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Kyritz So funktioniert der neue Hubschrauberlandeplatz in Kyritz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz So funktioniert der neue Hubschrauberlandeplatz in Kyritz
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00:22 13.10.2018
Der Ärztliche Direktor des Kyritzer Krankenhauses, Fred Gätcke, auf dem Landeplatz. Quelle: Sandra Bels
Kyritz

Christoph 39 war der erste. Seine Landung auf der Plattform über dem Kyritzer KMG-Klinikum sorgte für Aufsehen in der Stadt, wurde gefilmt und unter anderem auf Facebook diskutiert. Monatelang warteten die Kyritzer auf den ersten Anflug. Dann war es soweit, am vergangenen Sonntagmorgen gegen 8 Uhr.

„Wir haben seit dem 1. Oktober die offizielle Freigabe für den Platz“, so der Ärztliche Direktor des Kyritzer Krankenhauses, Fred Gätcke. Anschließend wurden die Leitstellen und die Standorte der Hubschrauber darüber informiert. Die Plattform kann Tag und Nacht angeflogen werden.

Nachts weisen Landefeuer den Weg

Tagsüber ist schon von weitem das große H auf dem Boden zu sehen. Nachts weisen so genannte Landefeuer dem Piloten den Weg. Christoph 39, der in Perleberg stationiert ist, und zur ADAC-Luftrettung gehört, darf jedoch nur wenn es hell ist fliegen.

Anders ist es bei den Hubschraubern aus Berlin, Neustrelitz oder Rostock. „Sie haben auch eine Nachtflugerlaubnis“, so Gätcke. Ansonsten dürften den Platz alle gängigen Hubschraubertypen ansteuern. „Es gibt da keine Einschränkungen“, sagt der Ärztliche Direktor. Die Leitstelle in Potsdam koordiniert und steuert die Einsätze der Hubschrauber. Der Platz hat eine internationale Zulassung.

Ohne Zwischenstopp zur Behandlung

Das Kyritzer Krankenhaus hat für seine Patienten nun einen entscheidenden Vorteil gegenüber früher zu bieten. „Patienten können ohne Zwischenstopp zur Behandlung oder Operation gebracht werden“, so Gätcke. Das war vorher anders. Weil es keinen Landeplatz direkt am Krankenhaus, sondern nur Behelfsplätze gab, mussten die Hubschrauberpiloten entweder auf dem Sportplatz, in Heinrichsfelde auf dem Verkehrslandeplatz oder am Mehrgenerationenhaus landen.

Dann war ein Transport des Patienten mit dem Rettungswagen zum Krankenhaus unumgänglich. Dieser Schritt entfällt nun, denn die Plattform in 24 Metern Höhe über dem Haus hat eine direkte Anbindung zum Fahrstuhl. „Die Verlegungszeiten verkürzen sich dadurch erheblich und die Umlagerung fällt weg“, so Gätcke..

Ein extra Schlüssel wird gebraucht

Wer hoch oder runter will, braucht eine extra Berechtigung. In dem Falle ist es ein Schlüssel. Ist ein Anflug geplant, hat der Fahrstuhl eine Vorfahrtsberechtigung. Das heißt: Er steht den anderen Patienten nicht zur Verfügung.

Die Plattform wird videoüberwacht. Die Mitarbeiter, die oben auf dem Landeplatz Patienten annehmen und verabschieden, haben ein Höhentraining direkt auf der Plattform absolviert. „Dabei wurden alle Abläufe geübt“, sagt Fred Gätcke. Für sie gibt es außerdem detaillierte Ablaufpläne für den An- und Abflug. Darin findet sich zum Beispiel, wann welche Befeuerung eingeschaltet werden muss.

Mitarbeiter führen ein Flugbuch

Über alles wird außerdem Buch geführt. Das geschieht minutengenau. An- und Abflug werden ins Flugbuch eingetragen und wie viel Mann Besatzung an Bord sind. Maßgeblich sind des die Mitarbeiter der Rettungsstelle und der Intensivstation, die auf der Plattform Patienten abholen.

Von Sandra Bels

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