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Kyritz Top-Karikaturist und Weltbürger
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Top-Karikaturist und Weltbürger
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00:43 19.04.2018
Das Herbst’sche Haus mit dem Wegemuseum in Wusterhausen. Quelle: Bernd Atzenroth
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Wusterhausen

Das Wusterhausener Herbst’sche Haus wird noch in diesem Monat zur Schaustelle für zwei außergewöhnliche Ausstellungen. „Kann man so sehen“ heißt es ab dem 20. April, wenn den „Alten Laden“ wieder eine neue Galerie schmückt. „Schaustücke“ sind Cartoons von SOBE, der mit bürgerlichem Namen Peter Zimmer heißt.

Alltagsgeschehen zugespitzt und im wahrsten Sinne des Wortes  aufgezeichnet - eine Arbeit von Peter Zimmer. Quelle: Wegemuseum/Repro: Wolfgang Hörmann

Der Mann aus der Wusterhausener Partnerstadt Edewecht ist durchaus ein künstlerisches Schwergewicht in der nationalen Szene der Karikaturisten. Zimmer ist seit 1981 Freiberufler unter obenstehendem Synonym. Ab 2007 ist er überwiegend als Cartoonist tätig. „Aktuelle gesellschaftliche und politische Themen werden von SOBE pointiert und zugespitzt in überraschende Cartoons umgesetzt. Des Nachbarn und unser eigenes Konsumverhalten, die Umweltzerstörung, den Horror thematisiert er ebenso, wie das immer wieder schwierige Verhältnis von Frau und Mann mit seinen erotischen Momenten, ohne dabei die schönen und tröstlichen Seiten des Lebens ganz zu vergessen“, heißt es in der Einführung zu einer Ausstellung im vergangenen Jahr.

Seine vielfach mit ersten Preisen ausgezeichneten Arbeiten zeigt er auf nationalen und internationalen Ausstellungen. In Wusterhausen wird Petra Lausch, Bürgermeisterin von Edewecht, die Laudatio halten. Die Vernissage ist am Freitag, 20. April, 18 Uhr, in der Galerie „Alter Laden“.

August Eduard Wilhelm Achilles d'Orey, geboren in Wusterhausen, wurde zum Weltbürger. Quelle: Wegemuseum/Repro: Wolfgang Hörmann

Um einen Sohn der Stadt geht es in einer Sonderausstellung, zu der am 28. April um 14 Uhr im dafür vorgesehenen Museumsraum der Auftakt erfolgt. August Eduard Wilhelm Hector Achilles d’Orey könnte ebenda das Licht der Welt erblickt. Oder im Zimmer nebenan? Er ist ein Wusterhausener Kaufmannssohn, der zum Weltbürger wurde.

Geboren 1820 als fünftes Kind von Ulrike Uden und Johann Friedrich Achilles Just in jenem Gebäude, in dem sich heute das Wegemuseum, die Bibliothek und der „Alte Laden“ befinden, war als Mann auf abenteuerlichen Wegen durch ganz Europa unterwegs. Seine Mutter kaufte ihn aus der Fremdenlegion frei. Es kam in Kontakt mit den Revolutionären von 1848, kämpfte in der badischen Revolutionsarmee, flüchtete nach der Niederlage über die Schweiz nach London. Er erfand sich eine neue Identität und nannte sich in Portugal Achill d’Orey oder Wilhelm d’Orey.

Immer wieder führte ihn sein Weg zurück nach Wusterhausen, wo er seine Mutter besuchte. Wilhelm d’ Orey starb 1872. Die Ausstellung beruht auf Forschungen seiner Nachfahren, von denen einige ihr Kommen bei der Ausstellungseröffnung angekündigt haben. Die Vernissage ist am 28. April um 14 Uhr im Sonderausstellungsraum des Museums.

Von Wolfgang Hörmann

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