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Kyritz Landwirt will Schwäne erschießen lassen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Landwirt will Schwäne erschießen lassen
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10:00 10.01.2014
Bis zu 30 Tiere landen täglich auf dem Feld von Landwirt Fritz Grützmacher. Quelle: Alexander Beckmann
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Bückwitz

Außer seiner Werkstatt in Kyritz betreibt Kfz-Meister Fritz Grützmacher nebenerwerblich Landwirtschaft nahe seines Heimatortes Bückwitz. Auf 20 seiner 60 Hektar baut er derzeit Raps an – direkt am Ufer des Bückwitzsees. „Wir haben extra Dünger gegeben und so, damit die Saat vernünftig über den Winter kommt“, berichtet Grützmacher. Raps sei eine durchaus kostenintensive Kultur, verspreche aber auch ordentliche Erträge – immer vorausgesetzt, dass es im Sommer noch etwas zu ernten gibt.
Genau dieser Punkt bereitet Fritz Grützmacher momentan Sorgen, denn sein Acker gilt bei immer mehr Schwänen als empfehlenswerte Raststätte. Die Rapssaat lockt sowohl Gourmets als auch Vielesser. Bis zu vier Kilogramm Grün kann so ein Höckerschwan am Tag vertilgen. Und für die Nacht hat er gleich nebenan mit dem Bückwitzsee ein sicheres Plätzchen auf dem Wasser.

Der Landwirt findet das gar nicht gut, zumal er bis zu 30 Tiere auf dem Feld gezählt hat. „Der Acker war schon grün“, erzählt er. „Aber jetzt guckt immer mehr der Boden durch.“ Grützmacher fürchtet, dass das richtig ins Geld geht. Er hat für die Ernte bereits Lieferverträge abgeschlossen. Kann er die nicht erfüllen, drohen unter Umständen Vertragsstrafen. Im Internet ist er auf einen ganz ähnlichen Fall aus Niedersachsen gestoßen: „Da sprach der Landwirt von 10 000 bis 20 000 Euro Schaden.“ Inzwischen hält der Bückwitzer das für nachvollziehbar.

Und er will es den Schwänen nicht durchgehen lassen. „Am Sonnabend war ich viermal draußen und hab sie mit Blitzknallern weggescheucht.“ Mit mäßigem Erfolg: Wenig später waren die Schwäne wieder da. Grützmacher ist inzwischen davon überzeugt, dass nur schwereres Geschütz hilft. Er hat sich kundig gemacht: Höckerschwäne gelten in den meisten Bundesländern und auch in Brandenburg als jagdbares Wild – zumindest vom 1. November bis zum 20. Februar. Also hat er sich unter anderem an den örtlichen Jagdpächter gewendet und den Abschuss wenigstens einiger Vögel gefordert. Damit stieß er allerdings auf wenig Gegenliebe. „Jeder sagt mir: Oh, das ist eine sensible Angelegenheit. Keiner will’s machen.“ Grützmacher ist da weniger empfindlich, besitzt aber keine Jagderlaubnis. Er hofft nun, dass sich andere Jäger finden, die den unwillkommenen Logiergästen zu Leibe rücken.

Ob ihm das gelingt, ist unklar. Der Höckerschwan steht augenscheinlich für viele Menschen auf einer anderen Stufe als Reh, Wildschwein oder Hase, obwohl sein Bestand ausgesprochen stabil ist. Schon im Mittelalter hielt man ihn für ein besonders edles, fast schon königliches Tier. Sein Bild schmückt bis heute viele Wappen. Dessen ungeachtet werden bundesweit aber alljährlich mehrere tausend Höckerschwäne geschossen.

Von Alexander Beckmann

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