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Kyritz Mehr Bauland im Wohngebiet „Alt & Jung“
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Mehr Bauland im Wohngebiet „Alt & Jung“
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17:07 08.11.2018
Die derzeit als Sackgasse endende Stauffenbergstraße soll an die Seestraße angebunden werden. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Kyritz soll neues Bauland ­bekommen – speziell für Eigenheime. Der Vorsitzende des Bauausschusses der ­Kyritzer Stadtverordnetenversammlung Hans-Jürgen Päzolt (CDU) hatte schon im Sommer 2017 konstatiert: „Es ist so, dass die verfügbaren Baugrundstücke nahezu zugebaut sind.“

Klar war aber auch, dass es im Bereich des Wohngebietes „Alt und Jung“ durchaus noch ungenutzte Flächen im kommunalen Besitz gibt. Ihrer Bebauung stehen vor allem rechtliche Gründe entgegen.

Aktuelle Regelung über 20 Jahre alt

Als die Stadt Kyritz nämlich Anfang der 90er Jahre die Bebauung des Wohngebietes plante, ging man noch von anderen Voraussetzungen aus. Ein Teil der Flächen entlang der Seestraße wurde als sogenanntes Mischgebiet eingestuft. Es sollte Platz für das Wohnen und für Gewerbeansiedlungen bieten.

Bis etwa zur Jahrtausendwende tat sich in beiderlei Hinsicht wenig. Mit der steigenden Nachfrage nach Grundstücken für Eigenheime wurde dann aber doch ein Teil der etwa drei Hektar großen Fläche rund um die Straße Am Birkenwäldchen mit Wohnhäusern bebaut. Die restlichen etwa zwei Drittel liegen brach. Denn laut Plan sind sie der gewerblichen Nutzung vorbehalten. Nur wenn der Plan geändert wird, können auch dort Wohnhäuser gebaut werden.

Rechtliche Grundlage für die Nutzung

Das Änderungsverfahren ist inzwischen auf dem Weg. Den Stadtverordneten liegt jetzt ein entsprechender Entwurf vor. Er soll Baurecht für weitere mindestens 16 Eigenheime und die dazugehörigen Erschließungsanlagen schaffen.

Der Entwurf sieht zwischen Seestraße und Birkenwäldchen, Stauffenbergstraße und Eichenweg ausschließlich Einfamilienhäuser auf insgesamt 14.700 Quadratmetern vor – mit einer Ausnahme: an der Stauffenbergstraße soll ein Areal für betreutes Wohnen bereitgestellt werden. Zugleich heißt es im Planentwurf aber auch: „Insoweit sich jedoch kein Investor für diese Fläche interessieren sollte, kann diese zirka 3250 große Fläche auch in vier Einfamilienhausgrundstücke aufgeteilt werden.“

Zur Erschließung des neuen Baugebietes plant man, die Stauffenbergstraße bis an die Seestraße heran zu verlängern. Die neu entstehende Zufahrt, so die Hoffnung, würde vor allem die Karl-Liebknecht-Straße entlasten.

Weitere Flächen in Wartestellung

Der Bauausschuss hat dem Entwurf für die Änderung des Bebauungsplanes bereits seine einmütige Empfehlung erteilt. Am kommenden Dienstag, dem 13. November, befasst sich ab 18.30 Uhr der Hauptausschuss mit der Thematik. Falls Ende November die Stadtverordneten zustimmen, werden die Unterlagen öffentlich ausgelegt, um im Anschluss als rechtlich wirksam erklärt zu werden.

Die Stadt Kyritz lässt sich das ganze Verfahren rund 60.000 Euro kosten, wird mit dem Verkauf der Baugrundstücke aber auch Einnahmen erzielen. Falls die Nachfrage nach Bauland weiter anhält, käme auch noch das etwa vier Hektar große Areal zwischen Eichenweg und Sportplatz in Frage. Auch dafür wäre ein veränderter Bebauungsplan notwendig.

Von Alexander Beckmann

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