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Kyritz Tipps für die richtige Hygiene zu Hause
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Tipps für die richtige Hygiene zu Hause
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00:22 17.03.2019
Hygienefachkraft Jana Dorne (mit Tablet) und die Hygienebeauftragten der Stationen geben Tipps zur Händedesinfektion. Quelle: Sandra Bels
Kyritz

Beim Händewaschen verschwinden 20 Prozent der Bakterien. 99 Prozent sind es, wenn man sich die Hände desinfiziert. Für das Krankenhaus ist das ein Muss. Zuhause kann man es beim Waschen belassen. Das rät Jana Dorne. Sie ist Hygienefachkraft am Kyritzer KMG Klinikum und auch für das Pritzwalker Krankenhaus zuständig.

Die Krankenhäuser beteiligen sich an der Aktion „Saubere Hände“, die eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen ist.

Hygiene ist überall Thema

Jana Dorne weiß, dass Hygiene ein Thema ist, über das nicht viel gesprochen wird, obwohl man das Wort selbst mehrmals am Tag in den Mund nimmt oder sich anderweitig damit beschäftigt. „Fast jeder hat wohl diese kleinen Desinfektionsfläschchen Zuhause“, sagt Jana Dorne.

Aber nutzen sie wirklich? Muss man sein Zuhause desinfizieren, um gesund zu bleiben? Klare Antwort der Hygienefachkraft: nein. „Wer alle Keime beseitigt, provoziert Allergien und läuft Gefahr, dass das eigene Immunsystem nicht mehr auf Bakterien trainiert wird“, sagt sie.

Ein Leben ohne Bakterien sei überdies gar nicht möglich. Denn nicht jede Mikrobe macht krank. „Das machen nur die wenigsten“, so Jana Dorne. Oft würden in Berichten im Fernsehen oder in Zeitungen die Leute verunsichert.

Verschiedene Arten von Mundschutz

Im Krankenhaus werden Hygienemaßnahmen der aktuellen Bakteriensituation angepasst. Je nach Größe der Bakterien gibt es zum Beispiel verschiedene Arten von Mundschutz.

Für Zuhause gibt die Hygienefachkraft ein paar einfache Tipps. So sollte gefrorenes Fleisch stets im Kühlschrank aufgetaut werden. Dann vermehren sich die Bakterien nicht so schnell, wie außerhalb des Kühlschranks in einer wärmeren Umgebung. Außerdem rät Jana Dorne, die aufzutauenden Lebensmittel mit Folien abzudecken oder einzuwickeln.

Gemüse ins Gemüsefach

Gemüse sollte auch in dem dafür vorgesehenen Fach gelagert werden. Es ist der wärmste Ort im Kühlschrank und sorgt dafür, dass die Vitamine nicht so schnell verloren gehen. Schwämme oder Abwaschlappen sollten regelmäßig ausgetauscht werden. Sie saugen sich schnell mit Bakterien voll. „Und sie sind sehr viel unhygienischer als eine Toilette“, wie Jana Dorne erklärte.

Für den Geschirrspüler empfiehlt sie, die Sprüharme regelmäßig zu reinigen und von hängengebliebenen Essensresten zu befreien. Die Waschmaschine sollte im Ruhezustand offen stehen bleiben. Und für das Schneiden von Fleisch sind Holzbretter besser geeignet als welche aus Plaste.

Kartenspiel für die Handhygiene

Jana Dorne weiß, dass Hygiene ein trockenes Thema ist. Deshalb hat sie vor ein paar Jahren für die Ausbildung ein Kartenspiel zur Handhygiene entwickelt. Sie hat gemerkt, dass sich die Informationen durch das Spielen besser einprägen. Von den Kartenspielen sind 2000 Exemplare gedruckt worden. Es gibt sie auch in der Schweiz und in Österreich.

Jana Dorne arbeitet seit 2004 als Hygienefachkraft im Krankenhaus. Sie hält den Kontakt zu den Hygienebeauftragten. Davon gibt es ein oder zwei auf jeder Station. Sie werden regelmäßig geschult. Darüber hinaus haben aber auch alle anderen Bereiche des Krankenhauses eine Schnittstelle zur Hygiene. Dazu gehören auch die Haustechnik und die Küche.

Von Sandra Bels

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