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Kyritz „Nachbarschaftshaus“ nimmt Form an
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz „Nachbarschaftshaus“ nimmt Form an
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17:10 27.09.2018
Die Kyritzer Kita „Kunterbunt“ soll auch äußerlich saniert und um einen Anbau, das „Nachbarschaftshaus“, ergänzt werden. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Einstimmig befürworteten die Kyritzer Stadtverordneten am Mittwochabend das Raumprogramm für das geplante „Nachbarschaftshaus“ an der Kita in der Werner Straße.

Vorgesehen ist demnach die Errichtung eines Anbaus, der Raum für 40 Hortplätze und die sportliche Betätigung der Kita-Kinder bietet. Außerdem soll das neue Haus die derzeit noch unter prekären Verhältnissen untergebrachte Kita-Küche aufnehmen.

Soziale Träger mit im Boot

Und schließlich will man auch noch Vereinen, Initiativen und sozialen Trägern Platz bieten, damit sie in Kyritz West wohnortnah aktiv werden können. Im Februar hatte die Stadtverwaltung potenzielle Nutzer aufgerufen, entsprechenden Bedarf mitzuteilen. Die Berlin-Brandenburgische Landjugend, das Netzwerk Gesunde Kinder, die Arbeiterwohlfahrt und die Volkssolidarität meldeten sich.

Inklusive Gemeinschaftsflächen, Nebenräumen, Büros und so weiter kam man so auf einen Flächenbedarf von etwa 1400 Quadratmetern und Baukosten von rund drei Millionen Euro.

Küche sorgt für Nachfragen

Für Nachfragen sorgte bei der Stadtverordnetensitzung die geplante vollwertige Küchenausstattung. Lars Opelka (CDU-Fraktion) wollte wissen, ob man am Standort eine Vollversorgung plane. „Ja“, bestätigte die zuständige Amtsleiterin der Stadtverwaltung Veronika Lausch. „Wir gehen von täglich 300 Essen aus: für die Kita, für Schüler der Oberschule und auch für ältere Menschen in Kyritz West.“

Da die derzeitige Kita-Küche mit städtischen Mitarbeitern besetzt ist, befürchtete Lars Opelka, dass die neue, größere Einrichtung zu Wettbewerbsverzerrungen führen könnte. Schließlich gebe es in der Stadt ja Unternehmen im Bereich der Essensversorgung.

Veronika Lausch stellte klar: „Wir wollen diese Küche natürlich nicht selbst betreiben, sondern zur Nutzung ausschreiben.“ Dabei gelte allerdings: „In allererster Linie soll sich damit die Essensversorgung für unsere Kita- und Hortkinder verbessern.“

Bauplanung ist nächster Schritt

Das Raumprogramm definiert sozusagen die Anforderungen, die der neue Anbau einmal erfüllen soll. Mit der jetzt vorliegenden Zustimmung der Stadtverordneten können sich Planer mit der baulichen Gestaltung des Hauses befassen.

Die Stadt plant, dafür einen Ideenwettbewerb auszurufen. Bis Ende nächsten Jahres sollen dann möglichst konkrete Baupläne vorliegen, so dass das Vorhaben bis 2022 realisiert werden kann.

Von Alexander Beckmann

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