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Kyritz Nora Görke gewinnt Bürgermeisterwahl haushoch
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Nora Görke gewinnt Bürgermeisterwahl haushoch
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20:40 04.11.2018
Kaum war das Ergebnis bekannt, gratulierten die Gäste bei der Wahlparty in Bluhms Hotel, darunter Landrat Ralf Reinhardt (SPD, r.) Quelle: Matthias Anke
Kyritz

Die bisherige ist auch die neue Bürgermeisterin von Kyritz. Nora Görke schaffte ihre Wiederwahl an diesem Sonntag wie schon zuletzt im Jahr 2010 im ersten Wahlgang. 69,9 Prozent aller abgegebenen Stimmen entfielen dieses Mal auf sie. „Das ist unfassbar. Ich hätte das so nie erwartet“, sagte Nora Görke der MAZ.

Insgesamt gingen 4.073 von 7.895 Wahlberechtigten zur Wahl, was also einer Beteiligung von 51,6 Prozent entspricht.

Für die CDU-Kandidatin Denise-Verena Ladewig-Hoffmann stimmten 15,5 Prozent. 14,7 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf die Linken-Kandidatin Kathrin Boleslawsky.

Im Wahlkampf immer wieder Mut gemacht

Dass der Wahlsieg der Amtsinhaberin so deutlich ausfällt, euphorisierte auch die Gäste bei der anschließenden Wahlparty in Bluhms Hotelrestaurant. Als Gratulanten erschienen neben Ostprignitz-Ruppins Landrat Ralf Reinhardt (SPD) Vertreter zahlreicher Vereine der Stadt sowie auch der Wirtschaft.

Sigrid Schumacher (l.) von den Bündnisgrünen war eine große Hilfe im Wahlkampf für Nora Görke. Quelle: Matthias Anke

An die Gäste gewandt, sagte Nora Görke mit bewegter Stimme: „Ich danke allen, die zu mir gehalten haben, die mich unterstützt haben.“

Vor allem Sigrid Schumacher von den Bündnisgrünen hob sie als eine wichtige Stütze hervor. „Wir sind durch alle Dörfer gelaufen, Sigrid hat mir immer wieder Mut gemacht und gesagt, das schaffen wir.“

Die Wiederwahl Nora Görkes wurde am Ende nicht nur begossen, sondern auch besungen: „Hoch soll sie leben“, schallte es mehrfach durch den Raum.

CDU-Steineke: „70 Prozent sind eine Ansage“

Unterdessen war die Stimmung im nur wenige Meter entfernt gelegenen Café Schröder angesichts des Ergebnisses eine völlig andere. Der CDU-Stadtverband und dessen Vorsitzende Denise-Verena Ladewig-Hoffmann hatten dort den Bundestagsabgeordneten Sebastian Steineke zu Gast. „70 Prozent sind schon eine Ansage“, bewertete er Nora Görkes Ergebnis respektvoll.

Denise-Verena Ladewig-Hoffmann sagte als Zweitplatzierte: „Ich finde, wir haben gut gekämpft, gute Argumente geliefert. Wir sagen jetzt, nach der Wahl ist vor der Wahl.“

Bei der CDU um Denise-Verena-Ladewig-Hoffmann (r.) im Café Schröder. Quelle: Matthias Anke

Ernüchternd auch die Aussagen im „Linkseck“ an der Ecke Pritz­walker /Wilsnacker Straße, wo sich das Wahlkampfteam samt Sympathisanten um Kandidatin Kathrin Boleslawsky versammelte. „Ich bin viel zu spät in den Wahlkampf eingetreten und haben diesen auch viel zu vorsichtig und zaghaft geführt“, sagte sie. Anders als bei der CDU habe sie daher ihr eigenes Abschneiden schon so erwartet.

Im „Linkseck“ nach der Bürgermeisterwahl. Quelle: André Reichel

Denise-Verena Ladewig-Hoffmann wie auch Kathrin Boleslawsky sagten zudem, beide würden den Wahlsieg Nora Görkes vollends akzeptieren, vor allem auch vor dem Hintergrund der guten Wahlbeteiligung. Diese lag nur minimal unter der aus dem Jahr 2010.

Schon 2010 alle Wahlbezirke von Nora Görke gewonnen

„Ich habe oft darüber nachgedacht, aber konnte mich dann gar nicht mehr so genau erinnern, wie das damals war. Ich war jedenfalls noch völlig unbedarft“, erzählte Nora Görke nun.

Sie setzte sich seinerzeit als Vize-Bürgermeisterin (parteilos und schon damals wie heute aufgestellt von der SPD und unterstützt von Bündnis 90/Die Grünen) gegen gleich drei Mitbewerber ebenso im ersten Wahlgang durch und sorgte schon da für eine Überraschung. Denn eine Stichwahl wurde als wahrscheinlich vorausgesagt. Doch am Ende schaffte sie 55,7 Prozent – und gewann dabei alle Wahlbezirke. Auch das gelang ihr dieses Mal wieder.

Nora Görke, die Ende Februar 2011 ihre neue Arbeit aufnehmen sollte, sagte im November 2010 dieser Zeitung: „Es ist toll, dass so viele Menschen mir ihr Vertrauen schenken. Ich werde sie nicht enttäuschen.” Dem Wahlergebnis von diesem Novembersonntag 2018 zufolge enttäuschte sie diese Mehrheit nicht. Und so wiederholt sie, die sogar etliche weitere Wähler obendrauf gewinnen konnte, jetzt: „Es ist unglaublich, wie viele Menschen mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Ich werde sie erneut nicht enttäuschen.“

Von Matthias Anke

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