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Kyritz Rockmusik mit einem Fünkchen Hoffnung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Rockmusik mit einem Fünkchen Hoffnung
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14:39 14.02.2019
Gruppenfoto mit der Kyritzer Untersee-Insel im Hintergrund: Die Band „Modicum of Hope“ besteht aus fünf Leuten, davon drei aus Kyritz und einer aus Dömitz bei Lenzen. Quelle: privat
Kyritz/Rostock

Wenn alles klappt, steht Ende dieses Jahres das erste Album von „Modicum of Hope“, anschließend erscheint ein neues Video, und die Promo-Tour startet. Wenn! Aber sie sind ja stets guter Hoffnung, und sei es am Ende sogar nur „Ein Fünkchen Hoffnung“, wie der Bandname übersetzt lautet.

„Das macht uns wirklich aus, dieses Fünkchen Hoffnung“, erklärt Frontfrau Victoria „Vicky“ Müller. So hatten sie es vorigen Herbst nach der erfolgreichen Vorrunde in Rostock auch bis zum Regionalfinalsieg des „SPH-Bandcontests“ in Hamburg geschafft. Mit mehr als 1000 teilnehmenden Bands und 500 Konzerten pro Jahr ist es einer der größten Nachwuchswettbewerbe Europas.

Doch die nächste Stufe, die im November folgte, musste ausfallen. „Ich war ja schon im 7. Monat schwanger“, erzählt Vicky, die ihren Nachwuchs dieser Tage erwartet: „Wir holen das nun also ein Jahr später nach.“

Die Albumproduktion will erstmal finanziert sein

Ziel sei es laut der 32-Jährigen am Ende ja auch, das nötige Kleingeld für die Albumproduktion zusammenzubekommen. So ein Wettbewerb helfe da ungemein. Und auch sogenanntes Crowdfunding wollen sie demnächst setzen.

Ein Teil der Fangemeinde aus Ostprignitz-Ruppin fuhr den Bandmitgliedern hinterher, als sie beim Contest in Hamburg antraten. Quelle: privat

Dass „Modicum of Hope“ eine Rostocker Band sind, war Zufall. Denn Vicky und Gitarrist Felix Sabionski kennen sich eigentlich aus Kyritz. Dort traten sie mal beim Stadtfest auf, mal am Rande des Bootskorsos, coverten dabei bekannte Lieder, brachten jedes Mal aber auch einen weiteren neuen Song aus der eigenen Hand mit.

Kyritzer trafen sich in Rostock wieder

Nachdem die Sängerin ihr Lehramtsstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock beendete, wo sie nun auch als Musiklehrerin an einer Grundschule arbeitet, folgte ihr nicht nur der jüngere Felix als Student dorthin, sondern auch dessen Freund Nils Machatzki aus dem Kyritzer Dorf Gantikow – der Bassist. Beide spielten einst gemeinsam schon in der Kyritzer Schulband „6th O“.

Im Zeichen des Ankers: Ihn nehmen sie in Form eines Schildes mit auf die Bühne. Manchmal tragen sie auch Kleidung mit Anker-Motiv, wie hier Victoria. Quelle: privat

Victoria Müller: „Als wir 2017 im Tonstudio waren, nahmen wir uns eine Zweitstimme dazu. Das war Franki, damals schon mein bester Freund. Er sang auch auf meiner Hochzeit, ist also sowas wie der Sänger meines Vertrauens.“

Gemeint ist Frank Hoffmann. Er kommt aus Dömitz (Mecklenburg-Vorpommern) bei Lenzen, und lebt jetzt mit seiner Frau bei Lübeck. „Wir kennen uns seit einem Kirchenmusical, dass es mal in der Prignitz gab.“ Für die Proben fährt er regelmäßig nach Rostock.

„Als wir dann einen Schlagzeuger suchten, stießen wir auf Norbert. Das war ein echter Glücksgriff“, erinnert sich Victoria Müller. Norbert Böhme hat in Osnabrück Jazz studiert und kam einst der Liebe wegen nach Rostock.

Bandmitglieder in jeweils unterschiedlichen Lebensphasen

Zusammen sind sie nun zu Fünft, und sie spielen nur noch eigene Lieder. „Wir covern nichts mehr“, sagt Vicky. Inhalte gebe es ja genug, befinden sich alle Bandmitglieder doch irgendwie in unterschiedlichen Lebensphasen. „Eine Frage ist oft auch, was uns gemeinsam beschäftigt“, so die Sängerin über die Texte: „Wir bedienen damit das Genre Rock. Okay, die Songs fangen manchmal ziemlich ruhig an, steigern sich dann aber.“

Die Band beschreibt sich so: „Melodien, die ins Ohr, und Texte, die unter die Haut gehen. Stimmen, die ans Herz gehen, und Rhythmen zum Mitgehen. Das ist Modicum of Hope. Ein Fünkchen Hoffnung, das in allen Songs mitschwingt. Das Brennen für die Musik – spürbar und mitreißend. Ein Element, das verbindet und alle Sprachen spricht.“

Kein Leben ohne Musik

Auf Musik an sich hat jeder seine eigene Sichtweise. Sängerin Vicky: „Musik ist für mich das Medium, mit dem ich mich am natürlichsten ausdrücken kann. Mit ihr bringe ich mich in ein inneres Gleichgewicht. Gleichzeitig erhoffe ich mir, dass Menschen, die unsere Musik hören, daraus Kraft schöpfen können.“

Gitarrist Felix: „Durch die Musik gebe ich meine Gefühle zum Ausdruck, in der Hoffnung, dass es Menschen gibt, die meine Musik verstehen.“

Sänger Franki: „Mich fallen lassen und Tiefgang spüren, frei werden und meiner inneren Leidenschaft Raum schenken, das ist für mich Musik. Manchmal das zum Ausdruck zu bringen, was bloße Worte nicht können, ist das Tolle am eigenen Schreiben.“

Bassist Nils: „Musik ist für mich Schwingung.“

Drummer Norbert: „Musik gibt mir Lebenskraft und viel emotionale Energie. Ohne sie könnte ich nicht überleben.“

Ein Anker als Maskottchen

Die Musik ist demnach jeweils auch ihr Anker im Leben. Und der Anker ist zugleich ihr aller „Maskottchen“. Bei Auftritten steht er mit auf der Bühne oder prangt auf T-Shirts. Als ein Hoffnungssymbol. Und sei es nur ein Fünkchen dessen.

Info: Neben Youtube, Instagram und Facebook ist die Band im Internet unter www.modicumofhope.de auch mit einer eigenen Seite präsent.

Von Matthias Anke

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