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Kyritz Exkursion ins Mühlenteich-Schutzgebiet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Exkursion ins Mühlenteich-Schutzgebiet
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02:17 01.06.2018
Auch den Mühlenteich bei Lellichow hat die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg als FFH- und Natura-2000-Gebiet derzeit im Blick Quelle: Matthias Anke
Lellichow

Wer sich für das Flora-Fauna-Habitat (FFH) „Mühlenteich“ interessiert, das sich westlich des Dorfes Lellichow erstreckt, ist dort am Montag, 11. Juni, genau richtig. Denn geplant ist, sich im Anschluss an ein um 16 Uhr im Landhaus Lellichow beginnendes Fachgespräch auf eine Exkursion zu begeben.

Frank Berhorn von der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg will an dem Tag über den Stand zur gegenwärtig auch für dieses Gebiet laufenden sogenannten Managementplanung informieren. „In den letzten Monaten erfolgten die Kartierungen der FFH-Lebensraumtypen und FFH-Arten. Diese Ergebnisse und die Maßnahmenüberlegungen, die nun im abgestimmten Entwurf des Managementplans vorliegen, wollen wir vorstellen und diskutieren“, sagt Berhorn.

Areal gehört zum weltgrößten grenzübergreifenden Naturschutzgebiet

Gemeint ist, dass im Auftrag der Stiftung Naturschutzfonds das Planungsbüro Luftbild Brandenburg alles das, was in der Natur vorhanden ist, mit dem überprüfte, was einst dem Land Brandenburg und dann weiter Richtung EU gemeldet wurde. Solche Überprüfungen oder eben auch Kartierungen sind im Abstand mehrerer Jahre vorgesehen für alle Flora-Fauna-Habitate und Vogelschutzgebiete aus ganz Europa. Sie alle zusammen bilden schließlich das weltweit größte grenzübergreifende Naturschutzgebiet – Natura 2000.

Am 11. Juni gibt es eine Exkursion ins Mühlenteich-Gebiet. Quelle: Matthias Anke

Für jedes einzelne Gebiet wird in einem Plan festgelegt, was zum Erhalt des jeweiligen Zustands gemacht werden sollte, beziehungsweise ob überhaupt Handlungsbedarf besteht. Allerorten wurden zudem regionale Arbeitsgruppen gebildet, die mit ihrem Vor-Ort-Wissen die Fachleute begleiten. Die Menschen, die ihre Region am besten kennen, sollen in den Prozess einbezogen werden, so Berhorn: „Als es um die Temnitz ging, hatten wir zum Beispiel viel mit Anglern gesprochen. Das waren richtig gute Diskussionen“, sagt Berhorn bezüglich der Treffen, die es vor wenigen Tagen in Walsleben und Wildberg gab.

Dort sind die Kartierungen längst nicht abgeschlossen. „An Flussläufen ist es schon etwas auffälliger, wenn dort Leute umherlaufen und seltsam wirken, so dass sich die Bevölkerung fragt, was machen die da?“ Daher sei rund um dieses FFH-Gebiet „Oberes Temnitztal Erweiterung“ schon jetzt informiert worden, bevor ein Planentwurf überhaupt in Sicht ist.

Die Tier- und Pflanzenwelt auch rund um den Mühlenteich wurde jetzt neu erfasst. Hier am Ufer entdeckt: Wasserfrösche. Quelle: Matthias Anke

Auch für die Oberheide bei Wittstock ist die Kartierung noch nicht beendet. Eine Exkursion gab es dort erst Anfang dieses Monats.

Auftakttreffen gab es zudem in Karwe, wo es um das Südufer des Ruppiner Sees ging, und in Neuruppin. Dort spielten das „Postluch“ nahe Ganz und der „Bärenbusch“ bei Wusterhausen eine Rolle. Für diese beiden Gebiete liegen die Entwürfe für die Managementpläne bereits vor. Sie sind mit den Nutzern und Eigentümern der betroffenen Flächen laut Berhorn schon abgestimmt.

Die Pläne sind im Internet einsehbar unter www.natura2000-brandenburg.de/projektgebiete/ostprignitz-ruppin/baerenbusch sowie unter www.natura2000-brandenburg.de/projektgebiete/ostprignitz-ruppin/postluch-ganz.

Der Planentwurf für den Mühlenteich wird nach dem Treffen vom 11. Juni im Internet einsehbar sein. Quelle: Matthias Anke

Selbst in diesen Fällen aber sei laut Frank Berhorn das letzte Wort längst nicht gesprochen. Man wolle allen, die ihre Ideen oder Einwände vorbringen wollen, noch die Zeit dafür geben. „Die Rückmeldungen dazu sind in den nächsten Wochen erwünscht.“

Der Entwurf für das Gebiet Mühlenteich wird nach dem Treffen der Arbeitsgruppe in Lellichow im Internet einsehbar sein.

Von Matthias Anke

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