sicherlich nicht sein, betonte Bürgermeisterin Nora Görke. Im Übrigen sei so etwas aber auch nicht Gegenstand eines Bebauungsplanes. „Wir machen mit dem Plan ein Angebot und sagen: Das ist baulich möglich und das nicht.“

Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Thomas Settgast (SPD) ergänzte: „Diese Planung schafft die Voraussetzungen dafür, dass später ein privater Investor tätig werden kann.“

Jürgen Freier (CDU) wunderte sich über die Pläne für eine Betriebswohnung: „Jahrelang haben wir darauf gedrungen, dass das Wohnen auf der Insel nicht gestattet ist.“ Dies, so die Bürgermeisterin habe aber vor allem vertragsrechtliche Gründe gehabt. Man habe vermeiden wollen, dass Pachtvereinbarungen über das Wohnungsmietrecht ausgehebelt werden können. Die Betriebswohnung werde künftig fest mit dem Gaststättenbetrieb verknüpft sein.

Umweltfragen noch zu klären

Konstantin Normann (CDU) erkundigte sich nach den Einschätzungen der Umweltbehörden zum Inselplan. Schließlich handele es sich um ein Landschaftsschutzgebiet. Planerin Katrin Manke aus Neuruppin erklärte, dass man die Behörden bisher lediglich über die Planungsarbeiten informiert habe. „Der heutige Beschluss dient ja dazu, die Behörden offiziell beteiligen zu können.“ Das sei fest an die Billigung des Planentwurfs gekoppelt.

Diesem Vorgehen stimmten die Stadtverordneten mehrheitlich zu. Es gab zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen.

Damit besteht nun einen Monat lang für Bürger wie Behörden die Möglichkeit, sich zum Entwurf des Bebauungsplanes zu äußern. Wenn es keinen grundlegenden Widerspruch gibt, können die Stadtverordneten den Bebauungsplan danach für gültig erklären.

Von Alexander Beckmann

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