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Kyritz Sturmschäden nach Trockenheit
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Sturmschäden nach Trockenheit
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13:17 10.08.2018
Nach dem Gewitter vom Vorabend machten sich Kyritzer Bauhofmitarbeiter ans Aufräumen. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Sozusagen mit einem Knall endete in der Region um Kyritz am Donnerstagabend die ganz große Hitze. Besonders heftig trafen die Gewitter die Gemeinde Gumtow. „Ich weiß von sechs Feuerwehreinsätzen“, berichtete Hauptamtsleiter Detlef Störing von der Gemeindeverwaltung auf Anfrage.

Hauptgrund waren die Sturmböen. Um 21 Uhr mussten die Feuerwehrleute zum ersten Mal raus, um Fahrbahnen von abgerissenen Ästen und umgestürzten Bäumen zu befreien. Der letzte Alarm der Nacht ertönte um 3.53 Uhr. „Die Leute waren immer gerade drin, da mussten sie wieder raus.“

Den Schwerpunkt der Gewitterschäden bildete die B 5

Ein Schwerpunkt der Gewitterschäden bildete die Bundesstraße 5 zwischen Kunow und Döllen sowie zwischen Demerthin und Mechow. „Hier war richtig was los“, sagt Detlef Störing. Zeitweise kamen Fahrzeuge nicht mehr durch. Auch die B 103 war betroffen.

In den anderen Teilen des Altkreises Kyritz blieb die Nacht verglichen damit relativ ruhig. Rund um Wusterhausen und Neustadt wurde die Feuerwehr nur vereinzelt gerufen. Die Neustädter beispielsweise rückten um 22.16 Uhr in Richtung Neu-Amerika aus, um einen Ast von der B 102 zu räumen. „Abgebrochene Äste sind bei uns gegenwärtig Standard“, sagt Amtswehrführer Heino Arndt. „Einfach wegen der Trockenheit.“ Viele Bäume haben inzwischen spürbar gelitten.

Kyritzer Feuerwehr rückte dreimal aus

Die Feuerwehrleute aus Kyritz und seinen Ortsteilen mussten zwar dreimal raus, aber Stadtwehrführer Meinhard Giese meint: „Das waren Äste, nichts schwerwiegendes.“ Teilweise seien die Hindernisse schon beseitigt gewesen, als die Einsatzkräfte eintrafen.

In Kyritz machte sich der städtische Bauhof am Freitagvormittag ans Aufräumen. Doch offenbar war die Stadt recht glimpflich davongekommen. „Ich hab eigentlich mit mehr Schäden gerechnet“, gestand Bauhofmitarbeiter Jürgen Ebel. Am Seeufer beispielsweise waren nur vereinzelte herabgestürzte Äste wegzuräumen.

Bäume leiden unter der Trockenheit

Und selbst daran hatte vermutlich die Trockenheit größeren Anteil als das Gewitter. Seit Wochen sind die Kyritzer Bauhofmitarbeiter regelmäßig mit Wasser unterwegs, um ein bisschen vom öffentlichen Grün zu retten. Ein Tankwagen mit rund 3000 Litern und ein mobiler Wasserbehälter mit weiteren 1000 Litern kommen bis zu dreimal pro Woche zum Einsatz – oft gleich mit mehreren Füllungen pro Tag. Vor allem Rabatten und die blühenden Pyramiden auf dem Marktplatz werden so am Leben erhalten.

Trotzdem bleibt Jürgen Ebel skeptisch. „Man müsste ja jeden Baum gießen.“ Für die angesichts von Urlaubszeit und krankheitsbedingten Ausfällen aktuell nur drei Bauhofmitarbeiter eine unlösbare Aufgabe. „Einige Bäume und Sträucher, vor allem die neu gepflanzten, haben sehr gelitten.“ Beispiele seien die Wittstocker Straße und auch der Bürgerpark in der Perleberger Straße. „Ich glaube nicht, dass die das alle überstehen.“

So hatte das Gewitter vom Donnerstag etwas Gutes: den Regen. Am Freitag konnte der Bauhof mal aufs Wässern verzichten und sich anderen Aufgaben zuwenden.

Von Alexander Beckmann

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