Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kyritz Toter Storch im Nest entdeckt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Toter Storch im Nest entdeckt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:15 15.03.2019
Feuerwehrmann Tino Sachs holte in Lohm den toten Storch aus dem Nest. Quelle: André Reichel
Tornow/Lohm

Pünktlich zum Einflug der Störche und zur Verbesserung des Angebotes errichtete die Mecklenburger Energie- und Anlagenbau (MEA) dieser Tage im Auftrag der Edis in zentraler Lage in Tornow eine Nisthilfe.

Diese besteht aus einem Betonmast und einer Konstruktion aus einem Eisenring und einem Weidengeflecht für das eigentliche Nest. Dieses wiederum wurde von Ortsvorsteher Uwe Tackmann gemeinsam mit einigen Dorfbewohnern nach Feierabend in der vergangenen Woche angefertigt.

In Tornow gibt es jetzt ein neues Storchennest. Quelle: Privat

Nabu-Mitglied Uwe Tackmann hatte auch die Idee für das neue Storchennest und holte sich das Einverständnis für das Vorhaben von der Wusterhausener Gemeindeverwaltung. Auch bei der Unteren Naturschutzbehörde in Neuruppin sprach Tackmann in der Angelegenheit vor und bekam grünes Licht. Ob sich Meister Adebar auch tatsächlich blicken lässt und das neue Nest annimmt, wird sich schon bald zeigen.

Dürftiges Nahrungsangebot für die Störche

„In Tornow gibt es jedenfalls schon seit vielen Jahren kein einziges brütendes Storchenpaar“, stellt Uwe Tackmann mit Bedauern fest. Doch wirklich verwundert ist der Naturfreund darüber nicht. Zwar gibt es im Umfeld viele Wiesenflächen entlang der nahen Dosse, doch diese bestünden laut Tackmann vor allem aus monotonen Flächen, mit hochgezüchtetem Nutzgras. „Da ist das Nahrungsangebot für die Störche nur sehr dürftig“, sagt Uwe Tackmann.

Vor rund zwei Jahren wurde in Tornow auf dem Gutshof bereits ein Mast mit Storchennest aufgebaut, doch dieser wurde von den schwarz-weißen Vögeln lediglich begutachtet. Gebrütet hat dort bislang kein Storch. „Vielleicht haben wir mit dem neuen Nest mehr Glück“, hofft Uwe Tackmann.

Auf den Hof zu kommen, war Maßarbeit. Quelle: André Reichel

In Lohm freut man sich, seit Jahrzehnten ein brütendes Storchenpaar zu haben. Doch so kurz vor der neuen Saison bereitet deren Nest dem ganzen Dorf so einiges Kopfzerbrechen. Bereits Ende Januar bemerkten einige Dorfbewohner Merkwürdiges oben im Storchennest. „Es sah ganz so aus, als ob dort oben ein toter Storch liegt“, berichtet Sigrid Schumacher, Bürgermeisterin von Zernitz-Lohm.

Für sie und alle Lohmer war klar, dass gehandelt werden muss. Besteht doch die Gefahr, dass sich die bald ankommenden Störche verschreckt abwenden, wenn dort ein totes Tier drin liegt, meint Sigrid Schumacher, die sich mit der Neustädter Amtsverwaltung und dem Neustädter Amtsbrandmeister Heino Arndt abstimmte. Der sagte Hilfe zu.

Martina Braun, Christine Klingner und Anke Schönhoff schauten zu. Quelle: André Reichel

Das Wetter spielte allerdings lange nicht mit. Ungeduldig wurde in Lohm dem Einsatz entgegen gefiebert. Sigrid Schumacher brachte es auf den Punkt: „Alle im Dorf finden es wichtig, dass wir uns um das Storchennest kümmern.“

Am Dienstag aber wagte man die lange verschobene Aktion. Die beiden Feuerwehrmänner Tino Sachs aus Zernitz und Lars Gottschalk kamen mit einem sogenannten Hubretter.

Nachdem das Fahrzeug in Stellung gebracht war, ging alles ganz schnell. Tino Sachs holte den toten Vogel aus dem Nest und entfernte dort gleich noch Erdreich.

Jetzt ist damit wieder Platz für neue Bewohner. Die Lohmer warten gespannt.

Von André Reichel

Buga und Brandenburg-Tag zeigen Wirkung: Die Reiseregion Prignitz hat im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 6,4 Prozent bei den Übernachtungen verbucht. Das ist im landesweiten Vergleich Platz drei.

15.03.2019

Der Landkreis OPR lässt in der Holzhausener Straße von Kyritz mit einem Messgerät den Verkehr überwachen. Es hängt dort seit Ende Februar und zählt die Fahrzeuge, die in beiden Richtungen auf der Straße fahren.

15.03.2019

An den Sieg über den Raubritter Bassewitz erinnerten die Kyritzer mit einem Fest. Grundschüler führten dafür in der Sankt Marienkirche eine Bassewitzgeschichte auf.

14.03.2019