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Kyritz CDU-Landtagsabgeordnete im Pflegeheim
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz CDU-Landtagsabgeordnete im Pflegeheim
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00:21 09.07.2018
Zu Besuch in der Seniorenresidenz Sadenbeck (v.l.): Ronald Thiel, Nadine Preuß, Jan Redmann, Roswitha Schier, Adrian Zechser und Wolfgang Korzen. Quelle: Andreas König/Stadt Pritzwalk
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Kyritz

Welche Sorgen und Nöte gibt es in den brandenburgischen Pflegeeinrichtungen und wie wirken die Pflegestärkungsgesetze? Das waren nur zwei Fragen, die Roswitha Schier bei ihrem Besuch in Kyritz erörterte. Die CDU-Landtagsabgeordnete und Sprecherin ihrer Fraktion für Arbeit, Bildung, Familie, Gesundheit, Kultur, Soziales und Wissenschaft befindet sich gegenwärtig auf Pflegetour in Brandenburg.

Neue Gesetze gehen in die richtige Richtung

Im Seniorenwohnpark „Alt und Jung“ Kyritz erfuhr sie von der Leitung, dass die neuen Gesetze ein Schritt in die richtige Richtung seien. Jedoch gebe es ein großes Problem dabei. „Es ist die Gewinnung von Fachkräften“, hat Roswitha Schier in Erfahrung gebracht.

Sie sagt, dass ab 2020 die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen und dass es dann richtig eng werden kann. Im Seniorenwohnpark Kyritz werde deshalb Nachwuchs ausgebildet. Auch Schülerpraktikanten sind dort gern gesehen.

Den Seniorenwohnpark schätzt die Landtagsabgeordnete als schöne, weitläufige Einrichtung ein. „Dadurch merkt man gar nicht, dass es 120 Betten sind“, sagt sie. Etwa 30 Einrichtungen hat Roswitha Schier bereits besucht. Nach der Sommerpause will sie sich weiter im Land umsehen.

Mehr als 330 Pflegeheime im Land

Brandenburg hat mehr als 330 stationäre Seniorenpflegeeinrichtungen. Roswitha Schier nimmt die Parteikollegen aus dem jeweiligen Landkreis mit. In Kyritz war der Landtagsabgeordnete Jan Redmann dabei. „Sie müssen für die Probleme vor Ort sensibilisiert werden, damit sie wissen, wo es klemmt“, sagt Roswitha Schier. „Ich sammle auf meiner Pflegetour Stimmen aus allen Teilen des Landes ein“, fügt sie an.

Die Landtagsabgeordnete ist sich sicher, auch das Land kann etwas tun für die Fachkräftesicherung. So will sie sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Ausbildungsvergütung vom Land übernommen wird. Das ist bereits einmal abgelehnt worden, so die Abgeordnete. Bisher werden die Kosten für die Ausbildung der Lehrlinge auf die Bewohner umgelegt.

Dank an alle, die in der Pflege arbeiten

Roswitha Schier möchte allen danken, die sich für diejenigen einsetzen, die Pflege brauchen. Auch deshalb ist sie unterwegs. „Wir müssen dafür sorgen, dass noch mehr Menschen einen Job in der Pflege aufnehmen, damit unsere Senioren in Würde altern können“, sagt sie. Dass in dem Bereich etwas getan werden muss, steht für sie außer Frage. „Ich bin selbst Krankenschwester, mein Herz hängt an der Pflege“, sagt sie.

Vor ihrem Besuch in Kyritz sah sich die Landtagsabgeordnete zusammen mit Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel und Jan Redmann die „Senioren Residenz Prignitz“ in Sadenbeck an. Mit 87 Pflegeplätzen und 60 Mitarbeitern hat sie sich erfolgreich als stationäre Pflegeeinrichtung etabliert.

Viele Angebote auch in Sadenbeck

Geschäftsführer Adrian Zechser stellte das Unternehmen vor. Er berichtete über die Angebote, die den Bewohnern zur Verfügung stehen. So gibt es einen Heimarzt. Mit der nahegelegenen Kita arbeitet die Seniorenresidenz zusammen. Die Kinder singen und Basteln mit den Senioren. In Kyritz ist es ebenso. Neben dem Seniorenwohnpark ist die Kita „Hundert Sterne“.

Dennoch gibt es auch in Sadenbeck viele Wünsche an die Politik. Das beginnt bei der Absicherung der medizinischen Fußpflege durch Podologen und hört beim immer schwieriger werdenden Gewinnen von Fachkräften noch lange nicht auf.

Unterschiedliche Vergütung von identischen Leistungen

Zechser brachte auch die unterschiedlichen Vergütungen von identischen Leistungen für ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen ins Gespräch. Darüber hinaus ist der Personalschlüssel trotz einheitlicher Vorgaben in den Bundesländern unterschiedlich. Stehen in Bayern beispielsweise 40 Pflegekräfte für 100 Pflegebedürftige zur Verfügung, sind es in Brandenburg nur 30, so Adrian Zechser.

Bei allen Problemen habe sich die Seniorenresidenz sehr gut entwickelt und sei aus dem öffentlichen Leben nicht mehr wegzudenken. „Sie ist der soziale Anker für das Dorfleben“, sagte der Pritzwalker Bürgermeister. Umso wichtiger sei es, dass die Infrastruktur stimme.

Dazu gehöre eine flächendeckende Versorgung mit mobilem Internet ebenso wie ein Ausbau der Ortsdurchfahrt Sadenbeck. Roswitha Schier und Jan Redmann versicherten, die Themen aus beiden Einrichtungen in den zuständigen Gremien anzusprechen.

Die Bewohner vom Seniorenwohnpark Kyritz bekommen regelmäßig Besuch von der benachbarten Kita. Quelle: privat

Von Sandra Bels

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