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Kyritz Löschflugzeuge wieder im Gespräch
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Löschflugzeuge wieder im Gespräch
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17:35 30.07.2018
Die roten Maschinen waren jahrelang so etwas wie das Aushängeschild des Heinrichsfelder Flugplatzes. Quelle: Archivfoto: Hans-Werner Thormann
Heinrichsfelde

Kyritz fand dieser Tage gleich mehrfach Erwähnung in regionalen und überregionalen Medien. Anlass war die Berichterstattung über die Waldbrände in Brandenburg und die damit verbundene Erkenntnis, dass es deutschlandweit nicht ein einziges Löschflugzeug mehr gibt. Die letzten seien bis 2014 in Heinrichsfelde stationiert gewesen und dann mangels Nachfrage verkauft worden.

Die „Waldbrandstaffel“ war mit ihren roten Maschinen lange Zeit so etwas wie ein Wahrzeichen des Luftverkehrsgeländes nahe Kyritz. Betrieben wurde sie zuletzt vom in Heinrichsfelde ansässigen Unternehmen FSB Air Service – neben der Agrarfliegerei und weiteren luftgestützten Angeboten.

Agrarflug seit 1957

Die Wurzeln des Betriebes reichen über 60 Jahre zurück. 1957 starteten erstmals Agrarflugzeuge vom Heinrichsfelder Flugfeld. „Flug-Feld“ ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen: Viel mehr als eine große, ebene Wiese gab es damals an dem Standort kaum.

Erst die weitere Entwicklung des Agrarfluges schuf die Grundlagen für den heutigen Verkehrslandeplatz: Anfang der 1960er Jahre wurden ein Hangar und ein Sozialgebäude errichtet. In den 1970ern arbeiteten zeitweise über 100 Menschen für den Agrarflug von der Ostsee bis ins Erzgebirge. Die Flugzeuge tschechischer und polnischer Bauart bewährten sich nicht nur beim Ausbringen von Dünger oder Pflanzenschutzmitteln, sondern kamen bei Bedarf auch über Flächenbränden zum Einsatz.

Fortsetzung privat

Auf das Ende der DDR folgte die privatwirtschaftliche Umstrukturierung. Während der Flugplatz von einem Unternehmen der Stadt Kyritz betrieben wurde, übernahm 1993 FSB Air Service die einstigen Interflug-Agrarmaschinen. „In der Nachwendezeit hatten wir noch über ein Dutzend Flugzeuge“, erinnert sich Bernhard Schulz, der als Mechaniker bis heute auf dem Heinrichsfelder Verkehrslandeplatz arbeitet.

Nach wie vor waren die Maschinen für die Landwirtschaft unterwegs – sogar europaweit. Im Auftrag des Landes Brandenburg hielt man zudem eine kleine Flotte von Flugzeugen speziell für die Brandbekämpfung vor. „Das Land hat bezahlt“, berichtet Bernhard Schulz. Auch ohne Einsatz fielen ja Kosten für Wartung oder Versicherung an.

Das Ende der Löschflüge

Das war dann wohl der Grund dafür, dass das Land Brandenburg den Vertrag mit FSB Air Service schließlich beendete. Für den gelegentlichen Bedarf erschien der Aufwand zu hoch. Das Unternehmen wurde irgendwann zahlungsunfähig. Die letzten roten Löschflugzeuge gingen 2014 ins Ausland.

Ob es nun angesichts zunehmend extremer Wetterlagen an der Zeit ist, wieder über die Anschaffung von Löschflugzeugen nachzudenken, wird kontrovers diskutiert.

„Auch Brandenburg braucht Löschflugzeuge“, twittert der Neuruppiner CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke. Experten von Feuerwehr und Forstwirtschaft hingegen verweisen auf die bisherige gute Zusammenarbeit mit den Hubschraubern der Bundeswehr und messen der Vorbeugung die größte Bedeutung bei.

Von Alexander Beckmann

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