Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kyritz Polizeirevier Kyritz wartet auf grundlegende Renovierung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Polizeirevier Kyritz wartet auf grundlegende Renovierung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 20.04.2019
Brandenburgs Innenstaatssekretärin Katrin Lange (SPD, 2.v.l.) bei ihrem Besuch im Polizeirevier Kyritz, wo sich das Weiterbildungszentrum für den Direktionsbereich Nord befindet. Hier bei einer Einsatzübung mit dem Schlagstock. Quelle: Matthias Anke
Kyritz

Die Brandenburger Polizei rüstet auf. Neben neuer Technik wird im Gegensatz zu früheren Jahren auch wieder mehr Personal akquiriert. Und für dieses sollen nun in den Revieren des Landes die Voraussetzungen verbessert werden.

Eines davon ist das Revier Kyritz: „Unser Gebäude hat dringend eine Renovierung nötig“, sagte am Mittwoch Revierleiter Mirko Kotzur auch mit Blick auf die Elektrik, den Brandschutz oder die vielen verschiedenen Türen. Brandenburgs Innenstaatssekretärin Katrin Lange hatte explizit nach Wünschen gefragt, als sie an dem Tag dort vorbeischaute.

Fehler der Vergangenheit sollen korrigiert werden

Wie die Staatssekretärin erläuterte, werde die Stellenzahl von aktuell 8140 im Land auf 8300 bis Ende 2020 noch ansteigen. Die Zeiten, als auf eine 7000er Marke heruntergearbeitet wurde, seien Geschichte: „Wir sind dabei, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren.“

Und der Kyritzer Standort ist dabei nicht irgendeiner, wie sich Katrin Lange bei ihrem Rundgang erklären ließ. Er beherbergt das Weiterbildungszentrum für den Direktionsbereich Nord samt Trainings- und Schulungsräumen bis unters Dach und einem Schießstand.

Polizisten aus ganz Nordbrandenburg kommen regelmäßig nach Kyritz

Polizisten aus den Inspektionen in Neuruppin und Perleberg, aber auch aus den Nachbarlandkreisen Oberhavel und teils auch aus dem Havelland kommen regelmäßig nach Kyritz und dazu die Beamten der Wasserschutzpolizei aus Oranienburg und Wittenberge. Allein voriges Jahr kamen insgesamt 2049 Polizisten nach Kyritz.

Im Schulungsraum lernen die Polizisten zentral beispielsweise neue Programme kennen. Quelle: Matthias Anke

Das Gebäude aus den 1950er Jahren sei allerdings auch „ein Altbau mit Vorzügen“, hieß es: Manche Neubauten würden sich heutzutage als zu klein erweisen. „Hier ist es im Gegensatz zu manchem anderen Standort noch sehr geräumig“, staunte Katrin Lange.

Kyritzer Gebiet eines der sichersten weit und breit

Im Revier arbeiten 23 Beamte im sogenannten Wach- und Wechseldienst. Hinzu kommen fünf Revierpolizisten. Sie sind teils in den Außenbüros in Neustadt und Wusterhausen anzutreffen, wie Mirko Kotzur erklärte.

Zudem haben vier Kriminalisten in Kyritz ihr Büro. Im vergangenen Jahr registrierten sie etwa 1250 Straftaten. Damit sank das Einsatzgeschehen gemäß des Landestrends auch in dieser Region.

Von außen macht das Revier noch einen frischen Eindruck. Auch der barrierefreie Eingang ist nagelneu. Doch innen gibt es Renovierungsbedarf. Quelle: Matthias Anke

An sich sei das von Kyritz aus betreute Gebiet ohnehin eines der sichersten in der Region. Allerdings würden statistische Zahlen auch trügen: Viele Fälle seien heutzutage viel aufwendiger in ihrer Bearbeitung, hieß es etwa mit Blick auf Internetkriminalität oder andere technische Veränderungen bis hin zu Kreditkartenbetrügereien oder Video- und Handyauswertungen, die es in der Vielzahl so einst nicht gab.

Gewahrsamsräume sind ungenutzt

Das „Tagesgeschäft“ spielt sich im Erdgeschoss ab. Allein die Gewahrsamsräume sind seit Jahren ungenutzt. Gefangene werden nach Neuruppin gebracht. In Kyritz müsste sonst zu viel weiteres Personal für zu wenige Fälle vorgehalten werden.

Brandenburgs Innenstaatssekretärin Katrin Lange (SPD) bei ihrem Besuch im Polizeirevier Kyritz. Hier im Gewahrsamstrakt, der nicht mehr als solcher genutzt wird. Quelle: Matthias Anke

Im Obergeschoss darüber befinden sich neben einigen Büros ein Schulungsraum und unter dem Dach ein Trainingsraum. Dass an mancher Stelle einiges in die Jahre kam, wurde deutlich.

Von Matthias Anke

Kyritz Ostern rund um Kyritz - Trockenheit stoppt Osterfeuer

Angesichts der zunehmenden Trockenheit warnen jetzt alle Kommunen vor der hohen Brandgefahr. Die für die Feiertage geplanten Osterfeuer müssen abgesagt werden. Ihre Genehmigungen sind ungültig.

17.04.2019

Mit den Temperaturen steigt auch die Waldbrandgefahr in der Region: Die Gemeinde Fehrbellin hat deswegen alle geplanten Osterfeuer abgesagt. Andere Kommunen ziehen nach, doch manche wollen nicht auf ihre Osterfeste verzichten.

19.04.2019
Kyritz Konzessionen für Stromleitungen - Partnerwahl kommt Kyritz teuer zu stehen

Kyritz muss noch einmal gut 100.000 Euro ausgeben, um dass seit acht Jahren laufende Konzessionsverfahren für das Stromnetz in der Stadt zu einem juristisch sauberen Abschluss zu bringen.

19.04.2019