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Kyritz Keine neue Haltestelle im Dorf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Keine neue Haltestelle im Dorf
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00:21 08.07.2018
Auslöser war die Situation an der Kreisstraße: reger Verkehr und ein fehlendes Wartehäuschen. Quelle: Beckmann
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Berlitt

Der Berlitter Ortsvorsteher Harald Backhaus gesteht sein Scheitern ein: Die Idee, zusätzlich zur Bushaltestelle an der Kreisstraße eine weitere direkt im Dorf zu installieren, stieß bei einer Einwohnerversammlung am Mittwoch auf überwiegende Ablehnung.

Der Vorschlag an sich entstand bereits vor Monaten. Anlass war das fehlende Wartehäuschen an der Kreisstraße in Richtung Barenthin und Breddin. Die Haltestelle dort wird vor allem von Schulkindern genutzt.

Wetterschutz aus Kyritz sollte umgesiedelt werden

Die Kinder sollten nicht länger im Regen stehen, dachte sich Ortsvorsteher Backhaus. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung in Kyritz entstand der Gedanke, einen Wetterschutz vom ehemaligen Kyritzer Busbahnhof nach Berlitt umzusiedeln und dort zu montieren.

Bei entsprechenden Absprachen mit der Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft (ORP) wurde der Faden aber noch weiter gesponnen: Warum sollten die Busse nicht gleich durchs Dorf fahren – am einen Ende hinein und am anderen heraus? Dann ließe sich dort eine Haltestelle einrichten – fernab vom recht regen Verkehr auf der teils unübersichtlichen Kreisstraße. Zugleich hätten viele Berlitter einen kürzeren Weg bis zum Bus.

Ortsvorsteher war anfänglich zuversichtlich

Anfang Mai, als die MAZ darüber berichtete, war Harald Backhaus noch zuversichtlich, das Vorhaben bald in die Tat umsetzen zu können. Doch es gab Widerspruch.

Viele Berlitter halten offensichtlich wenig von der Idee, dass Linienbusse durch ihr Dorf fahren. Sie halten die Fahrzeuge für ein Risiko. Eine Unterschriftensammlung verlieh dieser Auffassung Nachdruck, die auch die Diskussion bei der Einwohnerversammlung am Mittwoch bestimmte.

Keiner der Befürworter war beim Treffen dabei

„Leider war keiner der Befürworter mit dabei“, bedauert Harald Backhaus. Es wäre natürlich schön gewesen, wenn die Eltern, die ihre Kinder nicht mehr da hoch schicken wollen, mit dazugekommen wären. Und gibt sich geschlagen.

Nach wie vor bestehe also die Aufgabe, die Verkehrssicherheit an den Haltestellen an der Kreisstraße zu erhöhen – vielleicht durch einen Zebrastreifen. Kurzfristig sei der aber in Sicht. „Das liegt nicht in der Macht der Stadtverwaltung.“ Dazu müsse der Landkreis tätig werden.

Risiko: Kreuzung würde noch unübersichtlicher werden

Auch für einen zusätzlichen Wetterschutz an der vorhandenen Haltestelle „Berlitt Kreuzung“ stehen die Chancen nach Auffassung des Ortsvorstehers eher schlecht. Zum einen lehne der Eigentümer des benachbarten Hauses so einen Bau direkt an seinem Gartenzaun ab. Zum anderen würde das Häuschen die Kreuzung noch unübersichtlicher machen, als sie es jetzt schon ist.

Von Alexander Beckmann

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