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Kyritz Stadt will Käufer fürs Gutshaus suchen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Stadt will Käufer fürs Gutshaus suchen
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16:11 28.09.2018
Die Stadt Kyritz sieht sich mit der Erhaltung des ehemaligen Drewener Gutshauses überfordert. Quelle: Alexander Beckmann
Drewen

Das Drewener Gutshaus bereitet der Stadt Kyritz Kopfzerbrechen. Die Verwaltung hatte den Stadtverordneten vorgeschlagen, für 13 000 Euro ein Sanierungskonzept erarbeiten zu lassen. Denn das Haus verfällt zusehends. Inzwischen sorgen kaputte Schornsteine und das undichte Dach für Feuchtigkeitsschäden. Die acht Wohnungen bieten nur den untersten Standard. Die Hälfte steht leer. Der Bürgerverein Drewen nutzt die ehemalige Gaststätte im Erdgeschoss und sorgt sich, wie lange das wohl noch möglich ist.

CDU plädiert für Verkauf

Ob ein Sanierungskonzept wirklich Besserung bringen kann, das stellte bei der Stadtverordnetensitzung vom Mittwoch Jürgen Freier im Namen der CDU-Fraktion in Frage: „Wir schlagen vor, die Immobilie zu verkaufen und eine alternative Begegnungsstätte für den Ortsteil zu schaffen.“

Drewens Ortsvorsteher Volker Thiele (Fraktions Kyritz Land/Grüne) drängte vor allem auf eine schnelle Lösung: „Wir befassen uns in Drewen seit zehn, zwölf Jahren mit dem Thema. Da muss endlich mal was passieren.“

„Wir haben immer nur notdürftige Reparaturen ausführen lassen“, erinnerte Bürgermeisterin Nora Görke. Nun machten sich die Schäden massiv bemerkbar.

Vorarbeit für den Investor

Einen Käufer zu suchen, hält die Bürgermeisterin für sinnvoll: „Wir sind mit dieser Immobilie überfordert.“ Auch wegen der Mietwohnungen. Zugleich präge das Haus aber das Dorfbild mit. „Vielleicht findet sich mit einem Sanierungskonzept ja jemand, der mit Leader-Förderung eine Idee für die langfristige Nutzung entwickelt.“ Aber: „Es kann auch passieren, dass uns das nicht gelingt.“

Mit dieser Unsicherheit wollte sich Volker Thiele nicht zufrieden geben: „Wie sollen wir als Ortsbeirat in Drewen das Dorfleben hochhalten, wenn wir keine Räume dafür haben? In zwei, drei Jahren ist im Gutshaus Schluss. Dann lässt sich der Saal nicht mehr nutzen.“

Thieles Fraktionskollege Andreas Lange schlug ein zweigleisiges Vorgehen vor: Die Stadt solle ein Sanierungskonzept erstellen lassen und zugleich Alternativen für eine Begegnungsstätte suchen.

Damit sah jedoch Jürgen Freier das Ansinnen der CDU nicht ganz erfüllt: Die Stadt werde die Sanierung des Gutshauses nicht leisten können. „Wozu sollen wir dann noch eine Studie erstellen lassen?“ Das Geld könne man sparen.

Mieter mit ungewisser Zukunft

Nora Görke sieht das anders: „Ich möchte erreichen, dass sich jemand des Gebäudes annimmt und auch wirklich was draus macht.“ Mit einem Haus, das nur der Geldanlage dient und verfällt, sei in Drewen niemandem geholfen.

Christina Pudimat (Die Linke) erkundigte sich nach der Zukunft der Mieter des Gutshauses bei einem Verkauf. Das konnte niemand beantworten. Nora Görke erklärte nur: „Wenn wir nichts unternehmen, wird man den Mietern auch irgendwann kündigen müssen.“

Die Stadtverordneten beschlossen, das Geld fürs Sanierungskonzept bereitzustellen und nach einer neuen Begegnungsstätte für Drewen zu suchen. Es gab eine Gegenstimme und zwei Enthaltungen.

Von Alexander Beckmann

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