Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kyritz So wenig Wasser im Obersee wie seit Jahren nicht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz So wenig Wasser im Obersee wie seit Jahren nicht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 11.08.2018
So frei steht die Talsperre nur selten da. Das Wasser wurde der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt. Nun folgen Arbeiten am Damm. Quelle: André Reichel
Anzeige
Stolpe

Der Sommer ist zwar noch längst nicht vorbei, doch so viel ist jetzt schon ganz sicher: es wird ein Jahrhundertsommer, der alle Rekorde bricht. Betroffen von der langanhaltenden Dürre ist in jedem Fall die Landwirtschaft. In weiter südlich gelegenen Gebieten rund um Neustadt und Dreetz, sowie im Havelland konnte den Bauern ein wenig geholfen werden, indem man die Schleusen der Oberseetalsperre in Stolpe öffnete.

Der Stausee zwischen Stolpe und Bork hat derzeit einen mehrere Meter niedrigeren Wasserstand als sonst üblich. Das kostbare Nass wurde in der Landwirtschaft gebaucht.

Wie das Landesumweltamt informierte, wurden im Zeitraum vom 24. Mai bis zum 23. Juli bereits 6,5 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem See entnommen und das nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch um den Wasserhaushalt im Einzugsgebiet auszugleichen. Auf Grund der aktuellen Wetterlage können nochmals 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser zur Verfügung gestellt werden, ließ das Landesumweltamt verlauten.

Der 2. Bauabschnitt beginnt mit der Erneuerung der Dammfuß-Drainage

Den derzeit niedrigen Wasserpegel im Stausee will das Landesumweltamt nutzen, um die Generalsanierung an dem fast 30 Jahre alten Bauwerk fortzuführen. In den Jahren 2010/11 erfolgte der Neubau des Durchlasses im Verkehrsdamm an der Straße zwischen Bork und Lellichow, sowie der Ersatzneubau der Schussrinne des Dossespeicher-Zuleiters nahe Stolpe und nicht zu vergessen, die Sanierung des Wehres bei Wulkow in den Jahren 2011/12.

Noch in diesem Jahr wird der zweite Bauabschnitt mit der Erneuerung der Dammfuß-Drainage beginnen, so das Landesumweltamt. Die geplanten Kosten hierfür betragen 1,245 Millionen Euro. Zum Sanierungsprogramm gehört auch die Betonsanierung am Komplexbauwerk und die Sanierung der Dammkronenbefestigung für rund 180.000 Euro. Für die Erneuerung des wasserseitigen Deckwerkes sind 1,2 Millionen Euro eingeplant. Die kalkulierten Kosten werden vom Land Brandenburg übernommen.

Der Stausee hat ein Fassungsvermögen von 18,3 Millionen Kubikmeter.

1974 begannen die Arbeiten am 1.505 Meter langen Staudamm, der eine Basisbreite von 35 Meter hat. Fertiggestellt war er vier Jahre später. Bei maximaler Stauhöhe hat der See ein Fassungsvermögen von 18,3 Millionen Kubikmeter.

Von André Reichel

Dass Waldbrände in Brandenburg einst auch aus der Luft bekämpft wurden, war allein dem Agrarflug zu verdanken. Doch selbst der stellte stets ein Zuschussgeschäft dar, weiß Lothar Riedel aus Kyritz.

08.08.2018

Musik und Gags am laufenden Band: Beim Gastspiel der Schöller-Festspiele mit dem Komiker-Duo „Ass Dur“ auf dem Kyritzer Marktplatz amüsierte sich das Publikum köstlich.

08.08.2018

Die Erneuerung der Bundesstraßenbrücke in Kyritz zieht Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs nach Pritzwalk nach sich. Schon in dieser Woche gibt es vorübergehend Schienenersatzverkehr.

07.08.2018
Anzeige