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Kyritz Piraten entern die Insel im Untersee
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Piraten entern die Insel im Untersee
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00:18 06.06.2018
Beim Piratenfest auf der Kyritzer Insel konnten die Kinder Orchesterinstrumente ausprobieren. Quelle: Sandra Bels
Kyritz

„Buletten-Beats“ lagen am Freitagnachmittag in der Luft auf der Insel im Kyritzer Untersee. Raketen-Erna, die bei weitem keine Frau ist, brachte sie zu Gehör. Die Band aus Berlin besteht aus drei gut gelaunten Männern, die zusammen musizieren. Sie machen „Gören-Blues“, Gleich ihr erster Song kam bei den Kindern gut an. „Ich bin die Erdbeerprinzessin, mein Pups stinkt nach Erdbeer“, klang es von der Bühne. Später kamen noch Minou und Willi als Sängerinnen dazu.

Das Konzert bestand aus Rock, Folk, Blues und Rap. Kinderlieder? Nein, für alle war etwas dabei. Mama, Papa, Oma und Opa tanzten mit zum schnoddrigen Kreuzberger Gören-Blues mit Botschaft, die zum Nachdenken und darüber Reden anregen sollen. Es geht ums Anderssein, um Träume und eine friedliche und bunte Welt.

Insl-Team in Piratenkluft

Das Team der Gaststätte Insl hatte sich natürlich in die Piratenkluft geworfen. Passendes Geglitzer ins Gesicht geklebt und wild Schreien geübt. Die Instrumente des klingenden Museums konnten die Damen allerdings nicht übertönen. Die Musikpädagogen aus Berlin zogen die Kinder mit ihren Orchesterinstrumenten in ihren Bann. Wann darf man schon mal eine Trompete, ein Cello, Saxofon oder gar eine Geige anfassen. Meist heißt es doch eher: „Finger weg.“ Nicht bei René Gruschinski und seinen Kollegen. Alles durfte angefasst werden. Besonders beliebt waren die Trommeln und die Trompeten. Die waren auch am lautesten.

Bei René Gruschinski konnten sich die Kinder ein Luftballon-Saxofon basteln. Materialien aus dem Baumarkt lagen auf dem Tisch. Kabel- und Abflussrohre, aber auch Kabelbinder gehörten dazu. Die Enden wurden mit Schleifpapier glatt gemacht. „Bei uns geht es darum, Schwingungen zu fühlen“, erzählt Gruschinski. Auch beim Bauen solcher Instrumente und später dann beim Ausprobieren. Es war gar nicht so einfach dem Luftballon-Saxofon ein paar Töne zu entlocken.

Geige und Trompete zum Anfassen

„Oftmals haben die Kinder in unseren Projekten erstmals ein Fagott oder Geige in der Hand“, erzählt René Gruschinski. Das Musikvermittlungsprojekt gibt es seit 2002. Es arbeitet nicht mit elektronischen Instrumenten. Von Henriette Rieffel-Nwala, die auch Musikunterricht gibt, erfuhren die Kinder zum Beispiel, dass ein Geiger niemals lange Fingernägel haben darf. „Und man erkennt Geiger oder Geigerinnen immer am roten Fleck am Hals, da wo die Geige zum Spielen angesetzt wird“, so die Musikpädagogin.

Musik zum Anfassen, Ausprobieren und Erleben. Das ist das Motto des klingenden Mobils. Es gehört einem gemeinnützigen Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, so vielen Kindern und Jugendlichen wie möglich einen einfachen und direkten Zugang zu professionellen Orchesterinstrumenten zu ermöglichen.

Das Mobil ist ein bunt beklebter Bus – mit über 50 Instrumenten an Bord. Sie alle wurden mit der Fähre auf die Insel gebracht. Besucht werden neben Veranstaltungen auch Schulen, Kitas und soziale Einrichtungen. Die Stadt Kyritz ermöglichte den Besuch des Mobils und von Raketen-Erna auf der Insel.

Beim Kinderpiratenfest konnte auch getrommelt werden. Quelle: Sandra Bels

Von Sandra Bels

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