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Kyritz Gegenwind für die Museumskuratorin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Gegenwind für die Museumskuratorin
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18:52 12.03.2019
Susan Hoyer (r.) bei ihrer Präsentation vor den Mitgliedern des Kyritzer Wirtschaftsausschusses. Quelle: Julia Redepenning
Kyritz

Die Mitglieder des Kyritzer Wirtschaftsausschusses waren am Montagabend die ersten Kommunalpolitiker, die sich mit dem bisherigen Arbeitsstand für ein Museumskonzept für die Stadt beschäftigten. Die eigens dafür engagierte Kuratorin Susan Hoyer stellte ihnen ihre Ideen vor – und erhielt erneut Gegenwind.

Die Museumskuratorin hatte ihr Konzept vorige Woche erstmals öffentlich der Arbeitsgemeinschaft „Klosterviertel“ vorgestellt und schon bei diesem Termin nicht nur Zustimmung bekommen . Nun erläuterte Susan Hoyer auch dem Wirtschaftsauschuss das Konzept, wonach die Ausstellung in drei große Themenbereiche eingeteilt werden würde.

Namensvorschläge wie „Mit-Mach-Museum Kyritz“

Der Schwerpunkt soll auf das Thema Museumspädagogik gelegt werden. Dabei möchte die Kuratorin verstärkt mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen sowie Kitas zusammenarbeiten. Angedacht ist, die Projekte der Schüler jeweils für einen bestimmten Zeitraum auszustellen. „Das macht die Sache gleich lebendiger“, erklärte Susan Hoyer.

Ihre Absicht bestehe aber auch darin, das Museum für noch mehr Zielgruppen attraktiv zu gestalten. Und sie unterbreitete Namensvorschläge. Zum Beispiel könnte künftig „Mit-Mach-Museum Kyritz“ in aller Munde sein. „Wir möchten versuchen, uns von den anderen Museen der Umgebung abzuheben“, erklärte sie.

Bislang nur ein Leitbild statt ein Konzept?

Einige Mitglieder des Wirtschaftsausschusses wollten wissen, woher die Exponate für künftige Ausstellungen genommen werden sollen und wie viel Geld die Stadt bereitstellen muss. Doch weder sie noch Bürgermeisterin Nora Görke könnten aktuell darauf antworten.

Auch wurde Susan Hoyer unterstellt, sie erläutere ein Leitbild, aber kein Konzept.

Unterstützung erhielt die Kuratorin von Thomas Michaelis und Rolf Eggeling. „Uns wurde etwas vorgestellt, das sehr schwierig ist“, sagte Thomas Michaelis. Bis der erste Raum eingeräumt ist, werde noch viel Zeit vergehen. „Wir sollten es nicht zerreden“, sagte Rolf Eggeling.

Skepsis seitens des Heimatvereins

Weiterhin wurde Susan Hoyer gebeten, das Thema Goethe-Schule umfangreicher zu bearbeiten. Diesem Vorschlag wolle sie folgen.

Diskussionswürdig finden offensichtlich besonders Mitglieder des Kyritzer Heimatvereins ihr Vorhaben. Die Frage nach Susan Hoyers eigentlicher Rolle bleibe für sie unklar. „Wie stellen sie sich die Arbeit mit uns vor?“, warf die Vereinsvorsitzende Christina Pudimat fragend in den Raum.

Susan Hoyer betonte daraufhin, dass ihre Vorstellungen noch kein fertiges Konzept darstellen, sondern Platz für Anregungen schaffen sollen.

Trotz der Kritik gab sie sich zuversichtlich. Sie sei auch weiterhin von ihren Ideen überzeugt.

Von Julia Redepenning

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