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Kyritz Stadt setzt 500 Euro Belohnung aus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Stadt setzt 500 Euro Belohnung aus
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00:35 01.06.2018
Erst seit Mitte Mai steht der neue Blumenschmuck auf dem Kyritzer Marktplatz. Jetzt wurden Teile davon zerstört. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Die Stadt Kyritz setzt eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung derjenigen führen, die in der Nacht zum vergangenen Sonntag zwei der neuen Blumenpyramiden an der Johann-Sebastian-Bach-Straße Ecke Marktplatz zerstörten und eine weitere beschädigten.

Die Pflanzgefäße waren erst Mitte Mai aufgestellt worden, um das Stadtzentrum zu verschönern. Offenbar im Zuge des „Tanzes unter der Eiche“ vom Samstagabend auf dem Marktplatz wurden sie zu Objekten der Zerstörungswut. Die direkt nach dem nächtlichen Vorfall herbeigerufenen Polizeibeamten zogen vorerst unverrichteter Dinge wieder ab.

Bürgermeisterin Nora Görke zeigt sich über den Akt des Vandalismus empört: „Mit diesen Blumen wollten wir Farbe in unsere Altstadt bringen und die Kyritzer und unsere Gäste erfreuen.“

Bereits am Montag machten sich Mitarbeiter des städtischen Bauhofes und der Kyritzer Gärtnerei Langfeld daran, die Schäden zu beheben. Die Blumenpyramiden stehen wieder.

Immer wieder gibt es Beschwerden der Anwohner am Marktplatz

Der Vorfall beschäftigte am Montag auch den Wirtschaftsausschuss der Stadtverordneten. Denn es war offenbar nicht der einzige Schaden in Zusammenhang mit dem „Tanz unter der Eiche“. In der Einwohnerfragestunde ergriff Grit Hanke das Wort: „Ich möchte wissen, wie wir Anwohner vor Verschmutzungen der Fassaden geschützt werden.“

Besucher der Veranstaltung hatten Fensterbänke der umliegenden Gebäude offenbar als Sitzgelegenheit benutzt und ringsherum nicht nur Müll verstreut, sondern auch Fußabdrücke an den Wänden hinterlassen – nicht zum ersten Mal, wie Grit Hanke betonte. „Ich sehe nicht ein, dass ich nach jeder Veranstaltung die Fassade neu streiche.“

Bei den Ausschussmitgliedern und den Vertretern der Stadtverwaltung sorgte das für eine gewisse Ratlosigkeit. Amtsleiterin Veronika Lausch versicherte: „Wir legen Wert darauf, dass die Veranstalter Sicherheitsunternehmen beauftragen. Man muss die Ordner noch mal entsprechend einweisen.“ Beim Abschluss von Verträgen wolle man künftig darauf noch mehr Wert legen.

Heike Grüttner (sachkundige Einwohnerin im Ausschuss) forderte mehr Präsenz der Polizei bei solchen Gelegenheiten. Ausschussvorsitzender Franz Josef Conraths gab zu bedenken: „Die Anwohner müssen schon den Lärm hinnehmen.“ Weitere Belastungen seien ihnen nicht zuzumuten. Er hoffe, dass die Stadtverwaltung das bei künftigen Veranstaltungen besser regeln kann. „Wenn nicht, müssen wir halt sehen, wie wir da hinkommen.“

Hinweise zur Zerstörung der Pflanzgefäße auf dem Markt nimmt das Rathaus noch bis 31. August entgegen. Ansprechpartnerin ist Veronika Lausch unter 033971/8 52 14 oder buergerservice@kyritz.de.

Von Alexander Beckmann

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