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Kyritz Spitzen-Urlaubssaison an der Seenkette
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Spitzen-Urlaubssaison an der Seenkette
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16:40 31.07.2018
Brigitte und Wolfgang Ritter aus dem niedersächsischen Brake halten den Kyritzer Wohnmobilstellplatz für einen der besten überhaupt. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Immer mehr Gäste von auswärts entdecken in diesem Super-Sommer die Schönheiten der Kyritzer Seenkette für sich. Bei über 35 Grad im Schatten sind inzwischen selbst die Geheimtipps unter den Badestellen dicht umlagert.

„Alle wollen nur noch ans Wasser“, weiß Renate Siemer vom Campingplatz in Bantikow. Sie spricht von der besten Saison seit Jahren. „Es ist ein Kommen und Gehen. Wir haben alle Hände voll zu tun.“

Das bestätigt man auch auf dem Campingplatz in Wusterhausen. Die Stellplätze seien gut belegt. Kurzfristig lasse sich aber immer noch eine Lücke finden. Nur am Eiscafé seien Warteschlangen nicht ganz auszuschließen.

Lieber See als Museum

Andernorts hat die Hitze den eher gegenteiligen Effekt. „Im Museum ist es bei so einem Wetter natürlich relativ ruhig“, sagt Katharina Zimmermann von der Wusterhausener Tourismusinformation im Wegemuseum. Auch sonstige Nachfragen von Besuchern hielten sich derzeit in Grenzen. „Die Leute meiden jetzt allzu anstrengende Aktivitäten. Wir haben den See und der erklärt sich von selbst.“

Zugleich falle aber auf, dass recht viele Besucher im Stadtzentrum unterwegs sind. „Was sehr gut ankommt, ist, dass hier das gastronomische Angebot funktioniert und noch besser wird.“ Heute will am Wusterhausener Markt beispielsweise ein neues Eiscafé eröffnen. Relativ rege besucht werde zudem die Kirche – „wohl auch, weil es da so schön kühl ist.“

Konkrete Zahlen zur Saison liegen der Wusterhausener Tourismusexpertin nicht vor. Das es gut läuft sei eher „ein Bauchgefühl“. „Das Wetter ist ideal zum Entspannen am Wasser.“ Allen, die doch ein wenig Bewegung suchen, empfiehlt sie den Weg entlang des Seeufers. Da gebe es Schatten und das nahe Wasser sorge für etwas kühlere Luft.

Empfehlung für Wohnmobilisten

Für Brigitte und Wolfgang Ritter ist das Wetter zweitrangig. Das Rentnerehepaar aus dem niedersächsischen Brake ist mit dem Wohnmobil unterwegs und genießt seinen Aufenthalt auf dem Parkplatz vor der Kyritzer Stadtmauer. Und das nicht nur, weil Kyritz einst Heimatstadt war. „Es ist einfach wunderschön hier.“ Der Stellplatz sei einer des besten überhaupt: ohne Standgebühr, ruhig, mit Stromanschluss, Wasserversorgung, Abwasseranschluss, Sanitäranlagen, umfassenden Informationen. Imbiss, Supermarkt und Stadtzentrum seien mit wenigen Schritten zu erreichen. „Das ist doch alles vorbildlich. Wir empfehlen den Platz überall weiter.“

Ritters scheinen da nicht die einzigen zu sein. „Bei den Wohnmobilen haben wir eine deutliche Steigerung“, berichtet Doreen Wolf vom Kyritzer Tourismusbüro. Während im Juli 2017 im Schnitt täglich etwa sechs Wohnmobile an der Wässering Station machten, seien es aktuell fast neun. „Der Rekord waren 20 Wohnmobile am 21. Juli. So viele hatten wir noch nie.“

Doreen Wolf zählt die Fahrzeuge nicht nur täglich, sondern ermittelt anhand der Kennzeichen auch ihre Herkunft. „Erstaunlicherweise kommt die größte Gruppe aus Berlin und Brandenburg.“ Schleswig-Holsteiner und Niedersachsen folgen auf den Plätzen. Gut jeder zehnte mobile Kyritz-Besucher reist aus dem Ausland an – allen voran aus den Niederlanden.

Am, auf und im Wasser

Das Stadtzentrum wirkt dieser Tage jedenfalls deutlich belebter als sonst. „Auch in der Tourismusinformation hatten wir mehr Besucher.“ Die häufigsten Nachfragen betreffen Angelkarten, Inselgaststätte, Fahrgastschifffahrt und – ganz aktuell – die Wasserqualität. „Wenn’s so heiß ist, wollen die Leute natürlich ans Wasser.“ Aber auch an Empfehlungen für Radtouren bestehe Interesse. Möglichst schattig sollen die Strecken sein.

Zudem finde das Kyritzer Stadtzentrum immer wieder Anerkennung, betont Doreen Wolf. „Den Flyer für den historischen Stadtrundgang nehmen fast alle mit.“

Mancher lässt sich von tropischen Temperaturen wenig beeindrucken. „An Pilgern sind übrigens trotz der Hitze auch einige unterwegs“, berichtet Katharina Zimmermann aus Wusterhausen. „Auch das funktioniert.“

Von Alexander Beckmann

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