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Kyritz Museum soll ein begehbares Exponat sein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Museum soll ein begehbares Exponat sein
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00:21 14.03.2019
Museumskuratorin Susan Hoyer stellt ihr Konzept für den Klausurflügel des früheren Franziskanerklosters erstmals öffentlich vor. Quelle: Sandra Bels
Kyritz

Susan Hoyer sieht das künftige Museum in Kyritz als begehbares Exponat. Zwei große Themenkomplexe will sie präsentieren, zum einen die Baugeschichte des Franziskanerklosters und zum anderen die Persönlichkeiten der Stadt.

Stationen für die Besucher

Alles wird verteilt auf das Erd- und das Obergeschoss. „Wir wollen aber nicht nur Texte an der Wand haben, sondern Stationen anbieten, bei denen die Besucher aktiv mitmachen können. Susan Hoyer denkt zum Beispiel an eine Duftstation, an der man sich durch die Zeiten schnuppert oder einen Baukasten für das Kloster. Es soll auch einen Verkleideraum geben, in dem die Besucher in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen können.

Darüber hinaus plant sie, die Sammlung des Kyritzer Pharmazie-Rats Guntram Peter – er stellt sie dem Museum zur Verfügung – teilweise mit einzubeziehen. So könnte eine Station entstehen, an der die Besucher Salben rühren können.

Erste öffentliche Vorstellung

Die Museumskuratorin hat ihr Konzept erstmals öffentlich der ArbeitsgemeinschaftKlosterviertel“ vorgestellt und dafür nicht nur Zustimmung bekommen. Heike Grüttner zum Beispiel ist der Meinung, dass die Stadtgeschichte schon ausreichend vom Heimatverein repräsentiert wird.

„Wir sollten uns lieber punktuell auf bestimmte Themen konzentrieren“, sagt sie und ergänzt, dass ihr das Vorgestellte zu viel ist. Außerdem sieht sie den Heimatverein in dem Konzept unterrepräsentiert. Sie schlug vor, den Heimatverein im Erdgeschoss anzusiedeln. „Er hat schließlich schon einen großen Fundus angesammelt“, so Heike Grüttner. Im oberen Bereich könnte ihrer Meinung nach die Museumspädagogik aufgebaut werden.

Heimatverein fühlt sich unterrepräsentiert

„Ich finde mich als Mitglied des Heimatvereins hier nicht wieder“, sagte auch Tino Kornführer. Er wollte außerdem wissen, wie das Museum nach der Eröffnung mit Leben erfüllt werden soll. Susan Hoyer stellt sich dafür unter anderem ein Begleitprogramm vor, dass das Haus in anderen Blickwinkeln erscheinen lässt. Zudem sollten die Schülerprojekte feste Plätze in den Räumen bekommen.

Bürgermeisterin Nora Görke ist der Meinung, dass das Museum nicht wie in Wusterhausen ein fertiges Museum sein wird. „Es wird sich immer wieder verändern“, sagt sie. Vor allem deshalb, weil der Schwerpunkt auf der Museumspädagogik liegt.

Konzept ist Diskussionsgrundlage

Über die Umsetzung müsse in den nächsten Schritten gesprochen werden. Das Konzept sieht sie als Diskussionsgrundlage. Zum Thema Heimatverein sagt sie, dass die Stadt auf seine Mitwirkung angewiesen ist. Derzeit gehe es aber nur um das Raumkonzept.

Werner John gefallen die angedachten Mitmachstationen. „Kinder müssen eine Beschäftigung haben, sonst wird es ihnen schnell langweilig“, sagt er. Für den Eingangsbereich regt er zusätzlich zu dem von Susan Hoyer vorgeschlagenen Stadtmodell eine Tafel mit den Bürgermeistern der Stadt an.

Das Konzept steht am Montagabend erneut im Wirtschaftsausschuss der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung.

Von Sandra Bels

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