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Kyritz Zwei Zelte und ein Maibaum
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00:31 01.05.2018
Die Schützen aus Wusterhausen haben ein eigenes Festzelt. Es besteht aus zwei Teilen und wurde von der Sparkasse gesponsert. Quelle: Sandra Bels
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Wusterhausen

Schneeweiß wird es nicht lange bleiben. Das neue Festzelt des Wusterhausener Schützenvereins bekommt demnächst noch rote Logos. Sie zeigen, wer dem Verein den Kauf des Festzeltes ermöglicht hat. Es ist die Sparkasse. Aber nicht nur sie allein. Auch ihre Kunden haben einen Anteil daran.

„Das Geld stammt aus dem PS-Los-Zweckertrag“, erklärte Roy Komarowski am Freitagabend auf dem Schützenplatz. Er ist Filialleiter der Sparkasse in Wusterhausen. Beim PS-Sparen wird ein Teil des Losbetrages für regionale Projekte verwendet und der Rest für den jeweiligen Kunden gespart. So haben auch die Sparkassenkunden den Festzeltkauf mit ermöglicht.

„Der Verein ist hier sehr stark präsent“, sagte Komarowski. Deshalb sei sein Antrag auch bewilligt worden. 5000 Euro bekamen die Schützen für das Festzelt.

Der Antrag wurde Ende 2017 gestellt

Vereinspräsident Raffael Eichmann erzählte, dass der Antrag dafür Ende 2017 gestellt wurde. Bis März war dann Zeit gewesen, einkaufen zu gehen. Michael Weinert hatte das Zelt für die offizielle Übergabe am Freitagabend aufgebaut. Das dauerte einige Zeit, denn das Zelt besteht aus zwei Teilen. Insgesamt ergeben sie eine Breite von acht und eine Länge von 28 Metern.

„Das bauen wir jetzt aber nicht jeden Freitag hier auf“, scherzte Eichmann. Fand die Idee dann aber gar nicht so schlecht, um Routine beim Aufbau zu bekommen. Weinert dankte er für seine Einsatzbereitschaft selbst im strömenden Regen zu arbeiten. Er lobte den Schützen als eins der aktivsten Mitglieder.

Zum Schützenfest wird das Zelt noch nicht aufgestellt

Zum Schützenfest in diesem Jahr wird das Festzelt aber noch nicht zum Einsatz kommen. Die Schützen greifen noch einmal auf das Zelt der Stadt zurück, dass sie sich kostenlos borgen können. „Aber wir werden sicherlich noch genügend andere Gelegenheiten finden, es aufzubauen“, so Eichmann.

Am Abend der Übergabe ging es nicht nur um den Neuerwerb. Die Wusterhausener Schützen trafen sich auch, um mit vereinten Kräften den Maibaum auf dem Schützenplatz aufzustellen. Das geschah nun schon zum dritten Mal. Der grün-weiß gestreifte Stamm war schnell aufgerichtet und der rote Adler obendrauf hielt sich wacker im Wind. Vereinsmitglied Günther Lehmann hat ihn geschnitzt und bemalt. Er fertigt auch stets die Adler an, die beim Schützenfest zum Ermitteln des Schützenkönigs gebraucht werden.

Großes Familienfest zu Himmelfahrt

Der Maibaum bleibt nun den ganzen Wonnemonat über stehen. Besucher des Festes zu Himmelfahrt können ihn bewundern. „Das ist bei uns immer ein großes Familienfest und wir haben ganz viel für die Kinder wie eine Hüpfburg und Minicars“, sagt Raffael Eichmann. Jedermann ist willkommen.

Die Schützengilde Wusterhausen hat am Freitagabend zum dritten Mal einen Maibaum aufgestellt. Quelle: Sandra Bels

Das Schützenfest wird dann traditionell am ersten Septemberwochenende gefeiert. Diesmal beginnt es schon am 31. August. Gefeiert wird drei Tage.

Das Fest ist in diesem Jahr etwas besonderes für die Mitglieder. „Wir sind im 25. Jahr nach der Wiedergründung des Vereins“, sagt Raffael Eichmann. Über die Erstgründung gibt es keine Unterlagen mehr, da beim Stadtbrand von 1758 das Rathaus mit dem Stadtarchiv ein Opfer der Flammen war.

Neugründung im Jahre 1839

Das Vereinssiegel auf Unterlagen aus den 30 er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und die Abbildung einer Medaille, verliehen vom Deutschen Kaiser Wilhelm II. an die Schützengilde Wusterhausen, weisen als Gründungsjahr aber das Jahr 1713 aus. Der Internetseite der Schützen ist zu entnehmen, dass der Chronist Altrichter 1888 zwar allgemein über das Schützenwesen in vorheriger Zeit geschrieben hat, eine genaue Nachricht gibt es aber erst von der Neugründung im Jahre 1839.

1945 wurden Schützenvereine verboten, weil sie als militaristisch galten. Erst nach der Wende gründeten sich neue Vereine. Für die Wusterhausener steht der 29. Oktober 1993 als Datum für den Neubeginn. 42 Gründungsmitglieder waren damals dabei.

Von Sandra Bels

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