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Stadt will zerfallende Mini-Häuser retten

Sicherung für Gebäude in der Kyritzer Weberstraße Stadt will zerfallende Mini-Häuser retten

Sicherung für Gebäude in der Kyritzer Weberstraße geplant. Am Diebstag wird über die Sicherung des sich zum größten Teil im Besitz der Stadt befindlichen Gebäudeensembles der Haupt- und Finanzausschuss sprechen. Die Kommune erhält laut eines Bescheids vom 1. Juli noch in diesem Jahr 60 000 Euro. Die 100-prozentige Förderung setzt sich je zur Hälfte aus Bundes- und Landesmitteln zusammen. Ein kommunaler Anteil ist nicht nötig.

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Am Ende der Weberstraße steht die marode Häuserzeile. Gegenüber befindet sich die Klosterstraße.

Quelle: Axel Knopf

Kyritz. Für marode Kleinsthäuser in der Kyritzer Weberstraße gibt es Hoffnung: Die Stadtverwaltung schlägt vor, die Gebäude zu sichern und auch erste Sanierungsarbeiten vorzunehmen. Möglich wird dies dank zusätzlicher Fördermittel aus dem Stadtumbau-Teilprogramm „Sicherung, Sanierung und Erwerb“. Die Kommune erhält laut eines Bescheids vom 1. Juli noch in diesem Jahr 60 000 Euro. Die 100-prozentige Förderung setzt sich je zur Hälfte aus Bundes- und Landesmitteln zusammen. Ein kommunaler Anteil ist nicht nötig.

Am Diebstag wird über die Sicherung des sich zum größten Teil im Besitz der Stadt befindlichen Gebäudeensembles der Haupt- und Finanzausschuss sprechen. Der Bauausschuss befürwortete bereits mehrheitlich das Projekt. „So weit wie möglich soll die historische Bausubstanz erhalten werden“, sagte Bauamtsleiterin Katharina Iredi. Später ließen sich die Häuser beispielsweise als Pilgerwohnungen nutzen. Wie es in der Beschlussvorlage heißt, könnten sie aber auch „problemlos in Wohnraum umgewandelt werden“. Eine neue Nutzung könnte innen auch über mehrere Häuser hinweg erfolgen. In unmittelbarer Nähe befindet sich das ehemalige Klosterareal, wo in den nächsten Jahren umfangreiche Restaurierungsarbeiten erfolgen sollen. Derzeit wird im Klostergarten die alte Stadtmauer saniert.

In einem ersten Schritt sollen Dächer erneuert und die dafür erforderlichen Sanierungsarbeiten an den Außenwänden erfolgen. Reste der Stadtmauer sind teilweise Bestandteil der Häuser – und zwar als Außen- oder sogar als Innenwand. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten beginnen. Für 2014 will die Stadt dann für die Fortsetzung weitere Fördermittel aus demselben Programm beantragen.

Das seien eher bescheidene Häuser gewesen, sagt der Heimathistoriker Herbert Brandt. Er schätzt, dass die kleinen Wohnhäuser bis in die 1970er Jahre bewohnt waren. Wie ein Anwohner berichtet, lebten darin zuletzt – möglicherweise sogar bis in die 1980er Jahre – ältere Menschen. Die Häuser wurden im 19. Jahrhundert errichtet. Sie bestehen meist aus einem beziehungsweise zwei Räumen. Die Größe variiert zwischen 30 und etwa 50 Quadratmetern.

Von Axel Knopf

Information

Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Kyritz, heute 18.30 Uhr, Ratssaal.

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