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Kyritz Millionen für Kloster und Diercke-Schule
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Millionen für Kloster und Diercke-Schule
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14:24 30.11.2018
Vor allem rund um die alte Brennerei im Kyritzer Klosterviertel soll es im kommenden Jahr Fortschritte geben. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Die Stadt Kyritz wird im nächsten Jahr voraussichtlich so viel Geld ausgeben wie nie zuvor. Einstimmig beschlossen die Stadtverordneten am Mittwoch den Haushalt für 2019. Dazu erklärte Kämmerer Michael Köhn: „Auch dieser Haushalt hat einen neuen Spitzenwert beim Umfang erreicht.“ Es geht um gut 18 Millionen. „Vor zehn Jahren lag das Volumen noch bei zwölf Millionen Euro.“

Zudem werden die Ausgaben die Einnahmen leicht übersteigen. Der Plan nennt ein Defizit von rund 46.000 Euro. Immerhin so geht Michael Köhn davon aus, das Kyritz in den Folgejahren wieder mehr einnimmt als ausgibt.

Die Stadt plant für 2019 Investitionen von etwa 6,8 Millionen Euro, die nur zu gut einem Drittel aus der Stadtkasse kommen werden.

Die Carl-Diercke-Schule wird weiter saniert

Größte Vorhaben sind das Klosterviertel (Brennerei, Klausurflügel, Klosterstraße und das Haus Bach-Straße 8) mit rund zwei Millionen Euro, die weitere Sanierung der Carl-Diercke-Schule mit rund 890.000 Euro und das neue Nachbarschaftshaus an der Kita „Kunterbunt) mit 720.000 Euro.

Weitere Vorhaben betreffen unter anderem die Sanierung der Straße der Jugend, die Gestaltung von Freiflächen in Kyritz West und die des Seeufers, den Fußgängerübergang am Bahnhof, das Vereinshaus auf dem Sportplatz Seestraße und die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeugs.

Arbeiten am Gemeindehaus in Teetz

Ebenso im Plan sind beispielsweise Arbeiten am Gemeindehaus Teetz, eine Toilette für das Borker Backhaus, Vorbereitungen für ein neues Gemeindehaus in Mechow oder eine Straßenbeleuchtung für Wilhelmsgrille.

So weit so gut. Die Stadtverwaltung warnt allerdings davor, den Haushalt immer weiter aufzublähen, und rät dazu, Handlungsschwerpunkte zu setzen.

Georg Saldit (CDU) äußerte seine Besorgnis über die Verbindlichkeiten der Stadt. Durch bevorstehende Kreditaufnahmen wird der Zinsaufwand bis 2022 voraussichtlich steigen – auf über 72.000 Euro jährlich.

Sechs hauptamtliche Feuerwehrleute?

Für Diskussion sorgte ein anderer Posten. Die mittelfristige Finanzplanung erwähnt für 2022 die „Einstellung von 6 hauptamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehr“. Auf Nachfrage erklärte Amtsleiterin Veronika Lausch dieses Vorhaben mit der stetig sinkenden Zahl aktiver Feuerwehrleute. Waren es 2008 noch 180 so sind es aktuell nur noch 80. „Jedes Jahr gehen uns zehn Kameraden verloren“, bestätigte Stadtwehrführer Meinhard Giese. „Wir versuchen das zu kompensieren, aber das gelingt nicht mehr“, sagte Veronika Lausch. „Daher haben wir überlegt, auch hauptamtliche Kameraden einzustellen.“

Torsten Gerloff (Fraktion Kyritz Land/Grüne) zweifelte am Nutzen dieses Plans, der jährlich rund 180.000 Euro kosten würde. „Für das Geld könnten wir auch mal über eine bezahlte Blockausbildung für die freiwilligen Feuerwehrleute nachdenken.“

Von Alexander Beckmann

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