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Kyritz „Sterntaler“ gehen ans Trauercafé
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz „Sterntaler“ gehen ans Trauercafé
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16:39 28.01.2019
Kurz vor Weihnachten hatte die jüngste Spendenaktion "Sterntaler" mit dem Auszählen der Barspenden ihren Abschluss gefunden. Quelle: MAZ-online
Kyritz

Die SpendenaktionSterntaler“ von MAZ, Volkssolidarität und Sparkasse wird den Ambulanten Hospizdienst Kyritz unterstützen. Der gemeinnützige Verein will in der Stadt erstmals ein konfessionell ungebundenes Trauercafé etablieren.

Dieser regelmäßig veranstaltete Treff soll den Angehörigen sterbender Menschen und den Hinterbliebenen Gelegenheit zum Austausch untereinander und vor allem auch mit qualifizierten ehrenamtlichen Begleitern bieten.

„Ich hoffe, dass das spätestens nächstes Jahr starten kann“, sagt Hospizdienst-Koordinatorin Thekla Köppen. In jedem Fall brauche so eine Einrichtung gründliche Vorbereitung.

Ziel: Qualifizierte Begleitung

Thekla Köppen ist Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes Kyritz Quelle: Alexander Beckmann

Trauernde Menschen zu begleiten und zu unterstützen, erfordert mehr als nur Mitgefühl. „Es gibt bei der Trauer Aspekte, für die man gut ausgebildet sein sollte“, erklärt Thekla Köppen. Daher wolle der Verein seine ehrenamtlichen Helfer, die das Café künftig führen, gründlich qualifizieren lassen. „So eine Ausbildung dauert ein Jahr und kostet pro Teilnehmer einen vierstelligen Betrag.“

Die Aktion „Sterntaler“ wird mit 2000 Euro einen Teil der benötigten Summe zur Verfügung stellen. Auch bei der Stadt Kyritz, die ihn seit seiner Gründung 2010 aktiv unterstützt, hat der Hospizdienst um Hilfe ersucht.

Spenden sind neben Zuschüssen der Krankenkassen die Basis für die Arbeit des Vereins. „Die Betroffenen müssen für unsere Leistungen nichts zahlen“, betont Thekla Köppen.

Hospizarbeit ist ein Ehrenamt

45 ehrenamtliche Sterbebegleiter sind aktuell unter dem Dach der Hospizvereins tätig. Er organisiert ihre Ausbildung und ihren Einsatz. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Berufs- und Altersgruppen und inzwischen nicht nur aus Kyritz, sondern beispielsweise auch aus Wittstock oder Pritzwalk. „Wenn jetzt jemand anruft und sagt: ,Ich möchte beim nächsten Kurs dabei sein’, dann freue ich mich.“

Das Engagement der Hospizhelfer ist vielfältig. „Wir versuchen alles zu tun, um Sterbenden und ihren Angehörigen beizustehen – mit Wort und Tat. Sie sollen nicht das Gefühl haben, alleine zu bleiben“, erklärt die Vereinskoordinatorin. Es gehe darum, den Sterbenden und den Angehörigen so lange wie möglich einen normalen Lebensalltag zu ermöglichen.

Unterstützung in schwerer Zeit

„Die Frage ist nicht, ob wir sterben, sondern wie wir sterben“, sagt Thekla Köppen. Krankenpflege allein könne das nicht bewältigen. Auch die Familien seien schnell überfordert. „Deshalb sind die Hospizhelfer da.“ Rund um die Geburt eines Menschen gebe es eine große Vielfalt an Unterstützungsangeboten. „Ist es nicht möglich, das auch für einen Sterbenden zu leisten?“

Noch zu oft bestünden Berührungsängste in Sachen Tod. Der Ambulante Hospizdienst bemühe sich, die Vorbehalte abzubauen und stehe für den persönlichen Kontakt zur Verfügung „Wir sind nicht nur donnerstags am Bürotag zu erreichen“, betont Thekla Köppen.

Kontakt zum Ambulanten Hospizdienst Kyritz gibt es unter 033971/86 99 74 oder hospizdienst-kyritz@arcor.de

Von Alexander Beckmann

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