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Im Prignitzer Aufwind

Segelflieger aus Hameln beim Trainingslager in Heinrichsfelde Im Prignitzer Aufwind

Vielen Landwirten fehlt inzwischen Wasser in der Landschaft und Hobbygärtnern geht es kaum anders. Es gibt aber Menschen, für die wird die Prignitz gerade wegen ihrer klimatischen Bedingungen interessant.

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Ihre Flugzeuge bringen die Besucher auf Anhängern mit.

Heinrichsfelde. Seit 15 Jahren kommen Segelflieger aus Hameln im Weserbergland (Niedersachsen) zum Training in die Region. Am Sonnabend trafen wieder etwa 20 von ihnen auf dem Heinrichsfelder Flugplatz ein. Heinz Löffler führte die Gruppe des Luftsportvereins Hameln an. Für ihn steht außer Frage, dass sich die fünf- bis sechsstündige Anreise jedes Mal lohnt. „Die Gastfreundschaft der Kyritzer“ nennt er als wichtigsten Grund dafür. Sein Verein pflegt seit mindestens anderthalb Jahrzehnten partnerschaftliche Beziehungen zum Flugsport-Club Kyritz. Zudem stimme die Infrastruktur in Heinchsfelde. Gleich am Flugfeld haben die Hamelner ein weitläufiges Areal für ihre Zelte und die Anhänger mit den sechs Flugzeugen. Sanitäranlagen sind in der Nähe und sogar Strom ist verfügbar – die Gäste haben ihre eigene Küchenausrüstung mitgebracht – auch wenn sich der Anschlusskasten am Sonnabend erst einmal tüchtig sperrte.

Zelten und natürlich Fliegen auf dem Heinrichsfelder Flugplatz: Seit rund 15 Jahren nehmen Hamelner Segelflieger dafür weite Wege auf sich.

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Vor allem aber geht es Heinz Löffler und seinen vorwiegend jugendlichen Mitstreitern ums Fliegen. „Der trockene märkische Sandboden fördert die Thermik. Die klimatischen Bedingungen sind hier günstiger für das Segelfliegen als bei uns.“ Löffler Erfahrung: „Überm ehemaligen Bombodrom ist eine Hammerthermik.“ Und auch die Weiträumigkeit der Landschaft sei gerade für junge angehende Piloten ein nicht zu unterschätzender Vorteil: Einen sicheren Platz für eventuelle Außenlandungen abseits des Rollfeldes finden sie in der Prignitz viel eher als in der heimischen Mittelgebirgslandschaft.

Die Ausbildung der jungen durch die erfahrenen Segelflieger wird bei den Hamelnern in den nächsten zwei Wochen im Vordergrund stehen. Sie werden sich im Streckenflug üben und in Starts und Landungen auf einem fremden Flugplatz. „Das gehört zur Pilotenausbildung“, erklärt Löffler.

Bereits gestern gingen sie erstmals in die Luft – nachdem das „Wetter eingeholt“ war (die Wetterprognose ausgewertet), die Flugzeuge nach dem Transport wieder flugfertig gemacht waren und die Flugbesprechung erfolgt war. Es herrschten ideale Bedingungen – fast: Ein paar Wolken hätten sich die Hamelner schon gewünscht. An ihnen erkennt der Segelflieger, wo warme Luft aufsteigt und das Flugzeug nach oben trägt. Und auf solche Hilfe der Natur kann auch der erfahrenste Pilot nie ganz verzichten.

Von Alexander Beckmann

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