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Kyritz Schulen und Kitas platzen aus allen Nähten
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01:15 01.09.2018
In diesem Haus an der Goethe-Schule könnten Klassenräume entstehen und der Hort einziehen. Das Prüfungsverfahren läuft. Quelle: André Reichel
Kyritz

Fehlende Betreuungsplätze für Kinder der Knatterstadt waren am Dienstagabend das Thema Nummer eins beim Bildungsausschuss im Sitzungssaal des Kyritzer Rathauses. Bislang sorgte man mit Sondergenehmigungen in den kommunalen Einrichtungen für mehr Betreuungsplätze. Die Stadt Kyritz hatte entsprechende Anträge beim Ministerium für Bildung, Jugend und Sport gestellt. In der Kita „Kunterbunt“ sind es zehn Plätze und in der Holzhausener Kita „Sonnenschein“ zwei Plätze. Die vom Ministerium genehmigte Kapazitätserhöhung fällt bei den beiden Kitas aber am 1. September 2019 wieder weg.

23 Plätze für den Hort der Grundschule

In der Kita in der Werner Straße wurden zehn neue Plätze geschaffen und dort für den Hort der Grundschule 23 Plätze. Diese Kapazitätserhöhungen fallen jedoch ebenso wieder weg, wenn auch erst zum 1. September 2022. „Insgesamt sind also 45 neue Betreuungsplätze geschaffen worden, die aber trotzdem noch nicht ausreichen, denn aktuell fehlen 31 Plätze“, berichtete die Amtsleiterin Veronika Lausch.

Eine Dauerlösung sei das ohnehin nicht, auch wenn die Sonderregelungen, die eigentlich dieses Jahr enden sollten, verlängert wurden. „Diese Zeit müssen wir nun nutzen, um das Problem zu lösen“, sagte der Ausschussvorsitzende Peter Bittermann (SPD). Dies sei vor allem nötig, weil durch den Wegfall der Kapazitätserhöhung im nächsten Jahr dann bereits voraussichtlich schon 43 Betreuungsplätze fehlen.

„Dann fehlen uns sogar 60 Plätze“

Der weitere Wegfall im Jahr 2022 und die voraussichtliche Schließung einer privat geführten Kita im August 2023 verschärfe die Situation noch einmal ganz deutlich. „Dann fehlen uns sogar 60 Plätze“, sagte Veronika Lausch.

Was nicht gesagt wurde, aber mit der Privat-Kita gemeint war: die Kita „Feldmäuse“. Deren Leiterin Manuela Semmerling widerspricht und sagt, es müsse sich um ein Missverständnis handeln. „Ich informierte die Stadtverwaltung lediglich darüber, dass ich in Rente gehen könnte, allerdings erst im Jahr 2024. Es kann aber keine Rede davon sein, dass damit auch die Einrichtung schließt.“ Ihre Kita mit 24 Plätzen sei ausgelastet. Den Eltern und auch den jüngeren Kollegen gegenüber sieht sich Manuela Semmerling schon von daher in der Pflicht, die Türen offen zu halten. Damit rechnete die Verwaltung nur auf dem Papier mit 24 weiteren Plätzen, die wegfallen könnten. Tatsächlich sind es damit unter dem Strich insgesamt keine 60, wie sie die Beschlussvorlage für die Stadtverordneten aufweist, sondern 36. (Anmerkung: Diesen Absatz hatte es in einer älteren Version dieses Textes noch nicht gegeben. Er wurde zur Richtigstellung ergänzend eingefügt.)

Bei diesen fehlenden Plätzen bleibe es zudem nur, wenn das geplante Nachbarschaftshaus an der Kita in der Werner Straße samt neuem Hortbereich zu dem Zeitpunkt fertiggestellt ist (MAZ berichtete). Dort sollen bis zu 40 Hortkinder Platz finden.

Wie das Nachbarschaftshaus einmal aussehen wird, stehe noch nicht fest, sagt Bürgermeisterin Nora Görke (parteilos). „Vier Interessenten für Räume gibt es aber schon jetzt“, ergänzte Veronika Lausch und fügte hinzu: „Eine Doppelnutzung von Räumen im Nachbarschaftshaus kann nur in unserem Interesse sein, denn dies bedeutet eine bessere Auslastung und eine Reduzierung der Bewirtschaftungskosten.“

Standortanalyse für eine neue Kita

Das wichtigste zu einer Entlastung beitragende Vorhaben ist eine gänzlich neue Kita. Veronika Lausch erinnerte daran, dass aus der Idee, ein Gebäude in der Bahnhofsstraße zu nutzen, wegen eines vor der Sommerpause nichtöffentlich gefassten Beschlusses nichts wurde. Ein Planungsbüro erstellt daher nun eine Standortanalyse für eine neue Kita, sagt Katharina Iredi.

Auch die Villa in der Hagenstraße war Thema. Darin sollen Klassenräume eingerichtet werden. Nachmittags könnten Kinder dort in den Hort gehen. Der Standort müsse jedoch erst noch geprüft werden. Die Vermessung des Grundstückes und des Hauses sowie die Analyse, ob das Gebäude für solche Nutzung geeignet ist, stehen noch aus.

Von André Reichel

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