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Kyritz Ein Schiffchen voller Köstlichkeiten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Ein Schiffchen voller Köstlichkeiten
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20:05 31.05.2018
Holger Kippenhahn (r.) schenkte Roman Blank einfach, was er von diesem selbst einst bekam – in etwas abgewandelter Form. Quelle: André Reichel
Wusterhausen

Geben statt nehmen. Das sei seliger, heißt es in der Bibel. Auch Heiligengrabes Bürgermeister Holger Kippenhahn folgte dieser Losung, als es um das Gastgeschenk seiner Tourradler für den Zielort Wusterhausen ging. Kippenhahn überreichte am Donnerstagnachmittag seinem Amtskollegen Roman Blank etwas, das er von eben diesem einst bekam: ein Miniaturboot. Heiligengrabe bekam es von den Wusterhausenern anlässlich des damals viertes Toursieges.

Doch wie auch an Kippenhahns T-Shirt ablesbar war, ist seine Gemeinde längst auch fünffacher Tourgewinner. So konnte das Holzschiffchen getrost wieder zurückgegeben werden, diesmal aber gefüllt mit allerhand Köstlichkeiten. Von Wein über Marmelade bis hin zu Obst aus Jabel beispielsweise war vieles dabei, was im Gemeindegebiet von Heiligengrabe produziert wurde.

Die erste Etappe der Tour de Prignitz 2018 endete in Wusterhausen. Dort wurde das Radlerfeld nicht nur von einem Kanonenschlag empfangen, sondern auch mit einem musikalischen, kulturellen und sogar sportlichen Programm.

Zuvor hatten sich auf der Bühne vor dem Rathaus Vertreter sämtlicher Wusterhausener Vereine den Gästen vorgestellt. Was es mit der Verhüllung des Rathauses auf sich hatte, erklärte Bürgermeister Blank so: „Was Künstler Christo mit dem Reichstag in Berlin konnte, können wir schon lange. Das ist jetzt unser Kunstwerk.“ Kenner wissen: Das Bauwerk wird derzeit natürlich saniert.

Die Vereinsvorstellungen begannen mit der Ankündigung eines Jubiläums: Das 25. Kreis- und Vereinsschützenfest wird die Gilde an der Dosse vom 31. August bis 2. September ausrichten. Klar, dass sich die Mitglieder zur Begrüßung der Tour-Radler nicht mit einer Konfetti-Kanone begnügen wollten, wie der Bürgermeister verriet. Ein richtiger Bumms aus einer vernünftigen Kanone sollte her. Und der folgte für alle unüberhörbar, wenngleich mit etwas Verspätung, dafür um so einprägsamer.

Christoph Lemm stellte als Jugendleiter beim Fußballclub Blau-Weiß einen Teil des Nachwuchses vor und ließ sie Jungs kurzerhand Bälle ins Publikum schießen.

Mit einer kleinen Tanzshow empfingen Wusterhausener Kinder die Tourradler der 1. Etappe. Quelle: André Reichel

Und auch der Taekwondo-Sport kann in Wusterhausen auf eine Menge Nachwuchs verweisen.

Bärbel Hartwig erklärte den Auswärtigen, was es mit den Kostümierungen einiger Damen ihres Kulturvereins auf sich hatte: „Wir sind die Salzhandels-Frauen. Und unser Kulturverein ist nur einer von elf in Wusterhausen.“ Auch die Landfrauen standen dabei auf der Bühne und der Chor der Pro Seniorenpflege samt Inge Hering am Akkordeon. „Meine Stadt am Klempowsee“ wurde angestimmt.

Derweil lief unentwegt die Schlauch-Dusche der Feuerwehr nebenan, und es umringten die durstigen Radfahrer auf dem heißen Marktplatz noch immer die Getränkestände.

Die Dauerradler unter ihnen hatten da schon längst den Hof des Wegemuseums vereinnahmt. Auf dem Gelände von Museumsleiterin Katharina Zimmermann parkten sie ihre Drahtesel bis zum nächsten Morgen für die nächste Etappe – nach Wittenberge.

Von Matthias Anke

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