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Kyritz Verkaufsoffener Samstag auf der Wiese
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Verkaufsoffener Samstag auf der Wiese
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15:13 16.09.2018
So manches rare Fundstück ließ sich in Kötzlin entdecken. Quelle: Frauke Borchardt
Kötzlin

„Verkaufsoffener Samstag“ - ein Schild mit dieser Werbung hätte am vergangenen Sonnabend in Kötzlin gepasst. Vielleicht wollten die Macher von „Edgars 4. Wiesenmarkt“ nicht das ganz große Rad drehen.

Jedenfalls beließen sie es am Abzweig zur Kuhdrift bei dem kleinen Hinweispfeil, auf dem ziemlich lütt „Flohmarkt“ stand. Das reichte aber, um 14 Händlern zielsicher den Weg zum Grundstück von Isolde und Edgar Westphal zu weisen. Im Gepäck hatten die Verkäufer nicht nur die unvermeidlichen Klapptische und -hocker, sondern natürlich auch die „Standgebühr“, traditionell erhoben als leckere Kuchen vom Blech oder aus der Form.

Den meisten Platz nahm aber natürlich die Ware ein. Die reichte vom Matchboxauto bis zur Stehlampe aus den 80er Jahren. Es gab zudem so ziemlich alles, was für ein „Tischlein deck Dich“ benötigt wird. Ein frisches Lüftchen ließ Textilien in jedweder Größe auf Ständern wehen.

Strickwaren stapelten sich neben Kisten und Kästchen mit Schmuck. Und natürlich gab es Bücher, Tonträger, allerlei Dinge, die die Welt eigentlich nicht braucht, dann aber wieder doch, weshalb sie schließlich für kleine Münze die Besitzer wechselten. Jeder Trödelmarkt ist schließlich immer so etwas wie ein großes Überraschungsei. Wer es öffnet, freut sich über das, was er findet.

Soeben gekauft, gleich wird die Feuerwehr ausprobiert. Opa und Enkel haben gleichermaßen Spaß. Quelle: Frauke Borchardt

Der Handel, den die Familie Westphal zweimal im Jahr kollektiv veranstaltet, wird außerdem zunehmend zu einem kleinen Volksfest mit Klönschnack in der Sonne. Es gab Kaffee und Kuchen, Bier vom Fass, gebackenes Schwein und zarte Pute, gegrillte Würstchen, sogar Kartoffelsalat vom Chef persönlich. Und natürlich Handel unter Apfelbäumen.

Dabei kaufen nicht nur die Besucher, sondern auch die Händler beim „Kollegen“ am Stand nebenan. Reich werden kann also keiner, höchstens reich an guten Eindrücken. Zu den Gewinnern durften sich am Sonnabend auch Christel und Volkmar Saldsieder aus Brünkendorf zählen.

Ihre Würste aus der hauseigenen Wildschlachterei waren der Renner. Der Stand der Prignitzer war besonders am Vormittag meistens dicht umlagert. „Wir sind zufrieden mit der Resonanz und kommen gerne wieder“, verkündete Jäger Volkmar Saldsieder beim Abbauen seines Pavillons. Nachmittags ging bei ihm wie allen anderen die Nachfrage etwas zurück.

Wer nichts kaufte, hatte wenigstens was zu gucken. Und mancher kam einfach nur, um Bekannte zu treffen. Quelle: Frauke Borchardt

Vielleicht lag es daran, dass Wolkenberge die Sonne verdunkelten. Vor allem aber dürfte eine zweite Veranstaltung im Dorf Besucher abgezogen haben. Die Kötzliner Feuerwehr zeigte ihre Technik, bot kleinen Besuchern Hüpfburg-Toben an und allen zusammen Speisen und Getränke.

Zwei „Fremdlinge“ ließen sich davon nicht beeindrucken. Das Paar aus Potsdam mit Eseln an der Leine hatte eine Trekkingtour ab Schönermark gebucht. Die Herberge für eine Nacht auf dem Westphal-Hof inklusive Abendbrot und Frühstück am Sonntag gehörte dazu. Danach ging es über Barenthin zurück zum Eselhof von Andrea Mantik.

Während Mann und Frau am Etappenziel noch bei einem kleinen Spaziergang Trödelware begutachteten, grasten die Grautiere schon friedlich auf der Weide nebenan. Im nächsten Frühjahr gibt es wieder einen Wiesen-Flohmarkt in Kötzlin.

Von Wolfgang Hörmann

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