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Kyritz Immer mehr Kinder in Kyritzer Grundschule
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Immer mehr Kinder in Kyritzer Grundschule
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16:01 27.06.2018
An der Kyritzer Goethe-Grundschule werden immer mehr Kinder unterrichtet. Quelle: Sandra Bels
Kyritz

Die Zahl der Grundschüler in Kyritz nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Der Leiter der Goethe-Grundschule Holger Wichert rechnet damit, dass an seiner Einrichtung im kommenden Schuljahr rund 425 Mädchen und Jungen unterrichtet werden. Derzeit seien es 395.

Zwar werden jetzt 44 Sechstklässler die Schule verlassen, jedoch erwartet man zu Schuljahresbeginn etwa 80 Neuzugänge. Ganz exakt stehen die Zahlen laut Holger Wichert noch nicht fest. „Was ich genau sagen kann: Ich hab im nächsten Schuljahr eine Klasse mehr.“

Das Gebäude der Goethe-Grundschule in der Holzhausener Straße wurde seit Jahren aufwendig saniert. Quelle: Sandra Bels

Ausschlaggebend für diesen Trend sei die Bevölkerungsentwicklung in der Stadt, sagt die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke. „Wir haben feststellen können, dass wir einen Einwohnerzuwachs haben. Das sind vor allem junge Familien.“ Hinzu komme der Zuzug von Flüchtlingsfamilien der vergangenen Jahre. In der Grundschule werden derzeit 30 bis 35 Flüchtlingskinder unterrichtet.

All dies lasse die Frage aufkommen, ob die Kapazität der Grundschule noch ausreicht, sagt die Bürgermeisterin. Schulleiter Holger Wichert geht davon aus und äußerte sich kürzlich auch im Bildungsausschuss der Stadtverordneten entsprechend. Noch seien die räumlichen Voraussetzungen im Schulhaus in der Holzhausener Straße geben. Wenn der Trend allerdings anhalte, müsse über einen Ausbau nachgedacht werden.

Die Klassenstärke beträgt bis zu 28 Kinder

In jedem Fall wolle man es vermeiden, einzelne Klassen an andere Standorte „auszulagern“, betont der Ausschussvorsitzende Peter Bittermann (SPD).

Die Klassenstärke betrage derzeit bis zu 27 oder 28 Kinder, berichtet der Schulleiter. Mehr gäben die Zimmer im Schulhaus auch gar nicht her. Personell sei der Unterricht im neuen Schuljahr abgesichert, versichert Holger Wichert. „Mit Lehrernachwuchs sieht es in unserem ländlichen Raum nicht so gut aus. Aber im Moment bin ich noch ganz zufrieden.“

Bürgermeisterin Nora Görke geht davon aus, dass die wachsende Zahl an Kindern die Kommunalpolitik weiter beschäftigen wird – sowohl im Schul- als auch im Kita-Bereich. Voraussichtlich müssten die Einrichtungen auf absehbare Zeit an ihren Kapazitätsgrenzen arbeiten. „Auf den Zuwachs schnell zu reagieren, ist eben nicht ganz einfach.“

Entwicklung entgegen aller Prognosen

Noch in den 90er Jahren waren Kindereinrichtungen angesichts sinkender Nachfrage reihenweise geschlossen worden. Inzwischen geht die Entwicklung entgegen aller Prognosen genau in die andere Richtung. „Schrumpfen ist schmerzhaft, Wachsen aber auch“, schätzt die Bürgermeisterin ein.

Peter Bittermann berichtete in dem Zusammenhang von noch einer Anregung aus dem Ausschuss: „Warum könnten nicht auch hiesige Unternehmen Kindereinrichtungen schaffen?“ Die Idee wurde schon vor Jahren geäußert, ohne allerdings in der Wirtschaft auf Resonanz zu stoßen.

Von Alexander Beckmann

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