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Sie arbeiten dort, wo andere Urlaub machen

Neue Schwimmmeister in Kyritz Sie arbeiten dort, wo andere Urlaub machen

Im Kyritzer Strandbad kümmern sich drei neue Schwimmmeister um die Besucher.

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Das neue Strandbadteam (von vorne): Jessica Ritter, Klaus Niegebär und Ralph Stasch.

Quelle: Axel Knopf

Kyritz.  Sonne, Strand und viel Wasser – Jessica Ritter, Klaus Niegebär und Ralph Stasch dürften derzeit einen der schönsten Arbeitsplätze in Kyritz haben. Die drei arbeiten als Schwimmmeister im Strandbad am Untersee. Seit zwei Wochen herrscht dort Hochbetrieb. Am Montag besuchten rund 500 Gäste das Bad, am Sonntag waren es wohl um die 700. „Es ist eine gute Saison“, sagt Klaus Niegebär.

Die Schwimmmeister bilden seit Saisonbeginn das neue Team, welches sich im Strandbad um die Besucher kümmert. Jessica Ritter (19) und Ralph Stasch (46) sind gebürtige Kyritzer, Klaus Niegebär (60) kommt aus Neuruppin. „Tourismus ist mein Leben“, sagt Ralph Stasch, der schon in vielen verschiedenen Ländern gearbeitet hat, beispielsweise in Ägypten, der Türkei und in Ecuador. Erstmals ist er nun in seiner Heimatstadt tätig. Es ist eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. „Die Welt ist schön, aber ich könnte mir keinen besseren Arbeitsplatz als im Strandbad Kyritz vorstellen“, sagt er. Die Arbeit bereitet allen Spaß, hat aber auch ihre stressigen Seiten. „Als Aufsicht trägt man viel Verantwortung“, sagt Jessica Ritter. Man müsse alles genau im Blick behalten. Das gehe an die körperliche Substanz. Selbst im eigenen Urlaub ist bei ihr die Arbeit manchmal präsent. Wenn sie privat am Strand liegt, achtet sie automatisch auf die anderen Badegäste. „Das ist mir irgendwann in Fleisch und Blut übergegangen.“

Einen Notfall gab es in dieser Saison noch nicht im Kyritzer Strandbad. „Toi, toi, toi, dass das so bleibt“, sagt Klaus Niegebär. Die meisten Badbesucher kommen am Nachmittag. Unter den Gästen befinden sich viele Kinder und Jugendliche sowie Familien. Das Wasser war gestern 24 Grad warm, was für den See eine recht hohe Temperatur ist. Besonders beliebt sind die beiden Rutschen sowie die drei Sprungtürme. Wer auf den See hinausfahren möchte, der kann sich ein Tret- oder Ruderboot beziehungsweise ein Kanu ausleihen. Gerade am Wochenende erfreuen sich die Boote einer großen Beliebtheit und sind nahezu nonstop belegt.

Der Saisonstart im Strandbad, das der Kyritzer Wohnungsbaugesellschaft gehört, war am 15. Mai. Es ist täglich von 10 bis 19 Uhr, in Ausnahmefällen auch bis 20 Uhr geöffnet. Die Arbeit der Schwimmmeister beginnt indes bereits zwei Stunden vor der Öffnung des Strandbads. Morgens mähen sie beispielsweise den Rasen, führen kleine Reparaturen durch und sammeln Abfall ein. Unter den Hinterlassenschaften der Badegäste befinden sich nicht nur achtlos weggeworfene Flaschen und Eistüten, sondern auch schon mal ein Bikini. „Das ist nicht wenig Müll, der so zusammenkommt“, berichtet Ralph Stasch.

Von Axel Knopf

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