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Kyritz Stadtverordnete zum Teil uneinig
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Stadtverordnete zum Teil uneinig
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19:02 28.02.2019
Die Kyritzer Stadtverordnetenversammlung bei ihrer vorletzten Sitzung vor der Kommunalwahl. Quelle: Julia Redepenning
Kyritz

Bauvorhaben, fehlende Kita-Plätze und auch die Holzhausener Kiesgrube, das waren einige der Themen, über die die Kyritzer Stadtverordneten am Mittwochabend im Rathaus bei ihrer 30. Sitzung diskutierten.

Der anstehende Wegebau in der Kyitzer Innenstadt wurde an diesem Abend zum Teil kritisch betrachtet. Der Fußweg zwischen der Weberstraße und der Schulze-Kersten-Straße soll in diesem Jahr erneuert werden. Doch Jürgen Freier bemängelte, dass der Weg auch damit nicht für jeden zugänglich sein wird. „Er ist nicht behindertengerecht“, betonte der Vorsitzende der CDU- Fraktion.

Weg nur als ergänzende Maßnahme

Trotzdem sprachen sich die Stadtverordneten nach langen Überlegungen für den Ausbau ohne besondere Maßnahmen für die Barrierefreiheit aus. Denn laut Bürgermeisterin Nora Görke wäre solch eine Anpassung mit enormem Mehraufwand verbunden. „Dieser Weg soll nur als eine Ergänzung dienen und nicht als Hauptweg“, erklärt die Bürgermeisterin. Es gebe noch andere Verbindungen.

Kyritz plant zudem seit langem eine bessere Verbindung zwischen Stadtmitte und Kyritz West. Zwischen dem Bahnhof und dem Prignitz-Center soll ein offizieller Weg entstehen. „Wir wollen damit eine Verbindung zu Kyritz West schaffen“, erklärt Nora Görke. Der marode Fußgängertunnel am Bahnhof wird dafür nicht mehr zur Verfügung stehen. Stattdessen soll ein neuer Übergang über die Gleise eingerichtet werden. Auch eine Beleuchtung ist für den kompletten Weg vorgesehen.

Neuer Bahnhaltepunkt noch in diesem Jahr

Noch ein weiteres Vorhaben betrifft die Bahn: Möglichst bis zum Fahrplanwechsel im Dezember soll am Bürgerpark der neue Haltepunkt eingerichtet sein. „Von der Stadtseite her haben wir unsere Arbeit getan“, betonte die Bürgermeisterin.

Meinungsverschiedenheiten unter den Stadtverordneten wurden beim Thema Kita-Bedarf deutlich. Auf Nachfrage von Peter Bittermann (SPD) betonte Amtsleiterin Veronika Lausch erneut, dass der Stadtverwaltung derzeit Meldungen über 24 Kinder ohne Platz in einer Kindertagesstätte vorlägen. „Diese Kinder sind ein Jahr alt und haben einen Rechtsanspruch“, erklärte sie.

Diskrepanzen beim Kita-Platzbedarf

Die CDU-Fraktion stellt diese Aussage infrage. Als sachkundige Einwohnerin hatte Denise-Verena Ladewig-Hoffmann dies im November mit Zahlen des Landesamtes für Statistik begründet. Die Diskrepanz blieb zunächst ein Rätsel.

Amtsleiterin Veronika Lausch meint nun, den Widerspruch erklären zu können: „Wir beziehen unsere Angaben aus dem Melderegister“, sagte sie am Mittwoch. Anders als dieses Register berücksichtige das Landesamt Zuzüge in die Stadt nicht komplett. Man habe sich mit der Behörde verständigt und die Abweichungen geklärt. Das Einwohnermeldeamt liefere nachweislich die aktuelleren Zahlen. Und denen zufolge fehlen Kita-Plätze. Lösungsansätze werden seit Monaten diskutiert.

Auch Kiesgrube bei Holzhausen Thema

Ebenfalls zur Sprache kam bei der Sitzung die Holzhausener Kiesgrube und deren künftige Nutzung. Aktueller Anlass ist die Beobachtung, dass das Gelände mehr und mehr Motorradfahrer anzieht. Darüber berichtete auch Andreas Lange aus Holzhausen (Fraktion Kyritz Land/Grüne).

Laut Bürgermeisterin Nora Görke ist die Grube noch nicht stillgelegt. „Bis Ende des Jahres wurde der Kiesabbau genehmigt“, erklärte sie. Dem Rathaus sei mitgeteilt worden, dass das Gelände in nächster Zeit eine neue Umzäunung erhalten soll. Wie es danach dort weitergeht, ist aber offen.

Vor den anstehenden Kommunalwahlen im Mai wird das Stadtparlament am 10. April noch einmal tagen. Dieser Termin soll laut dem Vorsitzenden Thomas Settgast dafür genutzt werden, Abgeordnete zu verabschieden. Einige werden sich für die kommende Periode nicht mehr zur Wahl stellen. Eine neue Konstellation der Stadtverordnetenversammlung ist daher jetzt schon gewiss.

Von Julia Redepenning

Anja Brückner aus Zernitz hat in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten in unzähligen Orten der Region wertvolle Grünanlagen und Parks restauriert oder gar neu gestaltet.

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