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Kyritz Auszeichnung für die Waldwerkstatt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Auszeichnung für die Waldwerkstatt
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13:29 13.09.2018
Landrat Ralf Reinhardt (r.) überreichte Stefan Lehmann die Urkunde und den Baum als Symbol für die Auszeichnung. Quelle: Sandra Bels
Kyritz

Landrat Ralf Reinhardt hat am Donnerstag gezeigt, dass er mit einer Säge umgehen kann. In der Waldwerkstatt des Vereins „Stattwerke“ auf dem Gelände des Kyritzer Ferienzentrums sägte er einen kleinen Hahn zurecht und gab ihm anschließend mit Wachsmalstiften ein Gesicht. Reinhardt war Gast der Waldwerkstatt, weil er sie als offizielles Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet hat.

Der Landrat ist der Meinung, dass die Waldwerkstatt genau das richtige Projekt für eine solche Auszeichnung ist. Sie zeigt, was man täglich in der Natur erleben kann, erklärt Zusammenhänge, strukturiert den Alltag und bietet den Besuchern eine Beschäftigung mit dem wirklichen Umfeld. Beim Rundgang über das Gelände sah Reinhardt seine Worte bestätigt.

Unterschiedliche Themenbereiche

In der Waldwerkstatt gibt es die unterschiedlichsten Themenbereiche von der Holzbearbeitung, über das Gewächshaus und die Hochbeete bis hin zu den Experimenten rund um die Natur. Welche Projekte möglich sind, das erklärte Werkstattleiter Stefan Lehmann. Er hatte die unterschiedlichsten Dinge zusammengetragen. Mikroskope gehörten dazu, aber auch Experimentierkoffer und Bücher.

Ralf Reinhardt probierte sich an der Säge aus. Quelle: Sandra Bels

„Wir kümmern uns um alles, was mit Ökologie zusammen hängt“, so Lehmann. Er und seine pädagogische Mitarbeiterin Britta Grundmann begleiten Kitagruppen, aber auch Erwachsene. Sie vermitteln Wissen und Zusammenhänge in den Bereichen Umweltschutz, biologische Vielfalt, erneuerbare Energien, Gesundheit, Ernährung, Naturgeschichte, nachhaltiger Konsum, Klima und globale Erwärmung, Mobilität, Ressourcenschutz, ökologisches Bauen, nachhaltige Stadtentwicklung und „Grüne Berufsbilder“.

Eine Lerngruppe kommt jeden Freitag

Eine spezielle Lerngruppe kommt zum Beispiel jeden Freitag in die Waldwerkstatt. „Diese Schüler der Carl-Diercke-Schule werden spezifisch gefördert, damit sie sich nicht zu Schulverweigerern entwickeln“, erklärt Tatjana Fesenko, Geschäftsführerin des Vereins „Stattwerke“. Es sei in der Waldwerkstatt aber auch schon eine Gruppe mit zehn Flüchtlingen zu Nachhaltigkeitsreferenten ausgebildet worden.

Gut 1600 Teilnehmer wurden im vergangenen Jahr in der Waldwerkstatt gezählt. Sie kamen nicht nur aus dem Altkreis Kyritz, sondern auch aus dem Berliner Raum oder Wittstock. Oftmals wollen Gruppen auch auf dem Gelände übernachten, was derzeit noch nicht möglich ist.“es gibt aber einen Beschluss der Stadtverordneten, nachdem ein Konzept für die langfristige Nutzung des Geländes erarbeitet werden soll“, sagte Bürgermeisterin Nora Görke bei der Übergabe der Auszeichnung.

Die wird vorbildlichen Projekten für eine Dauer von zwei Jahren verliehen, die mit ihren Aktivitäten auf die Chancen aufmerksam machen, die Natur und die biologische Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt bieten. Reinhardt sagt: „Die Auszeichnung ist eine gute Anerkennung und Wertschätzung der Arbeit der Waldwerkstatt.“

Von Sandra Bels

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